Kuschelhund

Veröffentlicht 26/01/2014 von Miss Universe
 Es ist Zeit für etwas Neues. Ich hatte ihn gefickt wie eine durchgedrehte Furie – ein Modus, in den ich manchmal komme wenn ich mir die Beherrschung gewaltsam austreibe und der nie mit einem Orgasmus, dafür zwingend in japsender Erschöpfung endet. Dann wollte er mir bei der Selbstbefriedigung zusehen, aber daran war in diesem Moment auch nicht zu denken. Also erbarmt er sich und sagt: „Knie dich mal hin.“

Ich bin dankbar, denn in dieser Situation mag ich es ihm abgewandt zu sein. Mein Gesicht, mein Herz sind außer Reichweite, wenn er mich von hinten nimmt. Der Spiegel wird nur für „Nimm den Kopf hoch, ich will deine Titten sehen“ benutzt. Ich kann nicht viel anderes tun als gegenhalten und den Beckenboden anspannen. Nimm mich einfach.

Aber der Pseudorebell nimmt plötzlich das Tempo heraus. Anstatt sein Becken gegen meines zu knallen, tastet er sich nur mit der Spitze in meine überreizte Pussy. Innerhalb von Sekunden habe ich meine Empfindsamkeit wiedergefunden. Das blinde Wüten ist einem bebenden Sehnen zum Opfer gefallen. Ich spüre wieder milimeterweise, wie er sich in mir bewegt. Die Genauigkeit, mit der ich den streichenden Griff auf meiner Kruppe wahrnehme, erschüttert mich mehr als es ein noch so heftiger Stoß gerade könnte.

Als ich glaube, es kaum mehr erwarten zu können, kommt er immer noch beinahe quälend langsam ganz tief zu mir. Die eine Hand hält weiterhin meine Hüfte im richtigen Winkel gegen ihn gepresst. Die andere wandert über meinen gesamten Rücken und findet Halt an der Achillesferse in meinem Nacken. Wenn ich es vorher noch nicht getan hätte, ich ergäbe mich in diesem Moment wie ein Kätzchen in den Griff seiner Mutter. Er hält mich am oberen und am unteren Ende meines Rückens. Meine Wirbelsäule spannt sich dazwischen wie eine Pleuelstange. Ich bin gehalten an diesen beiden Endpunkten meines Leibes, ganz in seine Hände ergeben.

Er führt die Bewegung milimetergenau. Diese Position hat sich noch nie so blümchenhaft angefühlt. Ich empfinde es plötzlich – vielleicht im Gegensatz zu meinem wilden Ritt vorhin – als unendlich sanft und innig. Ich sehe keine Augen, ich fühle fast keine Haut. Ich nehme nicht die Wärme und Schwere seines Körpers an meinem wahr, und doch meine ich, in diesem Moment eine unbegreifliche Nähe zu spüren. Nur ganz zögerlich seufzend nimmt die Lokomotive Fahrt auf.

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