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Alle Beiträge aus dem Monat August 2012

Hausfreund

Veröffentlicht 13/08/2012 von Pseudorebell

„Männer haben Affären, Frauen haben Hausfreunde“ heißt es.

Es ist Montag und Miss Universe hat nicht viel Zeit, eröffnet mir aber trotzdem die Möglichkeit auf einen Quickie vorbeizuschauen.

Ich stehe vor der Tür und hoffe, dass die Primärbeziehung nicht zu Hause ist. Sie ist es nicht. Wir schauen uns kurz an, kurzer Kuss und ich streife ihr die Klamotten runter. Miss Universe geht auf die Knie und leckt meine Eier. Wir waren heute in der Mittagspause darum werde ich nicht sofort hart. Sie lässt ihre Zunge an meinem Schwanz auf und ab gleiten und nimmt ihn in den Mund. Ganz tief und ich spüre, als sie nur noch ihre Zunge vor und zurück schiebt.

Jetzt will ich sie. „Hast Du nen Wunsch?“ frage ich. Sie hat keinen also lege ich sie auf die Couch und ziehe sie ganz nach vorn. Damir ihr Becken frei hängt. Ich kniee vor ihr und kann so ihr ficken und gleichzeitig ihre Titten streicheln. Sie liegt da, stöhnt, bäumt sich auf, gräbt die Hände in meinen Rücken. Ich zerre sie auf, sie muss sich vornüber auf den Tisch legen und ich gebe es ihr von hinten.

Wir sind fertig, ich streichle ihr über die Brust, küsse sie zum Abschied und bin wieder weg. Wie gern ich ihr Hausfreund bin!

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Auf dem Boot

Veröffentlicht 13/08/2012 von Miss Universe

Es war von meiner Seite eher eine dieser fixen Ideen gewesen, die man, wenn man Glück hat, doch irgendwann realisiert – mehr um sie gemacht zu haben als weil man wirklich daran glaubt. Aber dann fuhr das rote Tretboot unter das herabhängende Blätterdach eines fülligen Ahorns und verschluckte uns in einer faszinierenden Mischung aus offenem Wasser, Höhle und frischer Luft.

Während des ersten langen Kusses trieben wir noch blind in das Geäst, aber nachdem wir geankert hatten, wurde der Ort immer besser. Der Pseudorebell zog sich mit den Worten „Ich zeig Dir mal was“ das T-Shirt aus und streckte die langen Beine auf der „Ladefläche“ des Bötchens aus. Ich krabbelte auf seinen Schoß, und seine Hände und – nachdem auch ich mich des Oberteils entledigt hatte – sein Mund leisteten so gute Arbeit an meinen Brüsten, dass ich nach wenigen Minuten seufzte: „Ich muss die Hose gar nicht ausziehen.“

„Doch“ wurde von glänzenden Augen und heftigem Kopfnicken begleitet. Während ich der freundlichen Aufforderung Folge leistete, installierte er sich zwischen den beiden Sitzen hinter dem Steuerruder. Der Vorgabe entsprechend drehte ich ihm den Rücken zu und pflanzte mich auf seinen Schoß. Schauen ist meist zu viel Input für mich, aber durch die Blätter über das Wasser zu blicken war zu schön, um die Augen zu schließen. Im Rhythmus meiner eher verträumten Auf- und Abbewegungen klatschte der Bootsrumpf sanft auf das Wasser und sendete zarte Wellen über den Kanal, die schließlich einen Vogel auf seinem hölzernen Sitz erreichten und nach einiger Zeit verscheuchten.

Ich hätte Stunden mit diesen leichten Schaukelbewegungen verbringen können – zumal wundersamerweise außer uns gerade niemand diesen Kanal zu brauchen schien. Aber der Kerl unter mir griff mein Becken und wurde langsam ungeduldig. Sollst Du haben! Ich griff nach den Hartplastiklehnen der Bootssitze schräg hinter mir und musste mich unwillkürlich fragen, ob die für irgendeinen anderen Zweck gebaut sein konnten als diesen perfekten Einsatz. Mit den Füßen auf der Ladefläche und den Händen auf den Lehnen hatte ich plötzlich eine riesige Bewegungsfreiheit, ohne auf übermenschliche Oberschenkelmuskeln angewiesen zu sein.

Bequem konnte ich mich bis zu seiner Schwanzspitze senkrecht nach oben drücken, um in dann wieder auf voller Länge in mich aufzunehmen. Das Boot platschte ein bisschen lauter auf die Wasseroberfläche und schenkte mir aus der Schwungumkehr neue Impulse. Der Pseudorebell ließ meine Hüfte los, weil es da wirklich nichts mehr zu helfen gab, und fing an, die Unterseite meiner Oberschenkel zu streicheln. Es war so wunderschön: nackt, draußen, mit dem Blick übers Wasser, im Schutz des Baumes.

Irgendwann wollte ich mehr vom Pseudorebellen spüren und drehte mich um. Halb auf seinem Schoß, halb mit abgespreiztem Bein konnte ich weitermachen und ihn gleichzeitig küssen oder nur irgendwo an seinen Hals atmen, während seine Arme mich umfingen. Längst war ich viel zu verzaubert, um so noch einen wilden Ritt zu starten. „Komm, einer geht noch“, schob er mich hoch und wir tauschten Plätze. Planlos wie ich war, brauchte ich den berühmten Fingerzeig, um mich zu wenden.

Jetzt kniete ich auf der Ladefläche, den Oberkörper abgestützt auf dem Bock mit dem Steuerruder. Mein Blick ging nicht mehr aufs Wasser, sondern ins Geäst, dann nirgendwo mehr hin. Der Pseudorebell ficktte mich von hinten und ich kriegte nicht mehr mit, ob er dabei auch irgendwas von den tollen Plastiklehnen hatte, oder es einfach so genoss mich im Freien zu nehmen. Ich ergab mich seinen Stößen und dem, was sie auslösten, und war weit weit weg.

Meine Wahrnehmung setzte wieder ein, als er mit nacktem Oberkörper grinsend auf dem knallroten Vorderdeck hockte und rauchte. Meine ironischen Schutzmechanismen konnten nicht mehr brüllen „Vorsicht, klischeeüberladene Gauloises-Werbung!“. Ich musste kurz anerkennen, dass ich gerade perfekten Sex an einem perfekten Ort hatte, und sowohl der Kerl als auch das Tretboot viel mehr sind als eine fixe Idee.

Direkt nach dem Ablegen fuhren wir an einem Ausflugsdampfer vorbei, dessen Insassen mich mit so großen staunenden Augen betrachteten, dass ich ich mich kurz fragte, ob die vielleicht schon länger in dieser Kurve gelegen und uns zugesehen hatten.

Auch ein Spiegel

Veröffentlicht 13/08/2012 von Miss Universe

„Siehst Du die?“ quietsche ich begeistert.
„Ja, ich sehe sie blinken.“
Wir streifen über eine dunkle Wiese, einem „guten Baum“ zu. Im letzten Zwielicht sieht man die weißen Blumen der vielen flüchtenden Karnickel als einziges sichtbares Zeichen über den Boden irrlichtern.
Etwas später stehe ich seit vielen Minuten nach vorn gebeugt an den Baum gekrallt.  Der Pseudorebell hat mich von hinten gefickt, für alles andere als aufrecht ist es zu nass. Er hat „nachgespürt“, wie er das nennt, mich noch ein Weilchen so stehen lassen und sich selbstvergessen gegen mich gewiegt.
Als er sich letztlich entschließt sich zurückzuziehen, fängt er plötzlich an mich zu streicheln – mit beiden Händen symmetrisch über den unteren Rücken, die Hüften, die Arschbacken und wieder zurück, immer wieder. Es ist viel zu schön, als dass ich an meinen seit langem gebeugten Rücken denken könnte.
„Dein Arsch hat so schön weiß geleuchtet im Zwielicht.“ schreibt er mir anderntags.

Hinter Dir

Veröffentlicht 10/08/2012 von Miss Universe

Ich genieße unendlich, dass der Pseudorebell stark ist. Er ist rein körperlich schon groß, kräftig und athletisch. Aber er wohnt auch so überzeugend in seinem Körper, in seiner Gefühls- und Vorstellungswelt, dass ich überzeugt bin, dass er selbst noch im Weinen oder Fürchten stark auf mich wirken würde.

Es ist eine so tief verwurzelte Stärke, dass sie sich meist nicht beweisen muss. Sie kann mich sein lassen, erträgt mich neben sich in Gleichheit, in Gepose und in Unterordnung. Sie kann so herrlich beiläufig Hilfe anbieten, den entscheidenden Schubs geben oder weiter straucheln lassen. Diese Wahrnehmung ist essenziell für unser Tun. Ich habe diese Sehnsucht nach Kräftemessen und Unterwerfung, aber ich habe bei vielen Menschen Schwierigkeiten mich unterzuordnen. Beim Pseudorebellen ist das ganz einfach, er kann es mit so viel Grandezza und Würde annehmen.

In ganz kleinen Dosen weckt er auch das Bedürfnis nach Herrschaft in mir. Das Erlebnis wahrer Macht ist mir allerdings sehr selten vergönnt. Ich kann ihm die Arme fesseln, die Augen blenden, ihn unter mir ausstrecken, mit aller Kraft meines Beckens in Grund und Boden ficken und nebenbei noch auf seine Brust einschlagen – er wird mir genüsslich die Hüfte entgegen strecken und mich mit jedem verbleibenden Sinn so intensiv wahrnehmen, dass ich mich hinterher meiner Seele beraubt fühle. Er mag unten sein, er ist fast nie untergeordnet.

Ich habe eine Position gefunden, in der ich mich vollständig in der Gewalt über den Verlauf fühle. Wenn ich mich in seinem Rücken befinde, bin ich sowohl visuell als auch greifbar außer Reichweite. Ich kann mich mit Brüsten und Oberschenkeln an ihn schmiegen und vielleicht noch eine Hand auf seine Vorderseite wandern lassen, wenn mir danach ist. Das funktioniert, wenn ich ihn auf allen Vieren knien lasse, aber noch besser, wenn ich ihn auf die Seite drehe. Schiebe ich dann noch das obere Bein nach vorne, ist er gleichzeitig weiter auf der Matratze immobilisiert und gezwungen mir seinen Arsch darzubieten.

Möglicherweise bin ich diesbezüglich kulturell ein bisschen fehlgeprägt, aber ich stehe einfach auf Penetration – an mir selbst, und mich reizt dieses zarte Arschloch fürchterlich. Ich bin in der großartigen Lage, mit einem Fingerzeig Schmerzen oder mit einem Zungenstreich unbeschreibliche Wohltaten zu bereiten. Es klingt wie eine Demütigung, das Gesicht zwischen den Hinterbacken eines anderen zu vergraben, aber es ist die einzige Position, in der ich mich komplett in der Übermacht befinde.

Es ist berauschend, wenn er da halb auf dem Bauch hingestreckt liegt und bis auf leises Seufzen völlig hingegeben reglos empfängt. Er greift nicht nach mir, nicht nach seinem Schwanz. Ich habe nicht das Gefühl wie sonst oft, dass er mich machen lässt, halb abwartend, halb belustigt, gierig auf das Schauspiel und sehr genau wissend, warum er sich gerade still verhält. In diesem Moment ist er ohne Wunsch, ohne Erwartung, ohne Impuls – ganz meins, einzig der Empfindung ausgeliefert, die meine zärtliche Zunge ihm beschert. Das Gefühl, so etwas bewirken zu können, spült heiß durch die Adern und ist so viel stärker als das, was die danach dankbar glänzenden Augen auszulösen vermögen.

Mittagspause

Veröffentlicht 10/08/2012 von Pseudorebell

Miss Universe und ich sind Kollegen und gehen gern miteinander zum Mittagessen. Ich bin fast immer ein klein wenig zu spät und sehe Miss Universe schon draußen stehen und auf mich warten. Sie lächelt dann immer, ihr hübsches Gesicht strahlt und los geht´s. Wir gehen gern zum Inder. Da gibt´s leckeres Essen und wir können es mitnehmen. Wir sitzten auf einer Fensterbank, lassen uns von der immer präsenten Sonne bescheinen und essen. Das beste an der Mahlzeit: Es geht schnell. Wenn die Pappschachtel leer ist schlendern wir zurück in Richtung Bürogebäude und biegen kurz davor links ab. Da gibt es weiteres Bürogebäude, die haben eine Tiefgarage und dort gibt eine Nische für irgendwelche Wartungsarbeiten wo sich nie jemand aufhält.

Im schummrigen Licht stehe ich vor Miss Universe, sie mit dem Rücken zur Wand und ich betrachte sie in ihrer Schönheit. Ich streichle ihr Gesicht, ihre Schläfe, ihren Hinterkopf und küsse sie. Meine Hände wandern über ihren Arsch und ihre Brüste. Ich fasse sie an der Flanke und drücke meine Hüfte gegen ihre – sie soll spüren, dass ich hart bin. Meine Finger nesteln ihren Gürtel auf, schieben den Reißverschluss nach unten und ich versenke Zeige- und Mittelfinger in ihr. Ich besorge es ihr, eine Hand auf ihren Titten, die andere in ihrer Pussy – sie macht den Mund auf, atmet schwer, stöhnt.

Irgendwann drehe ich sie mit dem Rücken zu mir. Sie lehnt die Hände an die Wand, ich ziehe ihre Hose nach unten und entledige sie ihrem Hößchen. Soweit wie notwendig ziehe ich meine Hose nach unten und ficke sie. Mittlerweile sind alle Skrupel von uns abgefallen. Es stört nicht, wenn ein Wagen vorbeifährt dessen Fahrer, je nach Winkel, alles sehen kann, was wir tun. Uns stören keine Menschen, die an der Nische vorbeilaufen – wir sind nur leise, selbst Miss Universe hält sich dezent zurück.

Anschließend verlassen wir die Tiefgarage, ich freue mich über eine entspannte Mittagspause und auf dem Weg nach oben überkommt mich meißt das Verlangen, Miss Universe zu küssen. Eine Stunde später und wieder im Büro erkenne ich, dass mein Shirt oder Hemd Pussy- und Spermaflecken am unteren Rand aufweißt 🙂

Samstagabenddate

Veröffentlicht 06/08/2012 von Miss Universe

Es sind wunderbare Tage. Am wundersamsten ist die Unendlichkeit des Begehrens.

Schon morgens bekomme ich eine dieser Spammails. Ich nenne sie so, weil sie fast nur aus sexuellen Buzzwords bestehen, in keiner Weise originell sind und vor vergurkter Grammatik, Rechtschreibfehler und Auslassungen strotzen. Aber gerade diese völlig unüberlegt, beinahe atemlos dahingetippten Wörter transportieren mir eine direkte Dringlichkeit im Wunsch nach Vereinigung, dass dem Grinsen im Gesicht beim Lesen sich immer eine erste Runde Aufregung im Unterleib hinzu gesellt.

Das Ziel von Samstagabend ist immer eine Adjutantin für Project Threesome aufzutun, aber wir haben lange aufgegeben, den Jagdhunger dadurch bewahren zu wollen, dass wir nicht zuerst übereinander herfallen. Wir treffen uns im Stundenhotel, und nachdem ich mich erst in eine dominanten Position gebracht hatte, mit der ich dann doch nicht recht etwas anzufangen wusste, hat der Pseudorebell die Geduld verloren und mich heftig aus allen Richtungen versorgt, bis ich kopflos nur noch zwischen Schreien und Wimmern oszilliere. Er weiß, er hat mich komplett aufgelöst, und das ist der richtige Zustand, um mich hemmungslos auf seiner Hüfte herumhüpfen zu lassen.

So hemmungslos, dass ich es tatsächlich hinkriege, ihn von seinem inneren Zeitplan abweichen zu lassen, so dass er unter mir kommt, während ich auf seine krampfenden Füße schaue. Mein alberner Stolz möchte sich in Zärtlichkeit Bahn brechen und ich beginne, seine Eier zu lecken. Ich habe irgendwann gelernt, dass er tatsächlich in der Lage ist, das als rein zärtliche Geste zu empfinden. Und ich kann irgendwo hin mit meiner momentan überfließenden Anhänglichkeit, ohne ihm die Luft zu nehmen.

Ein paar lange Sekunden geht es tatsächlich so. Dann fängt der Ruhelose an über die verbleibende Zeit nachzudenken und will schon wieder. In diesem Fall bin ich nicht so sicher, ob mich oder aus Prinzip, aber das ist ohnehin egal. Er kriegt eine 69, eine Position, die mich schlichtweg wahrnehmungstechnisch überfordert, aber das ist in diesem Moment nicht von Belang, denn ich bin ohnehin ausgereizt. Ich komme nie aus dem Staunen heraus, wie gern der Pseudorebell sich mit dem ganzen Gesicht zwischen meinen Beinen versenkt. Das ist eine Form von Begehren, die mich immer etwas fremdartig, aber sehr aufregend berührt.

Er tut mir den Gefallen und kommt über mich. Ich kann nicht mehr recht mit, gleich werde ich eine halbe Stunde wortkarge Recovery brauchen, aber ich kann noch zusehen und zuhören, und meine Spiegelneuronen feuern heftig, während sich das schwitzende Paket Leben über mir entlädt.

Nach einiger Zeit bin ich wieder zur Außenwahrnehmung fähig. Wir diskutieren die momentan nicht sehr aufregenden Optionen und sogar ein paar andere Dinge, bis er auf einmal hinter mir steht, mit der Hüfte an meinem Arsch, eine Hand über meinen Bauch geschoben. Obwohl es furchtbar laut ist, kann ich seinen Atem hören, der dieses Quentchen zu tief geht, als dass ich ignorieren könnte, wonach ihm eindeutig schon wieder der Sinn steht.

Obwohl ich mein Angebot vom Blowjob im Hinterhof wiederhole, bleiben wir der Mission treu und verlagern unser Jagdgebiet. Im Bus bin ich dran damit, haltlos in seinen gar nicht vorhandenen Ausschnitt zu fallen, tief seinen Duft einzusaugen, mit den Augen seine Arme und seinen Brustkorb entlangzuwandern und irgendwo wenig missverständlich an seinem Gürtel hängenzubleiben.

Einige Biere und Kurzkontakte später ist es Zeit aufzubrechen. Wir haben nichts erreicht, aber wir haben uns wie immer gut miteinander amüsiert. Eine Welle von Dankbarkeit überrollt mich, als der Pseudorebell anstatt direkt zur U-Bahn ohne Umschweife voran in den Park stiefelt. Zum wievielten Mal fühle ich mich heute gerade heiß begehrt und geschätzt?! Es hat den Tag über geregnet und in diesem Innenstadtpark gibt es nur eine Bank, die nicht direkt unter einer Laterne steht. Das reicht, damit ich mich nach kürzester Zeit ausschließlich daran erfreue, wie enthusiastisch wir diesen Freiluftfetisch teilen und wie einträchtig und geschmeidig wir Positionen mit einer Bank durchdeklinieren.

Überraschend viel später kommt nun wirklich der Zeitpunkt für den Heimweg. Ich bin ganz froh, dass ich mich mit dem Suchen meiner Unterhose und den Schnallen meiner Sandalen beschäftigen kann. Sonst müsste ich stehen und staunen vor der Feststellung, was Großartiges passieren kann, wenn man es eben nicht herbeiführt und nicht festhält. Diese Abende, die immer ein bisschen so schmecken, als wären sie der erste und letzte seiner Art, sind unfassbar, und am besten ist, man versucht es erst gar nicht, sondern drängelt sich mit dem restlichen Partyvolk in die U-Bahn.

Aber ich habe die Rechnung ohne den Pseudorebell gemacht. Er hatte mich an diesem Abend dreimal – zuletzt vor fünf Minuten – und jetzt steht er da und hört einfach nicht auf mich zu begehren, mich abwechselnd den Augen und den Lippen zu verschlingen. Wenn Selbstbewusstsein aus den Angeln springen könnte, würde es das jetzt krachend tun. So wird es nur beklemmend eng in mir. Wie viel Begehren hält man aus?!

Auch dieser Moment geht vorüber und in eine lange Rückfahrt über, die beinahe wortlos verläuft. So langsam hat auch er müde gerötete Augen, aber sie hören einfach nicht auf mich abwechselnd zu vermessen und zu streicheln. Fast bin ich ein kleines bisschen erleichtert, als ich aus dem Zug in die Dunkelheit hüpfe.

Impulse

Veröffentlicht 05/08/2012 von Miss Universe

Ich bin so gern mit dem Pseudorebellen zusammen, weil er voller Impulse steckt, auf die er auch zu hören gewöhnt ist. Und obwohl daraus meistens Bewegung entsteht, wirkt es selten getrieben. Ich liebe es, mich davon einfach mitnehmen zu lassen.

1.
Ich habe es irgendwie geschafft, alle Spaziergänger und Strandgriller zu ignorieren, ohne Wind, Sonne und Wellenrauschen aus meinem Wahrnehmungsspektrum zu streichen und mich tatsächlich zweimal hintereinander im Gras über dem ausgestreckten Pseudorebellen grätschend abzuarbeiten. Nun schwinge ich nur noch planlos auf ihm hin und her, völlig verloren in diesen durchsichtigen Augen voller Tageslicht.
„Leg Dich mal hin“ zeigt mir den Ausweg. Ich strecke mich neben die Distel und sofort ist der Pseudorebell über mir, starrt mir in die Augen, zehn Zentimeter vor meinem Gesicht, und braucht keine drei Stöße, bis zum Naturereignis.

2.
Ich habe mich nur notdürftig durch Überwerfen des kurzen Kleides wieder bedeckt. Mein Rücken liegt auf der Decke und spürt darunter die gleichzeitig harten und nachgiebigen Wellen des Sandes. Die Arme habe ich hinter dem Kopf verschränkt, meine Füße stecken im Sand. Ich kann die Wellen anlanden hören und am Horizont den riesigen Mond aufgehen sehen, während der Pseduorebell neben mir sitzt, ebenfalls über das Wasser schaut, und so glücklicherweise nur in einem sehr scharf angeschnittenen Halbprofil zu betrachten ist. Seine linke Hand liegt ruhig auf meinem Venushügel – und es passiert absolut nichts, Weil alles schon da ist.

3.
Ich habe hungrig seinen Schwanz ausgepackt und meinen Lippen und meiner Zunge ausgeliefert. Er kniet vor mir und seine genießerischen Laute sagen mir, dass ich irgendwas gerade sehr richtig mache. Ich bin daran gewöhnt, dass es mir sowieso nicht möglich ist, ihn gegen seinen Willen kommen zu lassen. Aber in dieser Position kann ich meine kreisende Zunge sich so enthusiastisch gebärden lassen, dass seine Mimik von genussvollem Stöhnen zu leicht verdutztem Lachen wechselt und er mir mein Spielzeug sicherheitshalber entzieht.
„Auf die Knie!“ klingt nach schlechtem Ritterfilm, ist aber der schnellste Weg mich in die gewünschte Position zu bringen. Dann ragt er diesmal über mir auf, wahrscheinlich auch über das hohe Gras für die Spaziergänger. Wenn mir noch Gedanken bleiben, während ich heftig gevögelt werde, stelle ich mir vor, wie Brise und Sonnenstrahlen seinen Rücken streicheln, während ich mich mit beiden Händen abstütze, um gegenzuhalten. Entweder eine Grillgruppe oder eine ganz wilde Synästhesie bescheren mir feinsten Espressoduft in der Nase. Er kommt so schön, dass sich sein Körper über meinen Rücken breitet.

4.
Wir haben schon mal vorsichtig festgestellt, dass es Zeit ist zu gehen. Das Ende ist nicht hart und der Moment ist zu schön. Schon halb aufgestanden lasse ich mich noch einmal auf seinem Schoß nieder und küsse ihn. Seine Hände wandern über meinen Rücken und dann an meine Brüste. Meine Beine sind um seinen Rumpf geschlungen, meine Mitte reibt sich an seiner Mitte, meine Arme sind nach hinten gestützt, um ihm meine Titten noch weiter entgegen strecken zu können.Er kann mich so wahnsinnig machen. Dann richte ich mich wieder auf, und jetzt umschlingen auch noch unsere Arme unsere Oberkörper. Er hält mich einen andauernden Moment lang – etwas das sich absurderweise immer ein bisschen nach verbotenen Früchten anfühlt.
Dann bekomme ich einen Klaps auf den Oberschenkel, ein bisschen wie man ein müdes Ross auffordern würde, doch noch weiterzutrotten. Es ist alles, was ich brauche, um hier nicht vor Anker zu gehen.