Fetischburg

Veröffentlicht 10/01/2013 von Miss Universe

Wir haben die Fetischburg zunächst nur im Rahmen dort stattfindender Veranstaltungen besucht. Aber man kann dort auch eine Tageskarte erwerben und den ganzen Indoor-Spielplatz benutzen. An einem Wochentag abends ist dort kaum jemand unterwegs. Man kann (beinahe) alleine durch die Hallen und Nischen wandeln und alles ausprobieren, was einen gerade anlächelt.

Vieles ist sehr martialisch: Streckbänke, Strafböcke, Pranger, eine mannshohe senkrechte Drehscheibe, auf der man sein Opfer fixieren kann. Es gibt phantasieanregende Installationen wie Käfige oder einen Thron. Man kann die verschiedensten Schaukeln verwenden, auch wenn wenn die meist nicht auf Pseudorebellenhöhe aufgehängt sind. Und es gibt jede Menge kleine und große Spielwiesen mit und ohne Fixierungsmöglichkeiten, die im Gegensatz zu den Betten im Stundenhotel nicht mit frischen Laken, sondern abwischbarem Latex bezogen sind.

Abgesehen davon, dass sich das Ganze aufgrund der experimentellen Grundhaltung trotz dunkelster mittelalterlicher Dekoration tatsächlich immer nach fröhlichem Abenteuerspielplatz anfühlt, ist das absolute Killerfeature der Fetischburg die Tageskarte. Auch komplexere Szenen aufbauen zu können, einfach fünf Minuten liegenbleiben zu dürfen, ohne dem Gepolter von „Verlängert ihr?“ ausgesetzt zu sein, schenkt eine Gelassenheit, die fast an sturmfrei grenzt.

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6 Kommentare zu “Fetischburg

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