Kleines Wiedersehen

Veröffentlicht 26/04/2014 von Miss Universe
Es ist das erste aufeinander Treffen nach der Osterpause. Ich bin nicht besonders aufgeregt, und neben dem Pseudorebell herzulaufen, fühlt sich sofort an wie meistens: unaufgeregt, unkompliziert, angenehm. Ich weiß, dass er das anders erlebt, aber ich bin ganz schnell in einem freundschaftlichen, beinahe schon brüderlichen Modus. Der hält an, bis wir ungestört sind.

Er weiß, dass er bei mir erst den Schalter umlegen muss, und außerdem ist er ohnehin ungeduldig. Nach kürzester Zeit habe ich seinen Finger an meiner vorderen Scheidenwand und seinen Mund an meiner Brust. Es ist faszinierend, wie hart verdrahtet das funktioniert. Er weiß genau, wo er anfassen muss, damit mein Körper in der gewünschten Weise reagiert. Meine Erregung nimmt keinen Umweg über das Hirn.

Ich schnappe mir seinen Schwanz und weiß schon jetzt, dass ich ihn möglichst bald in mir spüren will. Kurz darauf drehe ich mich unaufgefordert um, beuge mich vor und spreche damit die deutliche Einladung aus. Schon die Hand, die ohne Zögern pragmatisch meine Hüfte packt und in Position zieht, macht mich an. Ich will heute genommen werden. Ich bin gieriger auf den Energietransfer als auf das zarte Prickeln und Gefühle.

Dabei kann ich auf den Pseudorebell zählen. Er braucht keine Motivation, um mir Gewalt anzutun, wenn er merkt, dass ich darauf aus bin. Erst stößt er mich, während er mein Becken unsanft kippt und richtig festhält. Schon darauf stehe ich. Sein Schwanz hämmert gegen meine Eingeweide. Dann packt er mich an der Schulter und mein gesamter Torso dient ihm als Schwungmasse. Unsere Körper klatschen lautstark aneinander. Mich würde nicht wundern, wenn man die Becken krachen hören könnte.

Als hätte er einen Knopf gedrückt, bin ich plötzlich außer mir. Ich will diesen Sex mit der brachialen Gier eines Tieres. Entsprechende Geräusche entringen sich meiner Kehle. Mein Körper krümmt sich beinahe anfallartig um den Phallus in mir. Meine Hände fuchteln unkoordiniert nach hinten und versuchen den Pseudorebell noch näher an mich heranzuzerren. Käme jetzt jemand in die Nische, sähe ich ihn vermutlich gar nicht.

Als es vorbei ist, zittern meine Beine. Wie ich bin, mit der Hose in den Kniekehlen, sinke ich in die Hocke und bleibe benommen sitzen. Einerseits taucht langsam mein Bewusstsein wieder aus der Versenkung auf. Andererseits drängen sich mir plötzlich Tränen aus den Augen. Dieser Effekt ist nicht gänzlich unbekannt. So, wie ich es kenne, geschieht es aber immer über diese eingebaute Brücke zwischen Lust und anderen Gefühlen, die manchmal, wenn es gut läuft, überschritten wird. Diesmal überrascht es mich, weil es beinahe eine rein körperliche Reaktion ist – als wäre lediglich mein Körper gerührt den Pseudorebell wiederzusehen.

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