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Alle Beiträge aus dem Monat Juli 2013

Dreierlei zu zwein

Veröffentlicht 30/07/2013 von Miss Universe

Es ist ein perfekter Sommerabend. Nur der goldene Schein der untergehenden Sonne fehlt. Wir nutzen die Gunst des wolkenverhangenen Himmels, der Park und Teich ein wenig unbevölkerter lässt als sonst, und gehen schwimmen. Und es ist sonnenklar, dass wir auch im Wasser schweben gehen werden.

Ich halte mein Bikinihöschen in der Hand und unter dem Wasser, ansonsten bin ich zur Untätigkeit verdammt, will ich das fließende Gleichgewicht nicht stören. Der Pseudorebell hat mich schnell und geschickt auf seinem Schwanz positioniert und erfreut sich jetzt an der Leichtigkeit, mit der er mich bewegen kann. Er navigiert meine Hüfte vor und zurück, rauf und runter. Ich achte lediglich darauf, die Füße nicht aus dem Wasser zu strecken, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, und gleichzeitig nicht unterzugehen. Irgendwann stellt er erfreut fest, dass er mit mir auf seinen Hüften, auch während wir ineinander stecken, durch das modrige Wasser schreiten kann: „Ganz geil eigentlich!“ Ich werde von einem kleinen Lachanfall geschüttelt angesichts so viel unschuldiger Freude.

Nachdem wir uns gerade wieder bekleidet haben, gibt es einen heftigen Schauer. Wir rollen die Decke ein und verkriechen uns unter einem Baum unter dem Schirm. Wind geht über das Wasser und zusammen mit der noch vorhandenen und neu aufgesprühten Feuchtigkeit wird mir tatsächlich zum ersten Mal seit Tagen kalt. Ich darf mich in den Pseudorebellenpulli hüllen und angesichts der tropfnassen Natur schlüpfen wir in einer Gaststätte unter.

Es ist unklar, ob es an einem weiteren Bier liegt, der sehr friedvollen Akkustikgitarre im Hintergrund oder meinem leichten Frösteln. In jedem Fall stehe ich plötzlich sehr anschmiegsam vor dem Pseudorebell. Es ist ein merkwürdiger Zwischenzustand. Der Ort ist öffentlich genug, dass wir aufsteigender Geilheit nicht einfach nachgeben können. Andererseits stehen wir so weit abseits und geschützt, dass wirklich niemanden interessiert, wenn wir ein paar Zärtlichkeiten tauschen. Und ich stelle verwundert fest, wie unglaublich wohl ich mich fühle dabei. Weder möchte ich mich distanzieren, künstlich Kapriolen schlagen, ihn besonders gut unterhalten, noch kann ich in diesem Moment den Reflex ausmachen, augenblicklich an ihm geil zu werden und mich meiner Lust hinzugeben. Stattdessen stehe ich da in meinem leichten Schimmer und genieße einfach nur seine Körperwärme, eine ruhige, völlig unaufgeregte Nähe. Wäre es nicht so wunderbar angenehm, könnte es einem unheimlich werdend dabei…

Verlässlich wie immer enthebt mich der Pseudorebell alsbald meiner Kaminfeuerromantikanwandlung. Im Park sind noch weniger Menschen unterwegs als zuvor und wir breiten die Decke schließlich einfach unter einem Baum aus. Dafür gibt es hier jede Menge Mücken, so dass ich den Pseudorebell mitsamt Rock und Pulli besteige. Die ersten Minuten sind unglaublich: Mit beinahe der gleichen Ruhe, die mein Herz eben noch vertraulich gegen seine Brust klopfen ließ, umschließe ich ihn. Es braucht keinerlei äußere Bewegung, um diese Vereinigung zu genießen. Ein paar innere Muskeln erzeugen minimal Druck und Reibung, aber die Empfindung ist groß und bunt wie unter einer kaleidoskopischen Lupe. Das war doch nur ein bisschen Bier?!

Ich hocke verzaubert in voller Montur über dem Pseudorebell, spüre in diese Schnittstelle zwischen uns und registriere eher unterbewusst, dass er nicht einmal unruhig wird. Er liegt da ausgestreckt auf dem Rücken, lächelt und seufzt gelegentlich, während ich immer wieder die Augen schließen muss, um besser fühlen zu können. Trotzdem schleicht sich irgendwann die Erkenntis ein, dass ich ich seit Minuten beinahe bewegungslos über ihm throne und er sicherlich ein bisschen Stimulation gebrauchen könnte. Aber als ich mich anschicke, ihn endlich etwas ausschweifender zu ficken, bremst er mich sogar noch einmal aus, weil diese Minimalvariante eines Geschlechtsverkehrs auf seiner Seite seltsamerweise genauso gut zu sein scheint.

Schließlich geht es aber doch los. Mit all der zuvor angesammelten Energie reite ich ihn, ohne nachzudenken. Nur in einem winzigen Geistesblitz stellt sich die Frage, wie hart wohl der Untergrund unter seinem Becken sein mag, das ich ungestüm in den Boden nagele, oder wie lange das hier eigentlich schon dauert. Wann immer ich erschöpft über ihm zusammenzusinken drohe, greift er kurz nach meinem Becken, schiebt mich an, bis mich schnell wieder die Lust in ihren Fängen hat. Ich ficke so leidenschaftlich, geistesabwesend und lustvoll, dass ich ihn zwischendurch mitsamt der restlichen Welt immer wieder vergesse. Ganz kurz blicke ich zwischendurch in sein noch immer leicht amüsiert wirkendes Gesicht, bis mich die nächste Woge mitnimmt. Den Pulli habe ich zwischenzeitlich abgeworfen. Sollen sich die Mücken in mein dampfendes Fleisch bohren, das werde ich erst später spüren.

Ich bin vor Selbstvergessen so unfähig noch auf ihn einzugehen, dass er mich irgendwann kurzerhand umdreht und von hinten nimmt, wie es ihm gefällt. Mein Beitrag besteht darin, unterdessen völlig entfesselt den Park mit meinem Stöhnen zu beschallen. Dann kommt er und ich lasse mich wohlig mit einem beinahe unflätigen Grinsen neben ihm auf die Decke sinken. Dafür, dass ich vorhin noch so kuschelig und anhänglich war, habe ich mich gerade mit überraschender Konsequenz benommen wie eine geile egoistische Sau. „Jetzt bin ich aber auch gut versorgt“, teile ich ihm zufrieden mit, wohl wissed, dass er praktischerweise aus dem, dessen ich mich manchmal als eines sexuellen Egotrips schäme, einen besonderen Reiz zieht.

Tatsächlich umschließen seine Lippen noch einmal gierig meinen empfindsamen Nippel. Obgleich ich nicht für möglich gehalten hätte, dass ich für einen weiteren Ansturm der Lust zugänglich wäre, merke ich schnell, dass er einen unfassbar guten Ansatzpunkt dafür gefunden hat. Ich schiebe angefeuert noch einmal meine Hand zwischen die Beine, für die er schon fast instinktiv vorher Platz macht, und gebe mich lautstark und rückhaltlos einem weiteren geschenkten Höhepunkt hin. Die geniale Mischung aus Erschöpfung und aufgeputschter Erlösung, die nach dieser Serie meinen Körper flutet, trägt mich nach Hause und bis in den Schlaf.

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Umarmt

Veröffentlicht 30/07/2013 von Pseudorebell

Wir sind vor dem Regen geflüchtet. Aber nicht weil wir nass geworden sind oder Angst davor haben, es zu werden. Wir stehen im Biergarten und trinken. Miss Universe fröstelt ein bisschen und zum Ausgleich trägt sie meine Sweatjacke die ihr viel, viel zu groß ist. Ich sitzte auf einer hüfthohen Bank, sie steht mir gegenüber, sagt was von kuschelig und wir umarmen uns. Ich spüre ihren warmen Rücken, rieche die noch feuchten Haare und fühle, wie sich ihr Brustkorb hebt und senkt. Sie küsst mich – von mir aus kann das noch ein paar Stunden dauern.

Eine Ahnung

Veröffentlicht 28/07/2013 von Miss Universe
Der Pseudorebell ist ein begnadeter Schweiger. „Einfach mal Fresse halten“ ist seine Rezeptur für einen gelungenen Moment, besonders wenn alles bereits schön ist. Wir warten am See auf die Schöne, und es ist alles gut. Zwischen uns gibt es nichts zu sagen. Es ist Sommer, und ein wunderbarer Abend unter freiem Himmel liegt vor uns. Und wie immer in diesen Momenten, wenn ich nicht meinen vorderen Hirnteil mit verbaler Kommunikation anstrenge, beginnen unsere Körper ihr Gespräch. Wie würde es jetzt losgehen, lägen wir nicht zwischen vielen Menschen an exponierter Stelle, damit die Schöne uns findet!

Sie hingegen ist eine gewandte und lustvolle Erzählerin. Selbst wenn sie nichts erlebt hätte, könnte ich stundenlang verzaubert ihren pointierten Geschichten lauschen. Sie hat aber wieder so einiges angestellt, und so kichere ich den ganzen Abend ihren Ausführungen lauschend, während die Sonne sinkt, der Wein in meine Adern fließt und die Zeit leider viel zu schnell vergeht.

Wir lagern angenehm auf zwei Decken ausgestreckt. Irgendwann hebe ich den Oberkörper auf die Ellenbogen und bekomme mit dem physikalischen Abstand auch wieder einen äußeren Blick auf die Situation, der mir kurz die Luft nimmt. Der Pseudorebell und die Schöne liegen mit den Köpfen so dicht zusammen, dass sie sie nur zueinander drehen müssten, um sich mit den Nasenspitzen zu berühren. Ihre Körper streben ein wenig auseinander, aber nur, um ein spitzes Dreieck zu bilden, in dem ich selber liege.

Ein Pseudorebellenarm umschlingt meine Hüfte und spielt wahrscheinlich auch weiter an meinem Körper herum, aber ich höre ja gespannt den Abenteuergeschichten der Schönen zu. Wie beim letzten Mal sind wir mehr oder weniger löffelnd ihr zugewandt. Sie liegt auf dem Rücken und richtet sich nur hin und wieder auf, um einen Schluck aus der Flasche zu nehmen. Mein Arm liegt über ihrem Unterkörper. Ohne, dass ich es recht bemerkt hätte, streicht mein Daumen immer wieder über die zarte Stelle an ihrem Hüftknochen.

Über allem liegt der Zauber einer trunkenen Sommernacht. Ich lächle, weil mich freut, wie vollkommen ungeplant und ziellos wir in diese Situation gekommen sind. Ganz kurz öffnet sich eine süße Ahnung, was alles einfach passieren könnte, wenn diese Nacht endlos wäre. Aber stattdessen fällt mir wieder die undankbare Feststellung zu, dass die Fahrpläne sehr wohl endlich sind.

Selbst gestört

Veröffentlicht 27/07/2013 von Miss Universe
Auf dem Hinweg habe ich versehentlich wieder das Thema vom Ende angefangen. Das habe ich zum einen schon letzte Woche ohne messbaren Erkenntnisgewinn, und zum anderen war es diesmal äußerst ungelenk. Es tut mir in dem Moment leid, in dem es meinen Mund verlässt. Wir bügeln darüber hinweg, die Ungewissheit gewohnt, aber vielleicht hat sich eine kleine Unsicherheit in unsere Knochen geschlichen.

Später tapere ich geduldig hinter dem Pseudorebellen her, bis er einen Platz gefunden hat, der ihm der lauen Sommernacht angemessen dünkt. Dass er letztlich einen findet, an dem er sich nachher wieder vor Spaziergängern erschreckt, ist mir schon jetzt egal. Irgendwie lege ich sowieso bemerkenswert wenig Leidenschaft an den Tag. Die schäumende Energie des Pseudorebellen bedrängt mich heute eher, als dass sie mich aufputscht. Ich befreie mich aus seinem Kuss. Ich klaube die Finger von meiner Brust, die mich in diesem Zustand eher schmerzen als erregen.

Aber ich habe gelernt, wie ich diese Ausnahmesituation fehlender Lust zu nehmen habe: Ich bitte ihn still zu sein.

In dem Moment, wo ich die Gewalt zur Entschleunigung an mich reiße, dreht sich alles: Ich ziehe mich aus, und der ganz leichte Wind, der immer noch die Hitze des Tages durch den Park treibt, streichelt über meinen Rücken, dem dieses Gefühl beinahe nie vergönnt ist. Der entblößte Oberkörper des Pseudorebells liegt unter mir wie Marmor im Licht des gerade voll aufgegangenen Mondes. Er leuchtet unwirklich hell und eben.

Meine Fingerspitzen fahren darüber und empfinden seine Haut nicht nur als glatt, sondern auch weich und ganz leicht warm. Meine Zunge taucht zwischen seine Beine, und er ist so brav still, dass nicht einmal sein nimmermüder Schwanz mir entgegen schlägt, während ich nur zärtlich über seine Hoden lecke. Irgendwann seufzt er wohlig, und erst dieses Geräusch erinnert mich wieder an Sex und weckt langsam und zart meine Lust. Ich nehme ihn in den Mund und stelle wieder fest, wie verdammt gern ich das tue und wie wohl ich mich dabei fühle. Ich meine, jede Reaktion auf winzigste Bewegungen spüren und verstehen zu können. Und dann kommt tatsächlich der Punkt, wo ich auch mehr will.

Ich rutsche an ihm nach oben, die Brüste über seinen Oberkörper streifend und nehme seinen Schwanz in mich auf. Während ich eben noch beinahe fürchtete, nicht in Stimmung zu kommen, wird mir urplötzlich klar, wie schön es ist, in diesem Moment nicht bereits vollkommen in meiner eigenen Geilheit abgetaucht zu sein. Ich spüre immer noch die warme Luft, die mich umfließt. Ich fühle das trockene Gras unter meinen Knien. Ich höre das Rauschen des Windes in der Blätterkrone des Baumes, unter dem wir lagern. Ich empfinde aufmerksam, wie wonnig sich unsere Geschlechter berühren. Ich nehme intensiv wahr, wie mein Inneres ohne Willen und Zutun sich schmiegt und windet. Wie wenig geschieht und wie wunderbar es sich anfühlt!

Der Pseudorebell ist immer noch ganz still. Nur ganz langsam und sanft streckt er sich mir entgegen, mit kleinen Bewegungen dieses seltsamen, eigenlebigen Stück Fleisches, deren Grad an Willkür und Muskelanspannung mir ewig verborgen bleiben wird. Aber im wesentlichen liegt er im Mondlicht und schaut mich an. Diesmal blicke ich von oben in seine hellen Augen, die offen stehen wie bei einem Kind. Der Kerl ist ausgewachsen, rational und mit ausreichend Selbstschutz- und -verteidigungsmechanismen versehen. Er ist erfahren genug, dass man ihn schwer überraschen kann. Und selbst wenn man ihn unerwartet packt, weiß er die Fassung zu wahren. Er ist ein Mann, er ist immer Herr der Situation und seiner selbst.

Aber jetzt gerade hat er alle Waffen und Schilder abgegeben. Jetzt sieht er mich an wie eine Erscheinung und als könne nichts Böses passieren auf diesem Planeten. Er richtet nicht nur alle scharfen Sinne auf mich, sondern macht seine Empfindsamkeit auf wie ein Scheunentor. Er will was hier mit uns geschieht mit einer Bedingungslosigkeit aufnehmen, die alles andere radikal außen vor lässt. Eine derart schutzlose Seele nimmt mir immer den Atem. Als jetzt die Spaziergänger in einigem Abstand vorbei laufen, bleibt er zwar notgedrungen unter mir liegen, aber der Kopf dreht hektisch, die Augen verengen sich und ich kann spüren, wie der Krieger zu den Waffen läuft. Ich muss lachen über den Kontrast. Und schon ist der Spuk vorüber, der Pseudorebell wieder auf Empfang.

Ich ziehe die Füße nach vorn und hocke in Froschmanier über ihm. Die Erfahrung weiß, dass ich das länger kann, als ich denken würde. Und ich weiß, wie sehr er es mag, wenn ich den ganzen Weg über die volle Länge seines Schaftes nehme. Es ist ein schöner langer Weg. Und man kann auf der Spitze neckend verweilen oder in kurzen und langen Intervallen wechselnd hoch und runter gleiten. Zumeist schaut er sich den Zaubertrick seines in mir verschwindenden Schwanzes auch gerne an. Aber als ich jetzt die Augen öffne, schaut er noch immer mit allen Sinnen geöffnet in mein Gesicht.
Während es mir die Kehle zudrückt, hinten von der Tränendrüse her, kann ich sehen, wie es ihm kommt. Wie der ganze Akt ist es nicht einer dieser erschütternden Orgasmen, bei denen brüllend der Teufel ausgetrieben wird. Stattdessen flirrt nur die Erlösung kurz über seine Netzhäute, während er die Augen nicht eine Sekunde von meinen nimmt oder auch nur blinzelt. Dann schwindet der heilige Ernst, mit dem er das hier betreibt, für kurze Zeit und macht einem Lächeln Platz, das kein Grinsen ist.
Ich klappe die Beine wieder um, froh die Froschposition verlassen zu können, und will eigentlich nur kurz über ihm sitzen bleiben. Er hält mich und schaukelt ein bisschen mit mir, wahrscheinlich bloß froh um diesen Moment. Aber der Pseudorebell wäre nicht der Pseudorebell, wenn er nicht plötzlich feststellte, dass es ja noch weiter gehen kann. Er animiert mich zu größeren Bewegungen, und tatsächlich kann ich spüren, wie sein Schwanz in mir wieder größer und fester wird. „Ja, komm, fick mich“ halte ich noch eine Weile durch, dann schmerzen irgendwann die Knie.
Ich rolle auf den Rücken. Er kommt über mich und frotzelt: „Ist schön, einfach nur im Gras zu liegen, ne?“ Und was dann kommt, fühlt sich tatsächlich irgendwann ein bisschen so an, als müsste er arbeiten. Er erklimmt Hügel um Hügel, der Atem stockt, dann sinkt er sisyphusgleich zwischen meine Schenkel um einen weiteren Anlauf zu nehmen. Irgendwann entwickele ich tatsächlich den Wunsch ihn zu erlösen. So wie ich liege, habe ich nicht viel Bewegungsfreiheit. Und für Wörter, die ein Übriges täten, bin ich nicht in der Stimmung. Also nehme ich die Dinge in die Hand.

In meiner Vorstellung setzt er sich auf meine Oberschenkel und lässt mich seinen Schwanz reiben, bis eine milchige Fontäne sich im Mondlicht über meine nackten Brüste ergießt. Er aber sagt, als ich ihn aus mir heraus gezerrt habe: „Das ist doch Verschwendung.“ Es ist vielleicht nicht die geschickteste Weise, berechtigtes Missfallen an einem Positionswechsel auszudrücken, aber es ist auch kein Grund für diese vollkommen sinnlose Diskussion, die wir im Anschluss führen, anstatt die Magie des Abends auf unserer Seite zu behalten.

Wir kommen vom ficken ins reden, und es ist nicht so, dass wir konstruktiv Wünsche und Bedürfnisse verhandeln. Wir finden auch den Weg zurück nicht, wie sonst aus jeder Störung heraus, einfach weiter zu machen. Es fühlt sich eher an, als würden wir Unsicherheiten austragen. Recht bald merken wir beide, dass es nichts bringt. Wir ziehen uns tatsächlich an und trollen uns nach Hause. Ich will für uns anrechnen, dass wir dem keine weitere Bedeutung zumessen und es nach zehn Minuten nicht mehr zwischen uns steht. Ein Paralleluniversum hat keine Risse.

Notizen aus der Mittagspause V

Veröffentlicht 26/07/2013 von Pseudorebell

Ab und an bin ich so scharf auf diese Frau, dass ich gar nicht weiß wohin mit meiner überschäumenden Lust. Gerade eben wieder. Wir stehen in der Nische der Tiefgarage, ich lehne an der Wand. Ich halte ihren Rücken und streichel ihren Arsch. Was fühlt der sich wieder gut an. Fest und rund und ich würde gern meine Zähne hineinschlagen. Sie küsst mich und wir lassen nicht voneinander. Unsere Zunge verschlingen sich, spielen aneinander. Meine Daumen drücken ihre Brustwarzen und sie beginnt zu stöhnen. Ihre Finger nesteln meine Hose auf und sie nimmt ihn in die Hand. Er ist steil nach oben gerichtet, fest und vor Geilheit feucht. Sie reibt ihn und gibt sich meinen Fingern hin. Ich platze gleich vor lauter Wollen!
Als ich in sie eindringe empfängt mich ihre nasse Pussi mit einer wunderbaren Enge. Ich stosse sie, kreise in ihr, klammere mich in ihre Hüfte, presse ihre Titten zusammen. Sie ist nicht vorsichtig, weil der Ort öffentlich ist sondern gibt Lustgeräusche von sich, stöhnt, wippt auf und ab. Ich halte inne, drücke mich wieder in sie, halte still und schiebe sie vor und zurück. Meine Hand hält ihren Nacken, mein Zeigefinger drückt gegen ihre Kehle und ich komme. Heftig. Nochmal Miss!

Anderer Moment

Veröffentlicht 26/07/2013 von Pseudorebell

Es ist Sommer, schön warm und wir gehen schwimmen, starksen zwischen unpraktischen Steinen ins Wasser und schwimmen los. Wir kommen an die Stelle, an der der die Sonne den Schatten ablöst. Sie glitzert auf der Wasseroberfläche und strahlt Dein Gesicht von Seite an. Du kneifst ein Auge zu. Das andere scheint zu leuchten und Du grinst mich an. Meine Güte, Du bist so hübsch Miss Universe.

Wie es sich anfühlt

Veröffentlicht 24/07/2013 von Pseudorebell

Schon als wir das Gebäude von weitem sehen pocht mein Herz. Warum eigentlich? Wir sind vielleicht keine alten Hasen, das erste Mal Sexparty ist es aber auch nicht. Miss Universe merkt es und lässt eine Anspielung fallen zu der ich nichts sage. Wir gehen rein.

Es ist voller Menschen. Die meisten in Leder, ein paar Herren in Anzügen, ein paar Frauen in Kleidern, einige wenige in Verkleidung mit Maske, ganz selten ist jemand nackt. Wir ziehen uns um. Ich trage Anzug, Miss Universe eine knappe Korsage, Slip, hohe Schuhe, das Lederhalsband und knallroten Lippenstift. Ich hole Bier und als ich zurückkomme ist das erste Männchen schon bei ihr. Einer, Marke alternder Porsche Fahrer, Haare nach hinten gekämmt, Anzug, irgendwie schäbiges Lächeln. Ich möchte mich nicht mit ihm unterhalten und hätte nichts dagegen, wenn er abhaut. Das merkt er wohl und trollt sich. Und überhaupt: Frauen werden hier ungehemmt angeschaut, angegraben und zum Ficken aufgefordert. Natürlich Miss Universe, die heiß, sexy und willig aussieht. Mal sehen ob ich mich daran gewöhne und vielleicht sogar Beschützerinstinkt und Besitzerstolz ablegen kann…

Eigentlich sind wir aber wegen etwas anderem hier – oder doch nur ich? Ich will Sex mit Miss Universe und ich will, dass uns jemand dabei zusieht. Wir landen neben dem DJ Pult. Ganz in Swingerclubmanier steht dort ein Bett, recht groß und sogar ein bisschen gemütlich. Miss Universe steht mit dem Rücken zu mir und ich streichle sie zwischen ihren Schenkeln. Sie dreht sich herum und macht sich bereit für einen Blowjob. Um uns herum sammeln sich Männer. Einer sitzt neben ihr und fasst sie an. Sie wiegelt ihn ab. Hinter uns steht einer und fragt mich, ob er sie anfassen dürfe. Nein, darf er nicht. Sie nimmt meinen Schwanz in den Mund und an der Stelle, wo er sich normalerweise sofort aufrichtet und hart wird passiert: gar nichts. Ich kann nicht. Und es fühlt sich nicht mal so an, als könnte ich gleich. Aber sie ist so gut, bemüht sich und irgendwann habe ich eine Erektion. Der nächste Typ sitzt neben ihr und fasst sie an, einer steht hinter hier und streichelt ihren Arsch ohne zu fragen. Das Schöne ist: Ein „Nein“ ist hier auch wirklich „Nein“, trotzdem sinkt mein Gemächt wieder in sich zusammen. Will ich das vielleicht doch nicht. Was treibt mich dazu?

Ich lehne mich zurück, überlasse mich ihr und schließe die Augen. Ich höre die Musik und blende den Rest aus. Und dann vögeln wir. Hinter ihr sechs Typen, neben uns nochmal zwei – und ich finde es geil. Warum? Sie alle starren uns an, sie mehr als mich. Wie gerne würde sie wohl anfassen, ihr gierigen Finger an ihre Brüste und zwischen ihre Beine legen. Spüren, was ich spüre und es mir gleich tun. Ob sie es mit Absicht tut, kann ich nicht sagen aber Miss Universe stöhnt laut. So laut, dass sie die Musik übertönt. So, dass der Typ neben ihr wahrscheinlich gleich wahnsinnig vor Geilheit wird. Ich: strecke ihr meine Hüfte entgegen, greife ihr Becken, treibe sie zum nächsten Orgasmus. „Schaut her, ergötzt euch an uns. Wie findet ihr das?“
Das einer hinter uns lag merke ich erst, als er mir ein Stück Küchenrolle reicht, damit ich mein Sperma runterwischen kann. Irgendwann nach diesem Abend denke ich: Haben die es so nötig und suchen sich auf einer Sexparty einen Partner zum vögeln? Oder wollen die meisten dann doch nur schauen? Sind das arme Schweine? Miss Universe frage mich ob mir gefallen hat. Hat es, aber ich kann es nicht artikulieren – nicht richtig zumindest.

An gleicher Stelle passiert das Gleiche nochmal, nur mit nicht mal halb so vielen Zuschauern. Der Effekt ist wieder der gleiche. In dieser Orgie sind wir beiden die Geilsten und ich genieße es, wie sie schauen, wie sie sich gierig die Lippen lecken.

Die Show auf dem Lederhocker. Es ist tatsächlich wie ein Wald von Menschen. Ich knie vor ihr, um uns herum wird des dunkel und das macht es ein wenig bedrohlich. Herren in Anzug und in Leder. Viele davon. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie einer an seinem Schwanz spielt. Die anderen gaffen uns an, sind keinen Meter von uns entfernt. Wieder ergötze ich mich daran, fühle mich gut, beneided und ich meine sogar mir kommt Respekt entgegen, dass wir es so und schon wieder tun. Mit jedem Mal mit dem ich in sie eindringe windet sie sich. Sie stöhnt und klammert sich am Hocker fest. Komm Miss Universe, wir machen sie bis zur Unkenntlichkeit scharf.

Danach passiert es noch zwei mal. Miss Universe wird angequatscht und ohne Umschweife gefragt, ob sie ficken möchte – mein Besitzerstolz meldet sich. Der Typ, der gerade noch mit ihr Sex vor 15 Menschen hatte ist nicht mehr da. Es missfällt mir. Ich fühle mich uncool und dem nicht gewachsen. Ich bin froh, dass sie sie schnell abfertigt. Heute ist nicht die Zeit dafür. Später denke ich: Na ja, schauen wir mal.
In diesem Moment empfinde ich wenig. Später entsteht Dankbarkeit. Dafür, dass sie mitmacht – diese schmutzige Fantasie. Dafür, dass sie (instinktiv) zu wissen scheint, wann ich mich nicht wohl fühle und es respektiert.

Erst zwei Tage später fällt mir auf, dass ich etwas nicht getan habe. Ich habe mir keine anderen Frauen angeschaut. Mein Instinkt, der normalerweise recht schnell merkt, wenn eine im Ansatz interessiert ist, war nicht da. Ich wollte nicht und ich habe es nicht vermisst. Vielleicht weil ich aufgeregt war. Oder weil ich nichts anders als Zuschauer wollte. Oder beides. Wie auch immer. Und es ist immer noch unwirklich.