Dreierlei zu zwein

Veröffentlicht 30/07/2013 von Miss Universe

Es ist ein perfekter Sommerabend. Nur der goldene Schein der untergehenden Sonne fehlt. Wir nutzen die Gunst des wolkenverhangenen Himmels, der Park und Teich ein wenig unbevölkerter lässt als sonst, und gehen schwimmen. Und es ist sonnenklar, dass wir auch im Wasser schweben gehen werden.

Ich halte mein Bikinihöschen in der Hand und unter dem Wasser, ansonsten bin ich zur Untätigkeit verdammt, will ich das fließende Gleichgewicht nicht stören. Der Pseudorebell hat mich schnell und geschickt auf seinem Schwanz positioniert und erfreut sich jetzt an der Leichtigkeit, mit der er mich bewegen kann. Er navigiert meine Hüfte vor und zurück, rauf und runter. Ich achte lediglich darauf, die Füße nicht aus dem Wasser zu strecken, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, und gleichzeitig nicht unterzugehen. Irgendwann stellt er erfreut fest, dass er mit mir auf seinen Hüften, auch während wir ineinander stecken, durch das modrige Wasser schreiten kann: „Ganz geil eigentlich!“ Ich werde von einem kleinen Lachanfall geschüttelt angesichts so viel unschuldiger Freude.

Nachdem wir uns gerade wieder bekleidet haben, gibt es einen heftigen Schauer. Wir rollen die Decke ein und verkriechen uns unter einem Baum unter dem Schirm. Wind geht über das Wasser und zusammen mit der noch vorhandenen und neu aufgesprühten Feuchtigkeit wird mir tatsächlich zum ersten Mal seit Tagen kalt. Ich darf mich in den Pseudorebellenpulli hüllen und angesichts der tropfnassen Natur schlüpfen wir in einer Gaststätte unter.

Es ist unklar, ob es an einem weiteren Bier liegt, der sehr friedvollen Akkustikgitarre im Hintergrund oder meinem leichten Frösteln. In jedem Fall stehe ich plötzlich sehr anschmiegsam vor dem Pseudorebell. Es ist ein merkwürdiger Zwischenzustand. Der Ort ist öffentlich genug, dass wir aufsteigender Geilheit nicht einfach nachgeben können. Andererseits stehen wir so weit abseits und geschützt, dass wirklich niemanden interessiert, wenn wir ein paar Zärtlichkeiten tauschen. Und ich stelle verwundert fest, wie unglaublich wohl ich mich fühle dabei. Weder möchte ich mich distanzieren, künstlich Kapriolen schlagen, ihn besonders gut unterhalten, noch kann ich in diesem Moment den Reflex ausmachen, augenblicklich an ihm geil zu werden und mich meiner Lust hinzugeben. Stattdessen stehe ich da in meinem leichten Schimmer und genieße einfach nur seine Körperwärme, eine ruhige, völlig unaufgeregte Nähe. Wäre es nicht so wunderbar angenehm, könnte es einem unheimlich werdend dabei…

Verlässlich wie immer enthebt mich der Pseudorebell alsbald meiner Kaminfeuerromantikanwandlung. Im Park sind noch weniger Menschen unterwegs als zuvor und wir breiten die Decke schließlich einfach unter einem Baum aus. Dafür gibt es hier jede Menge Mücken, so dass ich den Pseudorebell mitsamt Rock und Pulli besteige. Die ersten Minuten sind unglaublich: Mit beinahe der gleichen Ruhe, die mein Herz eben noch vertraulich gegen seine Brust klopfen ließ, umschließe ich ihn. Es braucht keinerlei äußere Bewegung, um diese Vereinigung zu genießen. Ein paar innere Muskeln erzeugen minimal Druck und Reibung, aber die Empfindung ist groß und bunt wie unter einer kaleidoskopischen Lupe. Das war doch nur ein bisschen Bier?!

Ich hocke verzaubert in voller Montur über dem Pseudorebell, spüre in diese Schnittstelle zwischen uns und registriere eher unterbewusst, dass er nicht einmal unruhig wird. Er liegt da ausgestreckt auf dem Rücken, lächelt und seufzt gelegentlich, während ich immer wieder die Augen schließen muss, um besser fühlen zu können. Trotzdem schleicht sich irgendwann die Erkenntis ein, dass ich ich seit Minuten beinahe bewegungslos über ihm throne und er sicherlich ein bisschen Stimulation gebrauchen könnte. Aber als ich mich anschicke, ihn endlich etwas ausschweifender zu ficken, bremst er mich sogar noch einmal aus, weil diese Minimalvariante eines Geschlechtsverkehrs auf seiner Seite seltsamerweise genauso gut zu sein scheint.

Schließlich geht es aber doch los. Mit all der zuvor angesammelten Energie reite ich ihn, ohne nachzudenken. Nur in einem winzigen Geistesblitz stellt sich die Frage, wie hart wohl der Untergrund unter seinem Becken sein mag, das ich ungestüm in den Boden nagele, oder wie lange das hier eigentlich schon dauert. Wann immer ich erschöpft über ihm zusammenzusinken drohe, greift er kurz nach meinem Becken, schiebt mich an, bis mich schnell wieder die Lust in ihren Fängen hat. Ich ficke so leidenschaftlich, geistesabwesend und lustvoll, dass ich ihn zwischendurch mitsamt der restlichen Welt immer wieder vergesse. Ganz kurz blicke ich zwischendurch in sein noch immer leicht amüsiert wirkendes Gesicht, bis mich die nächste Woge mitnimmt. Den Pulli habe ich zwischenzeitlich abgeworfen. Sollen sich die Mücken in mein dampfendes Fleisch bohren, das werde ich erst später spüren.

Ich bin vor Selbstvergessen so unfähig noch auf ihn einzugehen, dass er mich irgendwann kurzerhand umdreht und von hinten nimmt, wie es ihm gefällt. Mein Beitrag besteht darin, unterdessen völlig entfesselt den Park mit meinem Stöhnen zu beschallen. Dann kommt er und ich lasse mich wohlig mit einem beinahe unflätigen Grinsen neben ihm auf die Decke sinken. Dafür, dass ich vorhin noch so kuschelig und anhänglich war, habe ich mich gerade mit überraschender Konsequenz benommen wie eine geile egoistische Sau. „Jetzt bin ich aber auch gut versorgt“, teile ich ihm zufrieden mit, wohl wissed, dass er praktischerweise aus dem, dessen ich mich manchmal als eines sexuellen Egotrips schäme, einen besonderen Reiz zieht.

Tatsächlich umschließen seine Lippen noch einmal gierig meinen empfindsamen Nippel. Obgleich ich nicht für möglich gehalten hätte, dass ich für einen weiteren Ansturm der Lust zugänglich wäre, merke ich schnell, dass er einen unfassbar guten Ansatzpunkt dafür gefunden hat. Ich schiebe angefeuert noch einmal meine Hand zwischen die Beine, für die er schon fast instinktiv vorher Platz macht, und gebe mich lautstark und rückhaltlos einem weiteren geschenkten Höhepunkt hin. Die geniale Mischung aus Erschöpfung und aufgeputschter Erlösung, die nach dieser Serie meinen Körper flutet, trägt mich nach Hause und bis in den Schlaf.

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