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Alle Beiträge aus dem Monat Januar 2014

Im Rücken

Veröffentlicht 26/01/2014 von Pseudorebell

Wir haben es noch mal auf alle erdenklichen Arten getan. Jeder zwei mal oben, mit viel Berührung, Miss Universe unkontrollierten Schlägen auf meine Brust, Küssen, Lecken und Kommen. Und jetzt liegt sie dort vor mit und wendet den Blick ab. In dieser Situation lasse ich sie in Ruhe. Sie braucht das, muss drei Minuten durchatmen und wieder zu sich finden. Und es ist ok, ich habe gelernt damit umzugehen.

Und dann liegt sie plötzlich auf meinem Rücken. Ich atme gegen ihr Gewicht, spüre ihren Atem in meinem Nacken und fühle ihren nackten Körper und die Wärme, die er abstrahlt. Ich mache die Augen zu und schwebe mit den Gedanken ein wenig davon.

Als sie aufsteht wischt sie über meinen Rücken. Da klebt Wimperntusche dran.

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Kuschelhund

Veröffentlicht 26/01/2014 von Miss Universe
 Es ist Zeit für etwas Neues. Ich hatte ihn gefickt wie eine durchgedrehte Furie – ein Modus, in den ich manchmal komme wenn ich mir die Beherrschung gewaltsam austreibe und der nie mit einem Orgasmus, dafür zwingend in japsender Erschöpfung endet. Dann wollte er mir bei der Selbstbefriedigung zusehen, aber daran war in diesem Moment auch nicht zu denken. Also erbarmt er sich und sagt: „Knie dich mal hin.“

Ich bin dankbar, denn in dieser Situation mag ich es ihm abgewandt zu sein. Mein Gesicht, mein Herz sind außer Reichweite, wenn er mich von hinten nimmt. Der Spiegel wird nur für „Nimm den Kopf hoch, ich will deine Titten sehen“ benutzt. Ich kann nicht viel anderes tun als gegenhalten und den Beckenboden anspannen. Nimm mich einfach.

Aber der Pseudorebell nimmt plötzlich das Tempo heraus. Anstatt sein Becken gegen meines zu knallen, tastet er sich nur mit der Spitze in meine überreizte Pussy. Innerhalb von Sekunden habe ich meine Empfindsamkeit wiedergefunden. Das blinde Wüten ist einem bebenden Sehnen zum Opfer gefallen. Ich spüre wieder milimeterweise, wie er sich in mir bewegt. Die Genauigkeit, mit der ich den streichenden Griff auf meiner Kruppe wahrnehme, erschüttert mich mehr als es ein noch so heftiger Stoß gerade könnte.

Als ich glaube, es kaum mehr erwarten zu können, kommt er immer noch beinahe quälend langsam ganz tief zu mir. Die eine Hand hält weiterhin meine Hüfte im richtigen Winkel gegen ihn gepresst. Die andere wandert über meinen gesamten Rücken und findet Halt an der Achillesferse in meinem Nacken. Wenn ich es vorher noch nicht getan hätte, ich ergäbe mich in diesem Moment wie ein Kätzchen in den Griff seiner Mutter. Er hält mich am oberen und am unteren Ende meines Rückens. Meine Wirbelsäule spannt sich dazwischen wie eine Pleuelstange. Ich bin gehalten an diesen beiden Endpunkten meines Leibes, ganz in seine Hände ergeben.

Er führt die Bewegung milimetergenau. Diese Position hat sich noch nie so blümchenhaft angefühlt. Ich empfinde es plötzlich – vielleicht im Gegensatz zu meinem wilden Ritt vorhin – als unendlich sanft und innig. Ich sehe keine Augen, ich fühle fast keine Haut. Ich nehme nicht die Wärme und Schwere seines Körpers an meinem wahr, und doch meine ich, in diesem Moment eine unbegreifliche Nähe zu spüren. Nur ganz zögerlich seufzend nimmt die Lokomotive Fahrt auf.

Wechselkuss

Veröffentlicht 25/01/2014 von Miss Universe
Wir treffen uns am Stundenhotel. Wie manchmal zur „Stoßzeit“ bekommen wir nicht sofort ein Zimmer, sondern müssen nach der jovialen Begrüßung kurz warten. Dafür gibt es einen Barraum, der achtsam in beinahe totaler Dunkelheit gehalten wird. Einen Moment lang stelle ich mir immer vor, wie versifft der Teppich wohl sein mag, wie abgewetzt die Kunstledersofas, dass nicht einmal das sonst gerne verwendete Rotlicht eine Option ist. Beinahe immer sitzt auch in irgendeiner Ecke kaum zu erkennen ein Freudenmädchen, das gerade sein Handy auflädt oder sich einfach nur kurz aufwärmt.

Erst nutze ich die Zeit nur, um schon einmal einen Teil der Winterbekleidung von mir zu werfen. Dann denke ich, wir können ebenso gut beginnen – Gespräche werden sowieso überbewertet. Ich beuge mich über den Pseudorebell und fange an ihn zu küssen. Es muss etwas sein, das von ihm ausgeht. Dieser Kuss saugt mich nicht ein oder drückt mich mit Macht in die Geilheit, so wie sich die meisten oralen Attacken des Pseudorebells anfühlen.

Stattdessen ist es vollkommen schön und friedlich. Aus der denkbar unpassendsten Situation entsteht einer dieser Sahne-Momente. Ich meine noch ein leicht genervtes Seufzen aus der hinteren Ecke zu hören, bevor der Himmel über mir aufreißt und die plüschige, abgestandene Dunkelheit um mich herum mit der Wärme und frischen Klarheit eines Frühsommertages überstrahlt. Mitten im Puff, während wir auf Sex nach der Uhr warten, habe ich plötzlich einen Kuss, der sich so schön, so zweck- und zeitlos und beinahe unschuldig anfühlt, dass ich ihn schlicht für unwirklich halte. Aber selbst der eben noch fröhlich aufgeräumte Chef fragt plötzlich fast schüchtern an, ob wir jetzt Zimmer 8 nehmen wollen.

Co-Phantasie: Sie schaut zu

Veröffentlicht 19/01/2014 von Miss Universe
Irgendwie klappt es mit den Terminen gerade nicht. Also entlasse ich den Pseudorebell ins Wochenende mit dem halbernsten Ratschlag, er möge doch ähnlich hübsch sublimieren, wie beim letzten Mal. Er packt an. Und wenn er schon einmal ausführlich phantasiert, dann gerne etwas Neues. Heraus kam dieser Text, den ich in Einrückungen um meine Perspektive ergänzt habe. Insgesamt ist es ein schönes Beispiel für die Art und Weise, wie wir uns an neue Themen heran tasten.
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Als ich Dir die Augenbinde runter nehme zitterst Du. Vielleicht hast Du Angst oder bist einfach nur ein bisschen aufgeregt, wie Du da so stehst. Breitbeinig die Füße gefesselt, die Hände nach oben gebunden. Deine Augen müssen sich kurz an das bisschen Licht gewöhnen und als Du mich ansiehst, erstarrt Dein Blick und bleibt an den beiden feinen Händen hängen, die sich von hinten auf meine Brust legen.  Und die jetzt beginnen, sich über meinen Körper zu bewegen.
Wo kommt die jetzt her? Mein erster Impuls ist hinzugehen und zu klären, aber ich bin zum stehen und zusehen verdammt. Also sehe ich zu. Und es ist durchaus hübsch anzuschauen, wie diese zarten Finger über die ausgedehnte Fläche deines Oberkörpers wandern. Wie hynotisiert folge ich ihnen mit den Augen, nur ganz langsam realisierend, dass das keins von mephas animierten GIFs ist, sondern echt.Da kneifen die hübschen Finger in deine Brustwarze. Du saugst Luft ein und drehst den Kopf genussvoll ein wenig in den Nacken. Meine Augen folgen automatisch der Bewegung – und bäm!: Ich sehe in dein Gesicht. Erst in dem Moment, wo ich die Begeisterung in deinen Augen lese, verstehe ich, dass die Szene nicht nur echt, sondern auch mit dir ist.

Ich trage noch Jeans und Du kannst erahnen, dass der Körper hinter mir nackt ist. Du siehst, wie ihre Finger in meine Haut greifen, den Gürtel öffnen, sich in meine Shorts schieben und sie nach unten ziehen. Du starrst auf meine Erektion und darauf, wie die eine Hand sie geschickte fasst während die andere ihre Kuppen in meine Lende drückt.
Das gleiche Spiel erneut. Ich folge mit den Augen den schönen Fingern, wie sie deinen aufgerichteten Schwanz befreien und beherzt zugreifen. Ich kann beinahe sehen, wie gut sie es macht. Mein Blick wandert zurück in dein Gesicht und da ist es alles: Genuss, Geilheit, Begeisterung. Ich hätte schon längst die Augen geschlossen, aber du schaffst es, deinen Blick in meinem zu verankern, und es passiert etwas Wunderschönes: Wenn ich eben schon dachte, ich könnte mitfühlen mit deinem Schwanz, dann ist das nichts gegen die Intensität mit der ich meine, die Empfindungen aus deinem Gesicht lesen zu können. Deine Augen bekommen diesen glasigen Ausdruck, der entsteht, wenn die Geilheit beginnt die Realität einzutrüben, aber sie hängen immer noch an meinen, und ich habe das großartige Gefühl, du würdest mit mir teilen.
Ich werde gedreht und sie drängt mich zwei Schritte rückwärst, damit ich Dich mit Rücken und Arsch berühre. Nun siehst Du nichts anderes als meine Nacken. Aber Du kannst meinen schweren Atem hören. Und Du weißt genau, wie es klingt, wenn man einen Schwanz leckt. Es mag Dir gefallen, dass ich gegen Dich gedrückt dort stehe. Doch dann legt sie ihre Hände auf meine Arsch und berührt damit gleichzeitig Dich. Und das gefällt Dir noch viel mehr nicht wahr?
Ich stehe dort hilflos aufgehängt und fühle mich alles andere als ein stiller Beobachter. Das Blut ist mir zwischen die Beine geschossen und ich werde immer feuchter, während ich dir zuhöre, wie du ganz offensichtlich gut geblasen wirst. Ich hätte gedacht, dass ich diese Geräusche nur deshalb so liebe, weil ich die Macht habe sie zu verursachen. Aber jetzt stelle ich fest, dass ich mich tatsächlich einfach an deinem Genuss erfreuen kann.Ich lehne mich in meine Fesseln und spüre deine Rückseite an meiner Brust. Mein Gesicht schmiegt sich zwischen deine Schulterblätter, mein heißes Geschlecht drückt sich an deinen Hintern, und ich fühle, wie sich die Spannung in deinem Körper weiter aufbaut. Vielleicht fühlst du meine Brüste. Ich fühle jedenfalls deine Energie und mich noch immer teilhabend. Da schieben sich ihre Hände auf Höhe deines Pos zwischen uns. Auch das fühlt sich nicht nach Trennung an. Sie knetet deinen Hintern, und ihre Fingerknöchel drücken sich dabei in meinen geschwollenen Lippen. Ich dränge mich dagegen so weit ich kann.

Siehst Du zu? Schau doch hin, wie sie dort auf dem Bett liegt. Ihr unterer Rücken ist durchgedrückt weil mein Kopf  zwischen ihren Beinen wühlt. Und auch davon kennst Du das Geräusch. Und welchen Anblick mag ich erst abgeben. Bäuchlings liegend, ein Bein angewinkelt biete ich Dir frei Sicht auf die Rückseite meines Körpers. Und wo ich Dich eben noch vergessen hatte, höre ich Dich jetzt. War das ein Geräusch der Anstrengung vom Stehen oder eines der Lust?
Ich sehe, jetzt wieder mit ein bisschen Abstand. Was für eine schöne Frau. Mein Blick wandert über deinen Rücken hoch zu ihrem Gesicht. Es empfindet Genuss, ist aber noch nicht von Leidenschaft verzerrt. Ich sehe genau zu, wie es auf deine Zunge reagiert, und stelle fest, dass ich auch mit ihr miterleben kann. Ich kann das Zucken ihres Körpers beinahe mit meinem fühlen. Ich meine, deine Zunge selber zwischen meinen Beinen zu spüren und stöhne auf.
Ich leite sie aus dem Bett und lasse sie sich frei im Raum nach vorne beugen, so, dass sie mit der Seite zu Dir steht.  Und diesmal sehe ich, dass Du hinstarrst als mein Schwanz in sie fährt. Du schaust ja richtig fasziniert zu, wie ich in sie stoße und mein Geschlecht benetzt mit ihren Saft wieder herauskommt. Wie ich schneller werden, es ihr fester mache, sie in der Hüfte fasse. Wie sie die Stöße genüßlich aufnimmt, ab und zu mit dem Körper nach oben schnellt, wenn ich ihren GPunkt erwische und wie sich ein glänzender Schweißfilm auf ihrem Rücken bildet.
Natürlich seht ihr gut aus. Beinahe rührt mich, diese kraftvolle Grazie, mit der ich dich sonst nur zu spüren pflege, plötzlich von außen sehen zu können. Es beeindruckt mich zu verfolgen, wie du einerseits führst und gleichzeitig suchst sie zu verstehen und ihr zu geben, was sie braucht. Ihr Gesicht verzerrt langsam. Sie keucht und schwitzt. Du wirfst mir einen letzten begeisterten Blick zu, bevor du dich ganz ihr widmest. Ich verpüre so eine Art unsinnigen Stolz, wie gut du das machst.
Schließlich landen wir wieder im Bett. Du siehst nur ihren Rücken und meine Beine. Und natürlich, wie sie sich nach hinten streckt, mit einer Hand rücklings abstützt, die andere an ihren Titten und auf meiner harten Stange vor und zurück rutscht.  Du weißt auch wie es sich anhört, wenn ich komme.
Als ich keine Gesichter mehr habe, bleibt mein Blick auf diesem hübschen Frauenrücken in Bewegung hängen. Dafür spitze ich meine Ohren mit aller Kraft. Wieviele Geräusche sie dir entlockt! Es muss sehr gut sein. Zum ersten Mal empfinde ich einen Anflug von Eifersucht. Aber er verfliegt, als du laut und mit freudiger Kraft kommst. Ich muss lächeln, so glücklich klingst du.
Sie löst Deine Handfesseln, gibt Dir einen Kuss auf die Lippen und flüstert „viel Spaß“ in Dein Ohr. Dann schließt sie die Tür hinter sich.

Du machst mich nur von der Decke los, legst mich noch immer gefesselt hin und schenkst mir deine volle Aufmerksamkeit an den gewissen drei Punkten gleichzeitig, so dass mein aufgeregter Körper innerhalb von drei Minuten auf deiner Hand einen befreienden Höhepunkt erlebt. Wir grinsen uns an.

Schieflage

Veröffentlicht 18/01/2014 von Miss Universe
Wir haben Zeit, und die nehmen wir uns. Einerseits haben wir die Mittagspausen so weit optimiert, dass sie manchmal für drei bis vier Orgasmen inklusive Imbiss reichen. Andererseits können wir stundenlang miteinander spielen, ohne Höhepunkte zu jagen, wenn keiner auf die Uhr zu schauen braucht. Insbesondere der Pseudorebell hat erstens sowieso nie genug und zweitens im Bezug auf den eigenen Orgasmus plötzlich eine Engelsgeduld.
Nach über zwei Stunden, mitten in einem Führungswechsel, der mich nach unten befördert – etwas, das mich normalerweise erfreut am Ende einer Bestimmerphase – blockiert plötzlich etwas in mir. Ich will aus dieser Nähe heraus, mich waschen, weg. Ohne es zu verstehen, mache ich es deutlich, und es ist sofort Schluss. Wir räumen das Feld und verwandeln uns kurzfristig in diese anderen Menschen, die im öffentlichen Raum zusammen ein Bier trinken.
Wieder einmal bin ich heilfroh, dass der Pseudorebell völlig entspannt mit solchen Zwischenfällen umgeht, sie nicht zu Tode analysieren und erst recht nicht zwanghaft unsicher auf sich selbst beziehen muss. Stattdessen sitze ich gerade gerne neben ihm, frage, wer zugegen war, während er mir den Hintern versohlte, und erzähle, wie ich die Schläge dieses Mal erlebt habe. Ich fühle mich wohl, habe aber immer noch keine Lust.

Nun misst sich der Erfolg einer Session nicht in der Anzahl der Orgasmen. Wir haben so innig gefesselt. Ich habe blind und verschnürt Schläge erhalten. Er hat mich mit meinem Vibrator und ich ihn mit meinen Fingern traktiert. Aber ein wenig merkwürdig ist dieses Ende ohne Höhepunkt eben doch. Nach kürzester Zeit merke ich zudem, wie zunächst die interessierten Blicke des Pseudorebells wieder in meinen nicht einmal vorhandenen Ausschnitt wandern. Es folgen die Hände.

Was auch immer in mir schief liegt, es hakt noch immer. Er hat mich nicht wie so oft innerhalb von Sekunden auf Betriebstemperatur. Ich habe einfach gerade keine Lust. Aber ich habe auch keine Lust, mich darüber weiter zu wundern. Also mache ich diesen merkwürdigen Vorschlag: „Entweder wir gehen jetzt nach Hause – oder Du störst dich einfach nicht daran, dass ich gar nicht will.“ Ein Satz, den ich in jeder anderen Beziehung als der, die wir eben haben, nicht einmal gedacht hätte – zumal ich mir sicher sein kann, dass der Pseudorebell sehr genau versteht, dass ich gerade nicht aus der Vorgeschichte ein Rollenspiel für ihn inszeniere, sondern das durchaus so meine, wie ich es gesagt habe.

Er steht auf, und los geht’s. Ich kann es kaum glauben. Für ihn scheint es keine Barriere zu geben, an einem unwilligen Partner sexuelle Handlungen auszuführen. Natürlich hat er meine ausdrückliche Zustimmung. Aber ich an seiner Stelle hätte unüberwindliche Hemmungen so etwas zu tun. Oder wäre mindestens unsäglich abgetörnt. Vielleicht macht er sich auch gar keine Gedanken in diesem Moment und beschließt es auszuprobieren, wie er eben einiges auszuprobieren bereit ist, ohne den Ausgang vollkommen einschätzen zu können.

Zunächst entspannt es mich, eine Ansage zu haben und zu wissen, dass nichts von mir erwartet wird. Der Pseudorebell versteht sehr gut, dass er mir jetzt nicht zärtlich zu kommen braucht, sondern fasst mich verbal und handgreiflich hart an. Es fühlt sich an, als würde er tatsächlich sein Ding durchziehen. Das Machtgefüge hat plötzlich eine Schieflage, die sich anders reizvoll anfühlt als sonst. Ich ordne mich nicht unter, sondern bleibe neutral. Das ist Sex, der gar nicht zwischen zwei Menschen stattfindet. So etwas hatte ich noch nie.

Nach und nach beginnt die Situation mich zu reizen. Ich finde es geil, so unbeteiligt benutzt zu werden. Ich verspüre plötzlich den Drang nun doch Theater zu spielen. Ich habe den Impuls Langeweile zu demonstrieren und besonders unbeteiligt zu tun, damit er seinerseits die Dominanz verstärkt. Ich will ihn reizen, aber ich traue mich nicht ganz. Immerhin begann das hier mit Ehrlichkeit. Stattdessen überlasse ich mich der Erregung, die dieses Genommen werden in mir auslöst. Und ehrlicherweise bin ich dann doch irgendwann dabei. Der Appetit kommt mit dem Essen. Oder ein guter Fick rückt einiges wieder gerade.

Express II

Veröffentlicht 16/01/2014 von Pseudorebell

Wir sind zum Spielen in der Fetischburg. Ich fesselte ihr ein wirklich hübsches Kleid aus roten Seilen und gab ihr den Flogger. Aber irgendwann haben wir den Faden verloren und gehen ein Bier trinken.

„Ich fühle mich unsexy“ sagt sie. Ich küsse sie und sage ihr, dass ich sie später gern noch über den Holzbock legen möchte. Sie antwortet nicht.

Als das Bier leer ist meint sie „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder gehen wir jetzt nach Hause oder Du kommst damit klar, dass ich nicht will.“. Ich denke gar nicht darüber nach, stehe auf und gehe in die große Halle – sie folgt mir. „Bück Dich“ weise ich sie an und bekomme in diesem Moment einen Erektion. „Fass ihn an“ fordere ich sie auch. „Du willst es auf die harte Tour, ne?“ meint sie. Ich verstehe es nicht, sie fasst mich an und reibt meinen Schwanz. Dann dreht sie sich wieder, und hält sich an Holzplanke vor ihr fest. Als ich in sie fahre stöhnt sie auf. Ich mache es für mich, ohne Rücksicht auf sie, stoße sie fest, kralle meine Hände in ihren Hintern. Es dauert nur einen kurzen Moment und sie bewegt sich gegen mich, stöhnt wieder und scheint Spaß zu haben.

„Na los, setz Dich mal da auf die Streckbank.“ Als sie sich setzen will verweise ich sie weiter auf einen Holzbock und direkt danach auf ein kurze Pritsche an der Wand. Sie zieht sich behelfsmäßig die Hose aus. Nur über ein Bein. „Das reich wohl?“. „Ja“ sage ich selbstherrlich, „das reicht“. Und dann kolidieren unsere Köper. Sie drängt sich mir entgegen. Ich halte sie an der Hüfte und wir vögeln schnell und geil.

Als wir nach Hause fahren findet sie es fazinierend, dass ich mich das so getraut habe und überhaupt in der Lage war, Lust aufzufahren. Daraufhin bin ich mir nicht sicher, wie gern sie dabei gerade mitgemacht hat. Aber als wir auseinander gehen meine ich zu wissen, dass es so genau richtig, gut und geil war.

Notizen aus der Mittagspause IX

Veröffentlicht 14/01/2014 von Miss Universe
Wie üblich drücke ich mich um das Gefriemel mit dem Kondom. Irgendetwas klappt nicht, und die hektische Suche in mehreren Jackentaschen scheitert. Das hierüber geäußerte Bedauern kann ich bereits in diesem Moment, wie aus einer Vorahnung, nicht ganz teilen.

Schon zuvor hatte er mir die Finger zwischen die Lippen geschoben und dieses hübsche Geräusch des gleichzeitigen Ausdrucks von Freude, Überraschung und Erregung von sich gegeben, als er den Quell der Feuchtigkeit dort entdeckte. Er war sogar in die Knie gegangen, um mich irgendwie im Stehen zu lecken – ein Unterfangen, das mir zunächst eher rührend aussichtslos erschien, dann aber erstaunlich erfolgreich war, weil der Druck, den meine Schenkel erzeugen, meiner Erregung in dieser Haltung sehr zuträglich ist.

Jetzt liegt schon seit einiger Zeit meine eigene Hand über dem Kitzler und verlängerte meine Kurve, während er friemelte und suchte. Der Pseudorebell lässt sich davon nicht stören und schiebt seine Hand zusätzlich zwischen meine Beine. Er weiß, dass ich bereit bin, und stellt mit Nachdruck den Zustand her, welchen er als „auf dem Finger halten“ bezeichnet. Wahrscheinlich handelt es sich sogar um zwei Finger, aber das ist für meine Begeisterung unerheblich.

Er krümmt die Hand, und ich schlucke. Meine Perle klingelt unter meinen eigenen wissenden Fingern. Seine starke Hand drückt mich von unten beinahe die Wand hinauf. Und seine Fingerkuppe massiert meinen G-Punkt. Als wäre das nicht genug, zwirbelt die andere Hand meine Brust auf genau die Weise, die mich sowieso schon rasend macht. Ist diese Gleichzeitigkeit geil!
Und ich kann es so wunderbar genießen, obgleich mir in dieser frontalen Sicht immer wieder auffällt, dass er mich ständig auf diese eigentümliche Weise anlacht. Ein paar Mal stupse ich die obere Hand, damit er nicht nachlässt, meine hocherregte Brustwarze zu triezen. Ein paar Mal bete ich stumm, dass er jetzt bloß so weiter macht, wie er es gerade tut, weil mir klar ist, dass er eine Kombination gefunden hat, die mich innerhalb kürzester Zeit kommen lassen wird.

Wahrscheinlich weiß er schon, dass er mich über die Kante schubst, als er seinen Kopf in meine Bluse wühlt und mit scharfer Zunge meine Knospe zu überschießender Blüte treibt. Der Orgasmus kommt über mich wie ein Erdbeben. Alles zuckt, meine Beine können mich kaum halten und ich klammere mich nicht nur an seinem Oberkörper fest, weil ich ihm nahe sein will in diesem Moment. Angeblich habe ich mehrfach „oh, Gott“ gesagt – ein Ausspruch, der so unoriginell und unpassend ist, dass ich ihn grundsätzlich vermeide, wenn ich bei Sinnen bin.

Als ich zu mir komme, klopft ein Herz sehr nachdrücklich an meiner Brust, das ich nach einigem unsinnigen Differenzieren als seines zu erkennen glaube. Wie gerne würde ich meiner Freude über diesen Ausgang des vermeintlich bedauerlichen Zwischenfalls einen passend außergewöhnlichen Ausdruck verleihen. Aber mir fällt nichts besseres ein, als mit der gleichen frohen Begeisterung wie immer seinen Schwanz in meinen Mund, auf meine Zunge, in meinen Rachen, auf mein Gesicht zu nehmen und beglückt seine Hoden zu lecken, bis er in meiner Mundhöhle kommt. So eröffnet er mir auch 30 Sekunden später, er wolle noch einmal…