Rückschau

Veröffentlicht 13/04/2014 von Miss Universe
Er stand vor mir und hatte sich selbständig die Augen verbunden. Ich durfte mich seinem Körper mit allen Sinnen nähern, und ich machte davon ausführlich Gebrauch. Nicht einmal hob er die Hand, um nach mir zu greifen. Es geschah nicht inhaltlich wie in der Vorschau, aber genau in dieser Stimmung, unendlich langsam und genussvoll.

Vielleicht hätte ich ewig weiter gemacht, wäre ich nicht irgendwann bei seinem Schwanz angekommen. Allein der Ton der Erleichterung, dass ich mich endlich kümmere! Ich beginne mit den Lippen, nehme ihn in den Mund und schiebe ihn mir tief in den Hals, bis ein gebrochenes „oh, ja“ ertönt. In letzter Zeit habe ich nach unseren Treffen häufiger kurz Halsschmerzen. Wenn ich nicht mehr kann, nehme ich die Hand zur Hilfe, bevor die Lippen bald wieder wollen.

Es ist faszinierend: Noch immer hält er still, von einem gelegentlichen unwillkürlichen Aufbäumen des Oberkörpers abgesehen, aber ich kann nicht ablassen. Dieses Stück Fleisch scheint magnetisch zu sein. Ich will es immerzu berühren. Zudem scheint es mich stumm anzuschreien, ich solle bloß ja nicht aufhören, obwohl er sich doch gänzlich zurücknimmt. Ich erinnere mich kurz, dass ich ihn auch ficken könnte, aber es hilft nichts. Ich will meine ganze Kraft, mein ganzes Bewusstsein, meinen Körper und meine Aufmerksamkeit diesem Ding widmen.

„Wenn du noch eine Minute weiter machst, komme ich“, informiert mich der Pseudorebell mit gedrückter Stimme. Ich weiß, dass er das eher als Warnung meint, dass er bei jedem Orgasmus die Minuten im Hinterkopf hat, die anschließend von seiner Stunde Ficken abgehen. Aber es ist mir ausreichend egal. Ich will nicht loslassen, und ich will das jetzt sehen. Mit den Fingern an der richtigen Stelle dauert es tatsächlich nicht lange, bis er mir entgegen spritzt.

Ich lecke die Reste auf und freue mich, dass er noch freiwillig ein bisschen stillhalten wird. Ich rolle ihn auf die Seite und reite mit schmatzenden Lippen seinen Hüftknochen. Langsam steigernd, reibe ich mich heftig an ihm, hinunter blickend auf das hübsche, stille Profil. Als ich kurz davor bin, mich aufgegeilt in seine Armbeuge zu rollen und es mir einfach lautstark selbst zu machen neben seinem aufmerksamen Ohr, wühlt er sich plötzlich doch unter der Binde hervor.

Die weitere Erinnerung verschwimmt. Vielleicht kann der Pseudorebell berichten. Wie manchmal, wenn ich langen Anlauf nehme, bin ich irgendwann sehr weit weg. Ich bin laut, aber hier darf ich das. Ich weiß noch, wie er sich freut, dass ich mich zwischendrin von alleine aufrappele und ihm meinen Arsch darbiete, damit er mich von hinten noch einmal mit aller Kraft aufspießen kann. Er macht davon Gebrauch, bis ich es wimmernd beinahe bereue. Schließlich bricht er doch über mir zusammen. Die nasse Stirn landet zwischen meinen Schulterblättern.

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