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Alle Beiträge aus dem Monat April 2014

Freiluftkopfkino

Veröffentlicht 27/04/2014 von Miss Universe
Ich liege auf dem Rücken im Gras. Es ist einer der zufriedensten Momente des Jahres. Durch meine Adern schwemmen schon ein paar Stunden frische Luft und Sonne, zwei Bier und ein langsam abklingender Geschlechterrausch. Es ist still und einsam. Die Abenddämmerung setzt erst langsam ein. Ich bin nackt, und die friedliche Pseudorebellenhand auf meinem Bauch ist gerade an der Schwelle wärmer zu werden als die unbewegte umgebende Luft.

Fast unmerklich beginnt er Druck auszuüben. Es ist unklar, ob er wirklich schon wieder Lust hat oder einfach nur zu spielen beginnt. Aber ohne Bewegung fühle ich, wie die Fingerkuppen den Druck auf meinem Unterbauch leicht variieren. Es ist in höchstem Maße angenehm. Vielleicht ebenso minimal werden meine Atemzüge tiefer. Dann hat er es gemerkt, und fängt an zu agieren.

Die Finger streichen über meine Leiste, erst sanft, dann fester. Unwillkürlich drücke ich den Rücken durch, um den Bauch noch mehr unter Spannung zu bringen. Zum Glück sieht er nicht, wie mir das Blut zwischen den Beinen zusammen läuft. Sonst begänne er sofort wonnig darin herumzuwühlen. Tut er aber nicht. Stattdessen dehnen sich die Kreise seiner Finger weiter bis auf die Vulva. Mein Unterleib steht unter britzelndem Kriechstrom.

Mir knickt der Kopf zur Seite, und meine Lippen schnappen nach seiner Schulter. Ich will Haut daran spüren. Unfassbar, wie sehr er nach Sonne und Reinheit riecht. Ich lecke die warme, duftende Oberfläche, seufze vor Glück, und werde sofort eine Oktave tiefer, als er die Hand komplett über meinen Venushügel legt. Einige Momente hält er still nur den Druck. Gleich wird er die Finger vorschieben und spüren, wie nass sie ihn erwarten.

Stattdessen senkt sich sein Mund über meine Brustwarze, die ihn von mir unbemerkt wahrscheinlich schon länger gespitzt erwartet. Es ist unglaublich, was für ein Feuerwerk das auslösen kann! Jede Berührung wird aufgefangen, verstärkt und löst kleine Blitze und Explosionen in mir aus. Gierig packt meine Hand seinen Kopf und hält ihn fest, damit er auf keinen Fall aufhört. Unter meinem Gestöhn verstärkt sich auch der Druck auf mein Geschlecht. Mein Becken kreist ihm ungeduldig entgegen.

Endlich glitschen die gekrümmten Finger in die sie empfangende Feuchtigkeit. Ob er es an meinem aufgebäumten Rücken erkennt oder einfach von alleine weiß, sie halten sich nicht mit der Klitoris auf, sondern drängen sich sofort hinein, mein wachsendes Verlangen nach Penetration erfüllend. Die tastenden Kuppen reiben jetzt meinen Hotspot. Erfreulicherweise vergisst er darüber nicht den Kuss meines Nippels, der leicht beißend wird und mich fast in den Wahnsinn treibt.

Ich bin an dem Punkt, an dem ich unbedingt kommen will, und es wäre auch bald so weit. Aber ein übermächtiger Wunsch nach Schwanz zwingt mich in Aktion. Mit überraschender Kraft rolle ich ihn herum, greife mir das Objekt der Begierde und stelle fest, dass es mich ebenso dringend erwartet. Ich führe ihn zu meiner Mitte und schaffe es, dieses erste entlang Fahren an allen Nerven aufrichtig zu genießen.

Ich starre ihn an und sehe riesenhafte Aufmerksamkeit. Was ich will, ist aber auch seine Lust. Entschlossen, gierig, beinahe wütend verstärke ich die pumpenden, kreisenden Bewegungen meiner Vagina mit dem ganzen Körper. Mit geschlossenen Augen spüre ich diese Vereinigung. Als ich Hände an meinen Hüften wahrnehme, die meinen wilden Tanz unterstützen und steuern wollen, schaue ich noch einmal in das Gesicht unter mir. Diesmal trägt es den ersehnten Ausdruck völliger Absorption. Ja, das ist geil.

Mit einer Art Triumphgeheul versetze ich ihm einen weiteren Stoß, der letztlich nur mich erzittern und krampfend kommen lässt. Als ich wieder die Augen öffnen kann, grinst er mich tatsächlich schon wieder an. Im ersten Affekt will ich ihm fast eine kleben ob der vermeintlichen Überlegenheit. Dann erfasst mich Welle der Zärtlichkeit, und ich beuge mich herunter ihn zu küssen. Es dauert nur Sekunden, bis dieser Kuss die Farbe ändert und ich sein Becken mir rhythmisch entgegen drängen spüre.

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Kleines Wiedersehen

Veröffentlicht 26/04/2014 von Miss Universe
Es ist das erste aufeinander Treffen nach der Osterpause. Ich bin nicht besonders aufgeregt, und neben dem Pseudorebell herzulaufen, fühlt sich sofort an wie meistens: unaufgeregt, unkompliziert, angenehm. Ich weiß, dass er das anders erlebt, aber ich bin ganz schnell in einem freundschaftlichen, beinahe schon brüderlichen Modus. Der hält an, bis wir ungestört sind.

Er weiß, dass er bei mir erst den Schalter umlegen muss, und außerdem ist er ohnehin ungeduldig. Nach kürzester Zeit habe ich seinen Finger an meiner vorderen Scheidenwand und seinen Mund an meiner Brust. Es ist faszinierend, wie hart verdrahtet das funktioniert. Er weiß genau, wo er anfassen muss, damit mein Körper in der gewünschten Weise reagiert. Meine Erregung nimmt keinen Umweg über das Hirn.

Ich schnappe mir seinen Schwanz und weiß schon jetzt, dass ich ihn möglichst bald in mir spüren will. Kurz darauf drehe ich mich unaufgefordert um, beuge mich vor und spreche damit die deutliche Einladung aus. Schon die Hand, die ohne Zögern pragmatisch meine Hüfte packt und in Position zieht, macht mich an. Ich will heute genommen werden. Ich bin gieriger auf den Energietransfer als auf das zarte Prickeln und Gefühle.

Dabei kann ich auf den Pseudorebell zählen. Er braucht keine Motivation, um mir Gewalt anzutun, wenn er merkt, dass ich darauf aus bin. Erst stößt er mich, während er mein Becken unsanft kippt und richtig festhält. Schon darauf stehe ich. Sein Schwanz hämmert gegen meine Eingeweide. Dann packt er mich an der Schulter und mein gesamter Torso dient ihm als Schwungmasse. Unsere Körper klatschen lautstark aneinander. Mich würde nicht wundern, wenn man die Becken krachen hören könnte.

Als hätte er einen Knopf gedrückt, bin ich plötzlich außer mir. Ich will diesen Sex mit der brachialen Gier eines Tieres. Entsprechende Geräusche entringen sich meiner Kehle. Mein Körper krümmt sich beinahe anfallartig um den Phallus in mir. Meine Hände fuchteln unkoordiniert nach hinten und versuchen den Pseudorebell noch näher an mich heranzuzerren. Käme jetzt jemand in die Nische, sähe ich ihn vermutlich gar nicht.

Als es vorbei ist, zittern meine Beine. Wie ich bin, mit der Hose in den Kniekehlen, sinke ich in die Hocke und bleibe benommen sitzen. Einerseits taucht langsam mein Bewusstsein wieder aus der Versenkung auf. Andererseits drängen sich mir plötzlich Tränen aus den Augen. Dieser Effekt ist nicht gänzlich unbekannt. So, wie ich es kenne, geschieht es aber immer über diese eingebaute Brücke zwischen Lust und anderen Gefühlen, die manchmal, wenn es gut läuft, überschritten wird. Diesmal überrascht es mich, weil es beinahe eine rein körperliche Reaktion ist – als wäre lediglich mein Körper gerührt den Pseudorebell wiederzusehen.

Zwei Küsse

Veröffentlicht 21/04/2014 von Miss Universe

„Wir gehen jetzt eine rauchen“, schiebt er mich Richtung Ausgang, und mir fällt erst viel später auf, wie bestimmt er das tut und wie willig und selbstverständlich ich folge. Direkt im Eingangsbereich bleibt er stehen. Mein umsichtiger Schwung den Weg frei zu machen zerschellt an seiner Brust. Er steht einfach da, und innerhalb von Sekunden verwandelt sich mein Drang nach Höflichkeit in einen in eine ungestüme Anziehung an seinen Körper. Einen Moment lang genieße ich die Kraft dieses Magnetismus. Dann gebe ich nach, und meine Nase steuert geradeaus in seine Kehle. Ich beuge meinen Hals in den Nacken, bereit seinen Kuss zu empfangen trotz all der Menschen.

Während mein ganzer Körper zu spüren meint, wie sehr er mich will, erstaunt er mich maßlos, indem er Millimeter über meinem Gesicht verharrt, so dass ich seinen Atem heiß auf meiner Wange wahrnehme. Unsere Nasen gleiten aneinander vorbei, und wir atmen in dieses aufgeladene Kraftfeld zwischen uns. Ich bebe fast vor Begehren, als seine Lippen meinen Mundwinkel streifen. Schließlich küsst er mich doch, an diesem Ort, wo er das nicht soll. Aber es ist egal, der Sex steht uns ohnehin ins Gesicht geschrieben. Seine Zunge dringt in mich, ein Arm umfängt meinen unteren Rücken und zieht mich gegen ihn, die andere hält mich im Nacken. Dieser Kuss ist ein Versprechen von viel mehr, aber nicht hier und nicht jetzt. Das ist nur eine Zigarettenpause.

Auf dem Heimweg braucht er plötzlich keine dunkle Ecke, um mich hochzuheben und dann von unten wild zu küssen. Keine Ahnung, wie er es schafft, mein Gewicht plus Rucksack da oben zu halten und gleichzeitig eine derart ausdauernde Leidenschaft an den Tag zu legen, aber er hält mich minutenlang hoch, küssend als wolle er mich verschlingen. Irgendwann lässt er mich doch hinunter, aber nur, um mir die Hand in die Hose zu schieben, ohne den Bund zu öffnen.

Seine Finger drängen sich zwischen meine Lippen, suchen nach meiner Feuchtigkeit und zwängen sich hinein. Die andere Hand öffnet meine Jacke, drängelt in meinen Ausschnitt und greift meine Brust. Wir sind die einzigen an der Bushaltestelle, und ich stöhne leise vor mich hin, weil ich es mag so unvernünftig und heftig genommen zu werden. Das motiviert ihn weiter. Es fühlt sich ungeduldig, beinahe grob an, als er mich gierig herum reißt und mich nun mit dem Rücken gegen sich presst.

So kann er tiefer in mir wühlen, noch immer bei geschlossener Hose, und mehr Druck aufbauen an den Stellen, die darunter schmelzen. Die andere Hand hält meine Brust fest, irgendwo zwischen zärtlich, zwirbelnd und fixierend. An meinem Arsch kann ich seine Erektion spüren. Möglicherweise hänge ich schon wieder wie ein nasser Sack in seinen Armen, auf offener Straße. Meine Geilheit übersteigt meine Vernunft. Er merkt, dass er mich so tatsächlich zum Orgasmus bringen könnte und ist äußerst unwillig, als der Bus kommt. Ich bleibe wogend und bewegungsunfähig mit einem weiteren riesigen Versprechen zurück.

Notizen aus der Mittagspause XI

Veröffentlicht 13/04/2014 von Pseudorebell

Es dauert ein bisschen bis sie warm wird. Wir stehen da in unserer Ecke und rangeln mit den Armen. Sie hält sie vor sich, ich drücke sie nach oben.  Ich komme ihre nahe, sie setzt einen Kuss auf meinem Hals ab. Dann lache ich und ziehe das Shirt aus.  An meiner Brust schwingt sie sich ein, leckt meine Nippel und zieht mit dem Zähnen daran. Bis ich ihr endlich ins Ohr stöhne. Jetzt ist sie warm.

Der erste Kuss hat nun nichts mehr zärtlich oder vorsichtig oder abwartend. Eher von Einsaugen. Ich lasse von ihren Lippen ab und kümmere mich um ihre Brüste. Erst mit den Fingern, dann mit der Spitze der Zunge. Ich liebe es, wenn ich spüren kann, wie dadurch die Lust an ihr reißt. Ich find´s geil, wenn sie meine Hose selbstständig öffnet. Es macht sie scharf meinen errigierten Schwanz zu fassen und festzuhalten. Je nachdem wie die Wirkung ihrer Finger zwischen ihren Beinen ist, bewegt sie die Hand mit der sie mich hält mal mehr, mal weniger schnell. Ich drücke jetzt beide Brüste während ich so vor ihr stehe sie signalisiert mir, fest zuzugreifen. Sie spannt an, mein Schwanz wird erst zur Nebensache, dann verschwindet er ganz aus ihrer Wahrnehmung. Blut schießt ihr ins Gesicht und als ein heftiger Orgasmus sie erreicht, fällt sämtliche Anspannung ab.

Eine Minute später hat sie sich beruhigt. Sie möchte sich bücken, es mir mit dem Zunge machen. Aber ich will sie jetzt FICKEN! Sofort!

Eng fühlt sie sich an. Sie nimmt die ersten zwei, drei Stöße und ist wieder weggetreten. Ungeachtet des Ortes stöhnt sie laut, krallt sich an das Rohr vor ihr, rudert mit dem Armen nach hinten um mir zu sagen „Fick mich Pseudorebell. Und tu es heftig.“. Ich tue es. Halte sie am Arsch, an den Titten und im Nacken. Ein Auto fährt vorbei und in seinem Motorengeräusch geht meine leises „oh ja“ unter.

Rückschau

Veröffentlicht 13/04/2014 von Miss Universe
Er stand vor mir und hatte sich selbständig die Augen verbunden. Ich durfte mich seinem Körper mit allen Sinnen nähern, und ich machte davon ausführlich Gebrauch. Nicht einmal hob er die Hand, um nach mir zu greifen. Es geschah nicht inhaltlich wie in der Vorschau, aber genau in dieser Stimmung, unendlich langsam und genussvoll.

Vielleicht hätte ich ewig weiter gemacht, wäre ich nicht irgendwann bei seinem Schwanz angekommen. Allein der Ton der Erleichterung, dass ich mich endlich kümmere! Ich beginne mit den Lippen, nehme ihn in den Mund und schiebe ihn mir tief in den Hals, bis ein gebrochenes „oh, ja“ ertönt. In letzter Zeit habe ich nach unseren Treffen häufiger kurz Halsschmerzen. Wenn ich nicht mehr kann, nehme ich die Hand zur Hilfe, bevor die Lippen bald wieder wollen.

Es ist faszinierend: Noch immer hält er still, von einem gelegentlichen unwillkürlichen Aufbäumen des Oberkörpers abgesehen, aber ich kann nicht ablassen. Dieses Stück Fleisch scheint magnetisch zu sein. Ich will es immerzu berühren. Zudem scheint es mich stumm anzuschreien, ich solle bloß ja nicht aufhören, obwohl er sich doch gänzlich zurücknimmt. Ich erinnere mich kurz, dass ich ihn auch ficken könnte, aber es hilft nichts. Ich will meine ganze Kraft, mein ganzes Bewusstsein, meinen Körper und meine Aufmerksamkeit diesem Ding widmen.

„Wenn du noch eine Minute weiter machst, komme ich“, informiert mich der Pseudorebell mit gedrückter Stimme. Ich weiß, dass er das eher als Warnung meint, dass er bei jedem Orgasmus die Minuten im Hinterkopf hat, die anschließend von seiner Stunde Ficken abgehen. Aber es ist mir ausreichend egal. Ich will nicht loslassen, und ich will das jetzt sehen. Mit den Fingern an der richtigen Stelle dauert es tatsächlich nicht lange, bis er mir entgegen spritzt.

Ich lecke die Reste auf und freue mich, dass er noch freiwillig ein bisschen stillhalten wird. Ich rolle ihn auf die Seite und reite mit schmatzenden Lippen seinen Hüftknochen. Langsam steigernd, reibe ich mich heftig an ihm, hinunter blickend auf das hübsche, stille Profil. Als ich kurz davor bin, mich aufgegeilt in seine Armbeuge zu rollen und es mir einfach lautstark selbst zu machen neben seinem aufmerksamen Ohr, wühlt er sich plötzlich doch unter der Binde hervor.

Die weitere Erinnerung verschwimmt. Vielleicht kann der Pseudorebell berichten. Wie manchmal, wenn ich langen Anlauf nehme, bin ich irgendwann sehr weit weg. Ich bin laut, aber hier darf ich das. Ich weiß noch, wie er sich freut, dass ich mich zwischendrin von alleine aufrappele und ihm meinen Arsch darbiete, damit er mich von hinten noch einmal mit aller Kraft aufspießen kann. Er macht davon Gebrauch, bis ich es wimmernd beinahe bereue. Schließlich bricht er doch über mir zusammen. Die nasse Stirn landet zwischen meinen Schulterblättern.

Vorschau vielleicht

Veröffentlicht 08/04/2014 von Miss Universe
Er liegt da vor mir auf der Seite, ich schaue auf seinen nackten Rücken. So hingestreckt wirkt der große Körper mit der hellen Haut merkwürdig verletzlich. Aber auch anziehend. Ich schleiche mich an, so gut das seitlich und auf einer nachgiebigen Matratze geht, und verharre einen Moment in diesem Abstand, wo man Wärme und vielleicht einzelne Haare sich ineinander verhaken spürt. Die Knie ziehe ich so weit hoch, dass ich das Gefühl habe, ihn auf dem Schoß zu haben.

Schon jetzt verbinde ich ihm die Augen, damit er auch gleich noch still hält. Dann lasse ich meinen Körper seine Rückseite erkunden. Ich rutsche heran, so dass ich seinen schmalen Po noch enger mit Bauch und Oberschenkeln umschließe. Meine Brüste drücken gegen seinen Rücken, und ich bewege mich noch ein bisschen mehr, weil ich weiß, dass er dann einzeln die Spuren der hart gewordenen Warzen auf seiner Haut verfolgen kann. Unwillkürlich öffnet sich mein Mund; ich küsse, wo ich eben ankomme, irgendwo zwischen seinen Schulterblättern, feucht und mit Zunge.

Ich höre mich selber seufzen und will näher ans Ohr. Dafür muss ich die muschelartige Umklammerung seines Hinterns lösen und nach oben rutschen. Zentimeterweise glitscht mein Mund hoch zum Nacken, nicht ohne immer wieder die Zähne in die festen Muskeln zu schlagen und daran zu ziehen. Auf diese Weise arbeite ich mich von der Schulter den Nacken herauf an den Hals. Ich weiß gar nicht, ob er das genauso extrem empfindet wie ich, aber ich genieße es, mich in sein Genick zu verbeißen wie eine Wildkatze. Die Krallen werden ausgefahren und graben sich in den hinteren Oberschenkel.

Er stöhnt, weil er mag, wenn er mich kräftig spüren kann. Entschieden ziehen meine Fingernägel eine feurige Spur den Rücken hinauf. Er seufzt noch einmal. Nur nicht hinsehen, wie empört die zarte Haut leuchtet. Stattdessen lecke ich den Haaransatz, drücke meine Nase in diese Stelle, die nach Mensch riecht, und schiebe mich noch ein Stückchen nach oben und über ihn. Ich mag es, mein Gewicht auf ihn zu bringen, weil ich ihm gar nicht schwer genug sein kann, und wann empfindet man schon einmal so.

Eine Sekunde gönne ich mir den Blick auf das Profil, den kräftigen Kiefer, die perfekt gerade, in dieser Perspektive eine Winzigkeit zarte Nase und den hübschen, sinnlich halb geöffneten Mund. Von der Stelle hinter dem Ohr gehen meine Küsse auf die Muschel über. Auch hier darf ich meine Zunge benutzen, feucht lecken und ins Läppchen beißen, bis ich die Spannung sich im Körper unter mir aufbauen spüre.

Ich drehe ihn ein Stück weit unter mir und lasse den Kuss endlich vom Jochbein auf die Lippen wandern. Vielleicht liegt es an der Augenbinde; jedenfalls hält er noch immer still und lässt mich tun. Keine Arme umschlingen meinen Körper und pressen mich an sich. Kein Kopf kommt mir entgegen und verschlingt mich noch von unten in einem verzehrenden Vampirkuss. Stattdessen küsse ich Lippen, ein Konzept, das ich dem Pseudorebell wohl nicht mehr beigebracht kriege, bevor meine Zunge auch hier tasten will.

Während er still hält, wandern meine Hände, wohin sie wollen. Während sie sich sonst manchmal nur an seinen mächtigen Oberarmen festklammern, suchen sie sich jetzt zarte Stellen im Rückenmuskel, an den Rippen, drücken und streichen. Immer wieder greife ich nach seinem Kopf, richte ihn aus und halte ihn still, wenn sich mein Gesicht dort hinein schmiegt. Und plötzlich habe ich eine Idee.

Ich rolle ihn wieder zurück auf die Seite. Folgsam zieht er sofort das obere Bein hoch, als ich mein Gesicht von hinten gegen seine Oberschenkel presse. Meine Küsswut lässt sich an seinen Hoden aus. Nach einer Weile kann ich die wachsende Ungeduld quasi unter mir spüren, aber noch immer hält er still und seufzt nur begeistert, als meine Zunge endlich nach oben drängt und sich mit seinem Arschloch beschäftigt. Sie fährt darüber hinweg, breit, und tastet dann spitz den Rand, dringt schließlich ein. Ich liebe das Geräusch, das er jetzt macht, wenn ich es denn hören kann, dort unten vergraben.

Langsam aber sicher will ich alles. Er wird auf den Rücken gerollt und bekommt mein Gewicht erneut zu spüren. Versuchsweise decke ich seinen ganzen Körper ab, aber dann will ich weiter küssen. Die Brustwarzen sind dran. Unnötigerweise drückt eine Hand seinen ohnehin blinden Kopf in die Matratze, während meine Zunge über die nächste hochsensible Zone flattert. Auch hier schadet beißen nicht. Ich weiß, dass ich übertreibe, als er irgendwann selbst nach seinem Schwanz greift.

Das will ich machen, mache ich seinen Fingern klar, und natürlich will ich das erst einmal mit dem Mund. Es ist nicht mehr viel zu necken. Die geschwollene Eichel drängt mir entgegen, dass ich gleich den Kiefer aufsperren muss wie eine Eierschlange, um ihn aufzunehmen. Als äße ich Schokokuchen schießt mir der Speichel ein, und mein Mund veranstaltet ein feuchtes Fest über seinem Schwanz. Natürlich will ich ihn mir bald einverleiben und suche übermotiviert nach Wegen, ihn mir noch tiefer in den Hals zu schieben. Erneut gibt es dieses Geräusch höchsten Genusses.

Komm her, ich will dich. Mit der Möse kann ich ihn ganz in mir versenken. Ich lasse sie ihn zentimeterweise einsaugen, weil der Pseudorebell noch immer so schön still hält. Ein paar Augenblicke reicht mir das Spiel meiner Muskeln, dann will ich mehr. Erneut drücke ich ihm mein Gewicht auf, in diesem Fall über die Hände auf den Brustkorb, und suche nach Winkeln. Meine Hüfte schiebt sich gegen ihn. Bald habe ich einen Rhythmus gefunden. Die Arme wandern nach oben, ich brauche nur diese Schnittstelle zwischen uns und Bewegungsspielraum.

Ich schnaufe mich in Extase; ich habe ihn vergessen, würde der Pseudorebell sagen. Da spüre ich plötzlich seine Hände auf meiner Vorderseite, tastend eher als streichelnd oder drückend. Er versucht mit den Fingern zu schauen, und vermutlich geht das ganz gut, weil er das oft genug gesehen hat, um es sich jetzt vorzustellen. Und während mich das mit den Augen manchmal irritiert vor Intensität, ist es so wunderschön. Ich schaukele weiter bis zu meinem Höhepunkt, und natürlich kommt der Pseudorebell nicht. Stattdessen zupft er sich seelenruhig die Augenbinde vom Kopf und weiß, dass er dran ist.

Vorschau Variante

Veröffentlicht 08/04/2014 von Miss Universe

Die Augen schließe ich von alleine. Aber wenn mir auch die Hände verbunden werden, befördert mich das sofort in einen eindeutigen Zustand der Duldung, der beinahe gemütlich anmutet. Ich kann ohnehin nichts mehr tun. Es ist alles richtig und gut. Ich muss nichts tun, nur spüren und geschehen lassen. Annehmen. Aufnehmen.

Der Beginn macht deutlich, dass es vorsichtig geschieht. Er tritt von hinten an meinen Rücken, legt die Arme um meinen Körper, hält mich gegen sich gepresst und atmet auf diese ruhige, tiefe Weise in mein Ohr, die mir Urvertrauen einhaucht. Er könnte mich jetzt seelenruhig schlachten. Dann tritt er zurück, und das Spiel startet mit der kleinen Gerte, die über meine Haut tanzt. Bald knallt sie schallend nieder, bald streicht sie sanft, bald bohrt sie sich in nachgiebige Stellen.

Es fühlt sich an, als suchte er nach der Erfahrung, die er machen will. Dann wird die Gerte abgelöst von seinen Fingern, und die wissen genauer, wie sie vorgehen möchten: Sie graben sich in mein Fleisch und halten fest, wo immer sie einen Muskel oder eine Falte Fettgewebe zu fassen bekommen. Ich mag diese Art Schmerz, der sich aufbaut mit der Zeit und dosierbar ist. Ich kann langsam in ihn hineinfühlen, und sogar wenn der Druck nachlässt, verändert er noch einmal die Farbe.

Die Finger sind jetzt Instrumente, die sich auch an den zarten Stellen vergreifen. An den Brustwarzen, an den Schamlippen prüfen sie präzise, wie sehr es weh tut, ermitteln Schmerz pro Quadratzentimeter pro Zeiteinheit. Sei notieren die Geschwindigkeit der scharf eingesogenen Luft. Und dann verwandeln sie sich noch einmal. Mit der flachen Hand tropfen Schläge auf meinen Venushügel. Ich recke mich, damit er tiefer auf die Lippen trifft. Ich kann seinen Atem dort spüren, wenn er zusieht, wie alles noch röter wird und dunkler.

Ich seufze begeistert, als er mich umdreht regelrecht übers Knie legt. Erst gehen einige Klapse auf meine Hinterbacken nieder, dann findet das Präzisionspaddel wieder mein Geschlecht. Es ist, als würde er mich stoßen, meine Lippen ein empfindsames, aufgeplustertes Kissen. Aber mit jedem Schlag spüre ich mehr die Leere in mir. Alles ist zum Zerbersten geschwollen und wild auf noch mehr Druck, Spaltung, Vereinigung. „Fick mich endlich“, presse ich hervor und glaube an Erlösung, als ich das altbekannte Klappern der Gürtelschnalle vernehme.