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Spiel mit der Angst

Veröffentlicht 27/09/2013 von Miss Universe
Ich fühle mich wieder bemüßigt, eine Warnung voranzustellen. In diesem Text geht es nicht nur um die reine Fleischeslust, sondern auch um die Lust an der Angst, an der Macht und an der Schwäche, an Schmerz und Gewalt und Kontrollverlust. Diese Eindrücke werden hier verstärkt wiedergegeben, weil ich sie genieße – wohl wissend, dass ich sie in einer vollkommen sicheren Situation erlebe. Wer sich nicht so sicher fühlt, möge das bitte einfach nicht lesen.============================

Ich soll mich umziehen, und es ist bemerkenswert, wie unsexy ich mich dabei fühle. Miss Universe wäre in der Lage, sich durchaus aufreizend und selbstbewusst grinsend die Netzstrümpfe überzustreifen. Aber das hier hat nichts mit Verführung zu tun. Es wird wehtun, und ich habe jetzt schon Angst und einen gewissen Unwillen. Außerdem habe ich den Eindruck, dass der Pseudorebell gerade das Gefälle zwischen uns aufbaut; und Sexyness ohne Selbstbewusstsein funktioniert nicht.

Offensichtlich übersetzt sich meine Unsicherheit sofort in meine Körperhaltung. „Stell dich mal gerade hin! Schultern zurück, Kopf hoch“, werde ich angeherrscht. Ich befolge die Anweisung, ebenso wie die folgende, ich möge ihm die Schuhe ausziehen. Bei dieser Art von Aufgaben vermindert sich meine Furcht. Ich kann mich ganz auf einen Service zurück ziehen, den ich leisten kann. Meine Finger knüpfen geschickt die Senkel auf. Sogar die Socken lassen sich leicht lösen. Und es ist keine Herausforderung ihm die Füße zu küssen. Die riechen nicht einmal 😉 Einfach.

Er spürt, dass ich ihm ergeben bin, aber das ist nicht alles, um das es geht. Ich muss aufstehen und er lässt mich auf hohen Schuhen durch den Raum stolpern. Dann habe ich die Wand im Rücken und ihn vor mir. Es gibt keinen Platz mehr auszuweichen. Die breite Brust, gegen die man zuweilen beinahe gegen den eigenen Willen zu sinken bereit ist, schwebt auf einmal drohend über mir. Er legt mir den Unterarm quer über die Kehle und drängt mich weiter gegen die Wand. Wie sehr ich mir plötzlich über die Zerbrechlichkeit der eigenen Anatomie im Klaren bin. Ich kann kaum schlucken, und der fein dosierte Druck müsste nur ein bisschen ansteigen, damit mir wirklich die Luft wegbliebe. Stattdessen nimmt er mir den Atem, indem er Klemmen an meinen Brustwarzen anbringt. Ich spüre, wie mir der Schweiß am Rücken ausbricht.
Ein paar ganz leichte Ohrfeigen reichen aus, mir die Hilflosigkeit in Großbuchstaben auf die Stirn zu schreiben. Meine zu Fäusten verkrampften Hände pressen Halt suchend gegen die Wand. Wenn ich sie jetzt schützend erhebe, wird er mir seine Überlegenheit deutlicher demonstieren, werden die Schläge meine Wange härter treffen. Er dreht mich herum, die Wand ist nun vor, er hinter mir. In diesem Moment macht er in meinem Rücken eine große Bewegung, etwas passiert im Raum hinter mir. Ich scheue vor seinem erhobenem Arm, aber alles, was passiert, ist, dass er mir mit einem Shirt die Augen verbindet. Einerseits macht mich die Binde nun vollkommen blind. Andererseits schützt sie mein Gesicht, und sie riecht so abartig gut nach ihm, dass ich mich tatsächlich ein kleines bisschen weniger nackt und allein fühle.
Nunmehr blind werde ich wieder auf hohen Schuhen durch den Raum gezerrt. Ich muss mich vorbeugen und nach einem Bock greifen, was widerlich ist, weil ich befürchten muss, das Gleichgewicht zu verlieren. Ich bekomme etwas zu fassen und halte still, froh eine halbwegs stabile Position gefunden zu haben. Es beginnt eine Session mit dem Flogger auf meinem Hintern, die über das, was ich mir wünsche, hinaus geht. Dieses Mal sind es keine geschenkten, liebevollen Schläge. Diesmal tut es weh, weil es wehtun soll. Ich bin mehrmals kurz davor, dem Schmerz einen Laut zu geben und zu schreien. Im Nachhinein bin ich nicht sicher, ob ich still blieb aus Angst, es könnte aufhören oder aus Angst, das könnte es trotz meiner Bitten nicht. Auch die erlösende Berührung seiner Vorderseite auf meinem Rücken kommt spät, so spät, dass die traktierte Haut an meinem Po schon über den Schmerz hinaus taub geworden ist gegen Zärtlichkeit. Aber mein Rücken kann sie noch spüren.
Ich stehe wieder mit dem Rücken zur Wand. Der Schmerz, der von den Klemmen an meinen Brustwarzen ausgeht, liegt wie ein Schleier über meinem Bewusstsein. Ich nehme meinen Mut zusammen und bitte sie wegzunehmen. Erst tut er es nicht, wie um mir zu demonstrieren, dass es so einfach nicht ist. Dann nimmt er diejenige ab, die nicht ganz so schlimm drückt. Ich nehme noch einmal den weiten Weg auf mich, ihm verbal mitzuteilen, dass es schmerzt. Sie bleibt dran.Stattdessen schiebt er mir die Finger zwischen die Beine. Als erstes stelle ich nur verwundert fest, wie unwahrscheinlich feucht ich bin. Es ist, als hätte sich meine Pussy an der allgemeinen Produktion von Angstschweiß beteiligt. Dann spüre ich, dass trotz der vordergründigen Schmerzen und obwohl ich noch immer Angst habe vor dem, was als nächstes passieren könnte, diese Berührung plötzlich ganz bewusst mein Lustzentrum aktiviert. Die Schmerzens- und Angstlaute habe ich zurückhalten können, das verlangende Seufzen entringt sich mir. Ich fühle, wie sich seine Schwanzspitze in der überbordenden Feuchtigkeit suhlt. Langsam aber sicher gewinnt die Lust über den Schmerz.

Da reißt er mich von der Wand und wirft mich aufs Bett. „Jetzt will ich zugucken“, drückt er mir einen Vibrator in die Hand. Das kann ich auch in meiner Blindheit. Bevor er sich am Fußende mit Blick zwischen meine Beine positioniert, kommt er noch einmal an mich heran. Ich habe Angst – erst recht, als er sich meinem Nippel nähert. Es dauert lange, bis ich verstanden habe, dass der Schmerz, der mich mit voller Wucht durchfährt, daraus entstanden ist, dass er die Klemme abgenommen hat. Dieses eine Mal habe ich den Schrei nicht unterdrücken können, und er wird mir später noch dreimal davon vorschwärmen, wie gut man Angst und Schmerz in diesem Laut hören konnte.

Ich tue wie mir geheißen ist, und der kleine Apparat tut sein übriges. Der Pseudorebell hat mir oft genug zugesehen, um mir exakt rechtzeitig vor dem Orgasmus den Vibrator zu entreißen und sich mit den Worten „du willst doch jetzt einen richtigen Schwanz spüren“ in mich zu drängen. Ein paar Momente lang lasse ich mich überwältigen, dann fällt mir auf, dass er Recht hat. Das Tuch verschwindet, wir sehen uns in die Augen, und wir ficken.

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Sub

Veröffentlicht 18/12/2012 von Pseudorebell

„Ich habe noch ne Überraschung dabei“ verlautbart Miss Universe.
Wir sind unterwegs zu einer der Locations, die uns sporadisch zur Verfügung stehen. Heute können wir uns alle Zeit nehmen, die wir möchten. Es ist der großer Raum ganz, das Dach wird von sichtbaren Balken gestützt. Und wir haben Spielzeug dabei. Ein Tisch wird in die Mitte gerückt, ein Handtuch darauf plaziert. Miss Universe verschwindet in einer Kammer. Ich habe mir den Schlampendress gewünscht, Miss Universe tut mir den Gefallen.
Ich muss mich setzten, sie tritt vor mich. Auf dem Tisch kommt eine Gerte im Handtaschenformat zum liegen. Überraschung! Das Kleid liegt eng an und sie post für mich. Ihre Hände erkunden ihren Körper, sie bückt sich und reckt mir ihren Arsch entgegen. Ich muss sagen, was ich sehe und tue das mehr schlecht als recht. Trotzdem bekomme ich ein kleines Lob und ich schaue verstohlen auf den Boden. „Küss mich mit der Hand“. Wie soll ich das machen? Mein Zeigefinger wandert zu ihren Lippen und streichen darüber. „Zärtlicher!“. Ich versuche sanfter zu sein und sie dankt es mit, indem sie die Augen schließt. Vielleicht mache ich auch das gut.

Sie setzt sich vor mich auf den Tisch, legt das eine Bein über meine Schulter und deutet auf ihr Knie. „Küss es“ heißt das. „Und mach es gut“. Ich berühre ihre Haut, so zärtlich wie ich kann. Sie knickt das Bein ein, ich werde in ihren Schritt gedrängt. Durch ihren Slip pressen sich meine Lippen an ihre Pussy, es scheint ihr zu gefallen. „Zieh mir das Höschen aus“ sagt sie und dreht mir den Rücken zu. Ich schiebe das Kleid ein Stück nach oben. Dieser wunderbare Hintern wird geschmückt von einem G-String. Auch den habe ich mir gewünscht und jetzt darf ich ihn nach unten ziehen. Ich tue das langsam und es macht mich an. Dann ziehe ich das Kleid wieder nach unten.

„Das war aber ungeschickt!“ herrscht sie mich an und die Gerte fährt auf meinen Oberkörper. „Steht auf“. Von den Balken hängen seitlich die Bondage Seile herab und ich werde dort festgeschnürt. Dann kriege ich den Flogger. Die ersten zwei Schläge schmerzen – und dann wird´s gut, sie zählt fünf für mich runter. Meine Vorderseite wird bearbeitet, ich zucke unter ihren Schlägen und wieder zählt sie die Fünf. Sie streichelt meine getresste Haut, küsst mich. Dann ist Gerte dran. Ich kriege Schläge, vorn, hinten und wieder werde ich im Anschluss liebkost.  Ich grummle ein wenig. „Ich wollte dich gerade benutzen“. „Na los, schlag mich nochmal“ fordere ich sie… und wieder kriege ich fünf. Sie tritt vor mich. „Jetzt darfst Du mir zusehen“.

Sie liegt auf dem Tisch und vergnügt sich mit ihrem Vibrator. Sie stöhnt, sie presst ihre Brüste. Das tut sie auch, wenn wir Sex haben und es macht mich fast wahnsinnig, sie nicht anfassen zu können – und ich liebe es. Sie kommt, ich weiß nicht wie oft und muss im Anschluss das Tool sauber lecken. Dann werde ich befreit und bekomme einen Kuss. „Auf den Tisch“.

Ich kniee nackt auf dem Tisch, höre das Klacken der Geltube und fühle, wie ihre Hand meinen Arsch vollschmiert. Ich kriege ihren Finger. Erst ganz vorsichtig, bis ich beginne, mich zu bewegen. Sie drückt fester zu, geht den Rhytmus mit und ich bekomme den Herrendildo. Diesmal ist es anders. Die ersten Male durchfuhr mich ein Stich und ich fühlte einen dicken Fremdkörper im Unterleib. Diesmal breitet sich eine wohlige Wärme aus und ich beginne wieder mich zu bewegen. Sie lässt ab. „Du weißt, dass Du mich jetzt ficken muss“. Ich nicke.

Objekte: Update

Veröffentlicht 18/11/2012 von Pseudorebell

„Ich weiß schon eine ganze Zeit, dass Du gern einen Butt Plug hättest“ schrieb Miss Universe vor nicht allzulanger Zeit. Sie hatte Recht auch, wenn mir das erst in diesem Moment klar geworden ist. Der Weg dahin ähnelte dem der anderen Dinge, die wir so machen. Aus einer unbändigen Lust heraus entstanden haben sich unsere Bemühungen nicht nur auf Geschlechtsteile sondern auch auf den Arsch des andere erstreckt. Miss Universe entwickelte eine Technik Dinge mit ihrer Zunge zu tun, die mich augenblicklich in die höchsten Höhen der Lust katapultieren. Dann begann sie damit, meine Arschspalte nicht nur mit Zunge sondern auch mit manuell zu bearbeiten. Und wenig später steckte sie mir das erste Mal ihren Zeigefinger in den Arsch. Zu Beginn tat es wirklich weh. Es war gut, aber Schmerz spielte immer eine Rolle und so fand es nicht sehr oft Einzug in unser Spiel … bis irgendwann die Tube Gleitcreme ihren Weg zu uns fand. Dieses Schmiermittel senkt den Widerstand ganz erheblich und ich lernte das ein Arschfick sehr angenehm sein kann. Seit dem hat mich Miss Universe des öfteren „auf ihrem Finger“ wie sie es so schön nennt während ich hilflos Doggystyle vor ihre zu knien komme und mich mit Lust penetieren lasse. Das Beste: Sie mag es, möchte es nach eigenen Aussagen schon eine ganze Weile und tut es mit Ausdauer. (Und ich bin schon wieder erstaunt was mit dieser Frau alles geht und was ich alles mit ihr kann). Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte das Analabenteuer als mein Schwanz und ihre Muschi tief ineinander verschlungen waren und ich eine starke Lust auf ihren Finger in meinem Arsch verspürte. „Na los, steck mit den Finger in den Arsch Miss“ sagte ich. Miss Universe tat alles, was ihr möglich war. Leider bin ich sehr groß und mein Öberkörper hat einen gewissen Umfang, den Miss Universe nur schwer mit ihren Armen bezwingen kann – noch dazu, wenn ich über ihr bin. Am nächsten Tag erreichte mit der erste Satz dieses Posts.

Jetzt stehen wir im örtlichen Sexshop und begutachten die Waren in der Auslage. Es gibt Dildos in allen Formen und Farben. Kermit der Frosch, kleine Teufel, rosa, blau, fleischfarben, mit und ohne Glitzer, riesig, noch größer, gerade, krumm, Doppeldildos, mit 150 verschiedenen Vibrationsprogrammen, aus Glas, aus Holz, aus Silikon, für einen, für zwei und so weiter und so weiter. Die Abteilung „Men only“ ist nicht ganz so diversifiziert aufgestellt, aber die Angebotsfülle kann sich sehen lassen. Es gibt ganz kleine gerade, leicht gebogene, konische, mit Vibration, mit lustigem Comickopf, extra lang, Twisting Tom und solche, die entfernt in ihrere Form an Fenstergriffe erinnern. Wir schleichen drumherum, packen zwei aus obwohl es nicht erlaubt ist, fühlen das Material. Schließlich entscheiden wir uns für einen, der am Ende einen Ring hat und den Miss Universe darum it einer Hand bedienen kann, auch wenn ich über ihr bin.

Nach der der Show auf dem Tisch kniee ich wieder doggystyle vor ihr. Ihre Hand ist mit Gel getränkt und sie reibt meine Arschspalte. Ich spüre ihren Finger und beginne mich gegen sie zu bewegen. Irgendwann blicke ich zur Seite und sehe Miss Universe dort hocken, sich spiegelnd in der Balkontürscheibe. Eine Hand ist in mir, die andere hält das neue Spielzeug. Und dann spüre die Kälte des Silikons an der Öffnung. Sie ist vorsichtig, schiebt das Gerät langsam vorran. Ich hatte erwartet, dass es weh tut, aber das tut es nicht. Also bin ich mutig und bewege mich wieder vor und zurück. Das geht 5x gut und dann fährt das Ding mit ganzer Länge in mich. Ich brülle nicht als es gegen meine Blase drückt aber es tut doch weh. Erst will ich sagen „zieh raus“ aber dann ist der Schmerz auch schon wieder weg und ein Gefühl des gefüllt seins tritt an seine Stelle. Mein Schwanz schrumpft zusammen und wird an der Spitze extrem feucht. Ich spüre hin und frage mich, was das hier eigentlich für ein Gefühl ist.

First

Veröffentlicht 06/04/2012 von Pseudorebell

About deutet es an, ich will weiter ausholen.

Miss Universe und ich sind Kollegen. Wir kennen uns nun nahezu drei Jahre zu Beginn nur als Kollegen. Ich wusste sie ist da und genau soviel wusste sie auch von mir. Wir haben uns tatsächlich auch schon mal unterhalten – minimal – und die Schnittmenge der Interessen war klein. Aber: Gefallen hat sie mir schon immer. Bedeutung habe ich dem keine zugemessen, natürlich gefallen mir hübsche Frauen.

Es war Winter 2010 und zu unserer Schande muss ich gestehen: Es passierte auf der Weihnachtsfeier – viel mehr Klischee geht wohl nicht. Anyway.
Miss Universe ein knappes schwarzen Kleid und ich kann nur denken: Woah, was für eine sexy Frau! Ich stehe mit Kollegen rum, wir trinken ein paar Bier, essen was, stehen in der Kälte und rauchen.

Ich weiß nicht mehr, wie wir ins Gespräch gekommen sind, aber plötzlich stehen wir wenig abseits der anderen und reden. Über Sport, Musik, das Essen. Wir sind beide angetrunken und stellen uns in homöopathischen Dosen immer dichter zusammen. Wir lächeln uns an und immer wieder berühren wir uns leicht. Ein Kollege kommt dazu, sagt irgendwas und bekommt sogar eine Antwort. Aber irgendetwas treibt ihn dazu, sich mit „Ich lass euch mal allein“ schnell wieder zu verabschieden. Dann spüre ich ihre Hand auf meinem Arsch. Und ich trete noch ein wenig näher an sie ran. Also stehen wir da, nicht lange, vielleicht zwei Minuten, und halten Körperkontakt. Miss Universe sagt heute dazu, dass alles keine Absicht war und sie von Alkohol getrieben wurde. Kann sein. Aber sie hat mir an den Arsch gefasst. Und damit meine ich nicht, dass sie mit der flachen Hand wie zufällig darüber gefahren ist. Sie hat zugepackt – und nicht kurz.

Die Band spielt wieder, ich habe gefühlte zehn Bier getrunken und unterhalte mich mit Kollegen. Der tippt mich plötzlich an und sagt „Ich glaube Du wirst erwartet“. Hinter mir steht Miss Universe und sagt „Komm mit, wir tanzen“. Und wir tanzen.

Es ist irgendwas nach 23:00, ich bin mittelschwer betrunken und beschließe zu gehen. Miss Universe war zwar noch in meinem Kopf, aber gerade nicht da. Also gehe ich los ohne mich zu verabschieden. Die U-Bahn Station ist einen knappen Kilometer entfernt und auf der Hälfte muss ich pissen. Tue das auch, höre Schritte hinter mir und werde von Miss Universe überholt. Ich sage „Oh, peinlich“. Sie lacht und meint, es sei ihr egal.

Wir gehen zusammen zur U-Bahn. Das wir den gleichen Weg nach Hause haben weiß ich. Etwa folgende Gedanken bevölkerten meinen Kopf: „Was machst Du jetzt? Die Frau ist derartig scharf, dass es kaum zum aushalten ist. Kriegst Du eine Ohrfeige, wenn Du versuchst Sie zu küssen. Ist das überhaupt eine gute Idee?“ Wir sitzten nebeneinander in der Bahn und reden, ich habe keine Ahnung worüber. Dann kommt meine Station. Ich sitzte an der Fensterseite, muss also an Miss Universe vorbei, wenn ich aussteige. Im Aufstehen beuge ich mich zu ihr rüber und gebe ihr einen Kuss. Nicht auf die Wange und auch nicht mit gespitzten Lippen. Der Kuss wird erwidert und wir knutschen rum. Der Zug fährt weiter. Irgendwann kommt ihre Station, wir steigen aus und knutschen weiter. Ich drücke sie an mich und sie kann offensichlich nicht genug bekommen.

Irgendwann sagt sie von sich aus „Ich kann Dich nicht mit nach Hause nehmen, da wartet jemand auf mich“. Ich sage sowas wie „dito“ und küsse sie wieder. Und dann überwinde ich mich und frage sie einfach. Ja, einges ist dem Alkohol geschuldet, aber ich hatte auch dieses Gefühl, dass sie jemand ist, mit dem ich es tatsächlich mal versuchen könnte. „Hast Du Lust Dich ab und zu mit mir zu treffen und Sex zu haben? Nur Sex, mehr nicht“.

Pause. [Habe ich wirklich gefragt? Scheiße! Wir müssen morgen wieder arbeiten, wie soll ich ihr nochmal in die Augen schauen? Erzählt sie irgendwas rum?]

„Ja, sehr gern“

Mein Fokus ändert sich schlagartig. Alles um sie herum wird schwarz, ich sehe nur noch sie. „Echt?“ stammele ich. „Ja“ sagt sie, mindestens genau so unsicher wie ich. Dann küssen wir uns wieder. Und irgendwann verabschieden wir uns, beide mit der Frage in Hinterkopf ob das wirklich eine gute Idee ist.

Nur noch soviel: Wir haben uns in den folgenden Tagen darüber unterhalten und waren uns einig, dass wir es wollen. Es wurde ein Rahmen gesteckt und wir haben uns einge Male mehr getroffen und darüber gesprochen. Stories werden an andere Stelle erzählt.

Jagdrevier

Veröffentlicht 26/03/2012 von Pseudorebell

Wo in der Stadt sucht man ein Frau, die Willens ist, Sex mit uns zu haben? Nahe liegt eines der örtlichen Party Viertel,  also gehen wir am Wochenende los, fest davon überzeugt fündig zu werden. So auch an diesem Freitag.

Zunächst mal fahren wir das Standardprogramm ab und gehen in eine Bar, in der die Gäste dicht gedrängt stehen. Das Publikum ist eine Spur jünger als wir und rottet sich in Kleingruppen zusammen. Versuche, Blicke zu  fangen sind teilweise erfolgreich, aber ein richtiges Gespräch konnten wir keiner der weiblichen Feierwütigen aufdrängen. Also weiter, in eine der Bars wo man sich herzeigen kann und auch gern gesehen wird.

Die Musik ist schlecht, das Bier eher mäßig. Aber nach einer halben Stunde schafft es Miss Universe zwei Mädels, die an der Theke sitzen, anzuquatschen. Ich stehe ein paar Meter entfernt, halte mich an meinem Bier fest und beobachte. Dann schauen alle drei in meine Richtung und ich werde rangewunken. Wir reden über irgendwelchen Kram. Frau #1, Ruth, ist gesprächig und interessiert, Frau Nummer #2, Sonja, zieht eher ne Fresse und schaut so, als hätte sie nie etwas Langweiligeres erlebt.  Aber hey, da ist Potential nach oben. Also setzte ich mich ihr gegenüber und rede über Musik und ihren Arbeitsplatz. Dann muss ich austreten, Miss Universe kümmert sich weiter um Ruth. Als ich wieder komme steht sie abseits der Beiden und ich frage „Was geht?“. Genau dass hat Ruth auch Sonja gefragt – und zwar in Bezug auf mich. Allen Anschein nach war Sonja nicht von mir angetan – da geht also nix.

Wir beschließen die Location zu wechseln und müssen ein paar hundert Meter gehen. Unterwegs freuen wir uns über Ruth und Sonja und lachen über den Korb, den ich zwar nicht bekommen habe, der mir aber sicher war. Aber wohin jetzt? Unsere Nase führt uns in die Richtung einer Bar, in der wir bisher zwar auch nicht erfolgreich waren, aber man hat Platz und die Musik stimmt im Grenzwert. Auf dem Weg kommen wir an einer Kneipe vorbei, die so klein ist, dass sie als solche nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Aus einer halb geöffneten, schäbigen braunen Tür dröhnen die Foo Fighters. Wir tauschen zwei Blicke und gehen rein. Wir versuchen es zumindest. Dieser Laden ist wirklich wirklich voll. So voll, dass man mit den Armen an den Körper gepresst stehen muss und auf dem Weg zur Toilette alle Gäste einmal gestreift hat. Und der Laden ist wirklich klein. Ein schlauchförmiger Raum, gefühlte 20 m². Wir ziehen ein Bier an der Bar, schauen uns um und stellen eigentlich sofort fest: HIER geht was.

Das Publikum ist bunt, Leute allen möglichen Alters, die Musik ist laut und man muss sich anbrüllen. Und es geht ums Anmachen und angemacht werden. Diese Stimmung liegt über allem und alle versuchen so viele Blicke wie möglich zu tauschen. Wir drängeln uns an der Bar lang und es dauert nicht lange bis Miss Universe angequatscht wird. Neben mir stehen zwei – Mädels würde ich nicht mehr sagen, dafür waren sie zu alt – und irgendwie komme ich ins Gespräch. Ihr war schon aufgefallen, dass ich und Miss U. irgendwie zusammen gehören und sie fragt mich danach. Ich antworte nichtssagend aber geheimnisvoll, sie wird neugierig und behauptet es zu wissen. Sie druckst rum, kramt einen Zetteln aus ihrer Tasche und schreibt etwas darauf. Sie gibt mit den Zettel uns meint, sie hätte es darauf geschrieben. Dort steht einigermaßen unleserlich „Ihr beide habt Sex miteinander“. „Stimmt“ sage ich, „hättest Du vielleicht Interesse mit uns beiden Sex zu haben“. [Die Frage tut beim zweiten mal gar nicht mehr weh, diese Story wird an anderer Stelle erzählt]. Sie sagt „Ne, ich teile nicht so gern, aber ich würde gern mit Dir schlafen“. Und schon reden wir ganz sachlich darüber, warum ein Dreier mit Miss Universe und mir eine gute Idee ist oder eben auch nicht. Am Ende fange ich einen Kuss.

Wir haben zwar keine Frau gefunden, dafür aber den perfekte Laden um weiter zu suchen. Diesen Ort werde ich wohl immer  mit unserem gemeinsamen Projekt verbinden. Und er hat die Erkenntnis gebracht, dass es geradezu spielerisch einfach ist jemanden für eine One-Night Stand zu finden.