Auch R*

Veröffentlicht 16/06/2014 von Miss Universe

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich hier schon liege. Meine Augen sind verbunden. Mich umgibt eine gedämpfte Stille. Ein Knebel lässt mich unangenehm sabbern, hindert mich aber nicht am Schreien, denn es würde mich ohnehin niemand hören. Nackt liege ich auf dem Bauch, den Kopf zur Seite gedreht, Arme und Beine in unnatürlicher Haltung mit festen Hanfseilen auf dem Rücken verschnürt.

Es ist nicht so, dass ich mich nicht gewehrt hätte. Solange ich freie Gliedmaße hatte, habe ich mich gewunden, entzogen, frei gekämpft. Ein paar Mal konnte ich entkommen. Aber jedes Mal wieder stand ich dann sofort im Anschluss erneut bebend im Bann seines Blickes, unfähig und unwillig seinen Kreis zu verlassen. Ein Dutzend Mal hat er mich gefangen, niedergestreckt und entwischen lassen, wie eine Katze, die mit einer Maus spielt.

Irgendwann war er des Kräftemessens müde und fesselte mich zur Bewegungsunfähigkeit. Das nächste Spiel bestand darin, meine Schmerztoleranzen an unterschiedlichen Stellen zu prüfen, mal mit den Fingern, mal mit Werkzeugen, die ich nicht sehen konnte. Sobald ich zuckend vor der nächsten Stufe scheute, herrschte er mich an: „Stillhalten!“ Mit aller Konzentration gelang es mir, die folgende Attacke bewegungslos zu empfangen – nur um vor der nächsten wimmern und zappelnd zu fliehen zu versuchen. Jede Verfehlung wurde bestraft.

Als jeder Teil meines Körpers brannte, fing er an ihn breitflächig zu schlagen. Immer und immer wieder zischte der Schmerz hell und rot auf meiner Haut, als wolle er, dass sie Blasen würfe und sich ablöste wie von einem garen Schwein. Es gab keine Steigerungen mehr, aber nahe dem Höhepunkt gab es auch kein Ende. Bis ich irgendwann wegsackte. Bis mein Empfinden sich von meinem Körper löste. Bis ich wie eine lasche Hülle liegen blieb. Da traf mich ein letzter ärgerlicher Schlag – und nichts weiter.

Meine Schulter schmerzt von der ungewohnt fixierten Stellung. Das Blut ist langsam aus den Armen gewichen. Der Boden ist kalt und hart an meiner nackten Haut, insbesondere an den aufgeschürften knochigen Stellen an Hüfte und Knien, in die sich langsam der Dreck des Linoleums brennt. Das Salz meiner Tränen frisst sich ins Augenlid, ohne dass ich es wegwischen könnte. Schnodder rinnt mir aus der fröstelnden Nase und ich zittere.

Etwas Warmes berührt meinen eisigen Fuß. Es dauert eine Weile, bis meine völlig ausgekühlte Haut Haut an der Gegenseite spürt, so groß und klopfend, dass es seine Brust sein muss. Ich kann seine Hände weder sehen noch fühlen, aber die Bewegung im Tauwerk erzählt mir, dass die Fesseln gelöst werden. Bevor sie fallen, legt er mir die Hand hinter dem Ohr zwischen Kopf und Hals. Würde er mich jetzt nicht zusammen halten, ich zerfiele in Tausend Stücke im Moment, da sich das Seil löste.

So aber fallen mit den Fesseln auch meine Niederlage und meine Angst. Die Muskeln dehnen sich auf. Das Blut fließt zurück in meinen Körper. Er nimmt mich auf, legt die Arme um meinen wunden Leib und trägt mich immer gut noch blind auf eine weiche Unterlage. Wie eine Decke, ein Schutzschild ist er über mir, lässt Wärme und Leben in mich zurück fließen. Erst langsam, später entsteht Bewegung in dieser Berührung. Die guten starken Hände verteilen etwas auf meiner im Schrei gefrorenen Haut, die langsam aufgeht und blüht unter diesem Balsam.

So wie alles sich wieder öffnet. Mein Atem und meine Schleusen. Ich habe nicht gestöhnt und mich nicht gewunden, nichts gesagt und noch nicht einmal die Hand ausgestreckt. Aber ich bin bereit, als er über mich kommt, sanft zwischen meine Schenkel gleitet. Es hat nichts von Eindringen. Wir finden nur zueinander. Ganz still fühle ich das Leben zwischen uns fließen. Wie bunt und vielgestaltig es das doch tut.

In medias res

Veröffentlicht 14/06/2014 von Miss Universe

Ich komme mit einer verkorksten Woche im Gepäck, den Ausläufern meiner Periode im Unterleib und der unangenehmen Erkenntnis im Hinterkopf, dass ich den Pseudorebell die vergangenen Tage nicht eben freundlich und umsichtig weggebissen habe, weil mir gerade mal wieder nichts ferner lag als Sex und Superheldentum. Kurzum um ich komme voller Unsicherheit.

Dem Pseudorebell geht es anders. Er hat sich offensichtlich den ganzen Tag darauf gefreut über mich herzufallen. Und genau das tut er jetzt auch. Er zögert nicht eine Sekunde. Es werden keine Worte gewechselt. Aufwärmen findet nicht statt. Stattdessen kommt er über mich wie eine Naturgewalt. Das Zutrauen, schon zu merken – oder besser noch gleich zu wissen – was ich will: Mir fehlt es, er hat es einfach. Ich habe immerhin die erlernte Einsicht, dass ich mich vor dieser Übergriffigkeit nicht schützen muss. Wenn es nicht geht, wird es enden.

Aber wie so oft geht es einfach gegen meine Überzeugung. Über meine Zweifel hinweg. Mitten durch mein Zögern hindurch. Ich wäre gewillt, diese Vorgehensweise als mangelnde Einfühlung, Verletzung der Zustimmungspflicht oder grobe Zudringlichkeit zu brandmarken, läge er nicht fast jedes Mal absolut richtig. Und selbst wenn er es einmal nicht korrekt eingeschätzt hat, geschieht mir kein Leid.

Dieses Mal jedenfalls funktioniert es wieder. Nach zwei Minuten bin ich in meinem Element. Mein Körper spielt mit dem des Pseudorebellen. Wie gut es sich anfühlt, seine geschwollene Eichel zwischen meinen nassen Lippen hin und her zu führen! Ich spüre ihn mit den Fingern und all dem heißen Gewebe dort unten, während er verzückte Laute in mein Ohr stöhnt. Er ist wahnsinnig geil. Ich höre freiwillig auf, ihn mit Mund und Hals zu umschließen, weil ich merke, wie kurz davor er schon ist.

Wenn ich wegen der Blutung schon nicht gefickt werde, dann ist er aber dran. Willig wirft er sich auf den Rücken, während ich nach der Geltube fische. So verdammt scharf, wie er ist, klappt es vielleicht, dass ich mich um seinen Arsch und seinen Schwanz gleichzeitig kümmere. Und tatsächlich habe ich bald einen Finger in seinem Unterleib und eine prächtige Erektion in der anderen Hand. Ich muss ein bisschen über mich selbst lachen, weil meine Geschicklichkeit sehr zu wünschen übrig lässt – schon beim Wichsen mit links, aber erst recht in Kombination mit der Anforderung, der rechten Hand einen deutlich langsameren Rhythmus zu geben.

Der haltlos begeisterte Pseudorebell verhindert, dass sich das im Entferntesten nach Scheitern anfühlt. Er hilft meiner schwachen Hand und zieht mich über sich, damit ich ihn mit dem Körper bedecken und küssen kann. Dafür bin ich zu kurz. Ich schnappe mir den Mädchenpenis, habe aber weder Zeit noch Lust ihn mir um die Hüfte zu schnallen. Ihn mit der Hand zu führen, erlaubt mir aber einen günstigeren Winkel. Ich kann ihn ficken und wichsen gleichzeitig und dabei noch über ihn kommen. Und weil er weiß, dass ich das sehen will, lässt er den Orgasmus zu.

Ihm ist klar, dass er mir ein Geschenk gemacht hat. Was für ein schönes, zufriedenes Grinsen. Nicht einmal jetzt bin ich in der Lage vorauszusehen, dass es nur das erste in einer langen Reihe an diesem Abend ist.

Das böse Wort mit R*

Veröffentlicht 14/06/2014 von Miss Universe

Seltsamerweise hat der Pseudorebell schon wieder Recht behalten mit seiner Prophezeiung, das Wetter würde noch schön an diesem Abend. Obwohl es den ganzen Tag über nicht so aussah, gleißt nun die Abendsonne schräg über die erfrischte Erde. Und es sind angenehm wenig Menschen, die es bemerkt haben und spontan hier draußen unterwegs sind. Der Weg hierher war weit, aber die Fülle an Grün und die Frische der Luft belohnen uns schon beim Eintauchen in das Blättermeer.

Natürlich ist der Pseudorebell ungeduldig. Wir kriechen ins erstbeste Gebüsch, das Sichtschutz von beinahe allen Seiten gewährt. Noch bevor drei Schlucke getrunken sind, hocke ich nackt über ihm. Ich genieße dieses Gefühl von bewegter Luft auf meiner Haut und einem heißen Körper unter mir. Mein Blick auf das Gesicht des Pseudorebellen offenbart erst die gleiche Freude, dann plötzlich ein strahlendes Grinsen. Noch bevor ich realisiere, was mir dieser leicht entrückte Ausdruck sagen möchte, spüre ich ihn zu meiner Überraschung heftig in mir pumpen.

„Es ist doch gar keiner da“, wundere ich mich über diese sehr untypische Schnelligkeit im Abschluss und streichle ihn. Immerhin scheint er es diesmal nicht „Scheiße“ zu finden, sondern legt mich auf den Rücken und bemüht sich um Ausgleich. Als hätte er eine Vorahnung gehabt, tapst in diesem Moment ein verspielter junger Hund über unsere erhitzten Körper, wirft Rucksäcke und ein Bier um. „Ich bin im Explorermodus“, verkündet der Pseudorebell, und wir machen uns auf die Suche nach einem schöneren Platz.

Seit Tagen phantasiert er vom Schwimmen. Und, ja, die Sonne scheint und wir sind in immerhin nicht ganz zufällig in der Nähe eines Fließgewässers. Ich mache mich ein bisschen über seine idealisierten Vorstellungen lustig, die einer schwarzweiß gefilmten, von Chris Isaac musikalisch untermalten Liebesszene in der Brandung im Stile der 90er ähneln, und stapfe hinterher. Wir können Tiefgarage, ich brauche kein Bett aus Rosenblüten zu suchen.

Tatsächlich findet er eine Flussbiegung, die vollkommen von der Abendsonne ausgeleuchtet ist. Tatsächlich tapsen wir in die dunkle, leicht modrige Brühe, die anfangs ziemlich kalt ist. Und dann passiert dieser Moment, gegen den ich mich nicht wehren kann. Unsere Körper berühren einander im Wasser. Er hält mich und wir küssen uns. Die frisch gekühlte Haut empfindet die Wärme des anderen wie Licht durch eine Milchglasscheibe. Wie konnte ich dieses gleichzeitige Gefühl von Hitze und Kälte seit letztem Sommer vergessen haben? Die schräg stehende, goldene Sonne illuminiert die weiße Haut, die blonden Haare und die hellen Augen dieses schaumgeborenen Wesens vor mir wie eine Ikone. Es ist unwirklich schön. Es ist nicht einmal mehr kalt.

Ich muss grinsen, als ich plötzlich auch noch eine unter den nasskalten Umständen besonders beeindruckende Erektion in der Hand habe. „Wo bleiben eigentlich die Paddler?“ frage ich hilflos, weil ich der erschreckenden Perfektion dieser Szene wirklich nichts mehr entgegen zu setzen habe.  Da kommen sie schon um die Flußbiegung. Ausnahmsweise scheint es genauso hübsch auszusehen, wie es sich anfühlt. Wie eine still gleitende Entenfamilie fahren sie einen respektvollen, sanften Bogen um unsere am Rander der Strömung verschlungenen Körper, und jeder einzelne lächelt milde.

Wir krabbeln an Land und trocknen. Noch immer wird dieses Fleckchen Ufer golden beschienen. Ich habe mich auf dem Rücken des Pseudorebellen ausgebreitet. Mein ganzes Gewicht ist über seinen Körper verteilt. Meine Wange und Nase schmiegen sich zwischen seine Schulterblätter. Unnötigerweise klammere ich mich ein wenig an ihm fest. „Na, wonach rieche ich?“ fragt er ohne tieferen Sinn. „Nicht viel. Wie immer. Süßwassersauber.“ Huch, schon wieder, extasefreies Glück.

Noch einmal machen wir uns auf, einen ungestörten Ort zu finden. Noch einmal stapfe ich ungläubig hinter dem Pseudorebell her, diesmal durch eine sumpfige Schilfwiese, deren Bewuchs mir mit Leichtigkeit bis unter die Achseln reicht. Während ich noch überlege, warum er wohl immer tiefer in diesen Dschungel eindringt und wie in aller Welt er diese massiven Schilfrohre vor mir flachzulegen gedenkt, steht er plötzlich in der Mitte des Schilfmeeres auf einer Lichtung. Irgendwer hat eine kleine, kreisrunde Wiese hier hinein gerodet. „Es gibt nicht einmal Mücken“, staunen wir das Miniaturparadies an.

Wieder legt er sich auf den Rücken und wieder hocke ich mich über ihn. Dieses Mal lässt er sich nicht überraschen. Eine kleine Ewigkeit schwinge ich auf den Knien an seinem Schwanz auf und ab. Solange ich die Kraft habe, ziehe ich die Füße unter den Körper und lasse meine Oberschenkel den ganzen Weg bis zur Spitze zurücklegen. Ich bin in diesem Modus, in dem ich seufzend nicht nur die Spaziergänger vergessen habe, die mich hier tatsächlich nicht sehen können, sondern auch ihn, wie der Pseudorebell sagen würde.

Irgendwann kann ich nicht mehr. Ich will mich vor ihn knien, damit er mich schön von hinten nehmen kann, aber er kommandiert: „Hinlegen.“ Einen Moment lang denke ich, er will mir nahe sein und sich in mich hinein wühlen. Aber er baut sich zwischen meinen Schenkeln auf, hebt mein Becken an, fickt mich aufgerichtet von dort und verpackt einen hübschen Gedanken in den nächsten Befehl: „Augen auf. Himmel angucken.“

Ich verstehe, was er meint. Von dort unten öffnet sich über dem Schilfrund, eingerahmt vom Blätterdach eines Baumes eine gigantische blaue Kuppel. Die letzten Sonnenstrahlen werden von irgendwo zurückgeworfen. Und mittendrin der hoch aufragende, leuchtend glückliche Alabasterkörper des Pseudorebellen. Ein Sinnbild quasi. Dann nimmt er mich doch noch von hinten. Und als wir fertig sind, bin ich mal wieder ein wenig außer Fassung angesichts eines so phantastischen Sommerabends und der ungeplanten Leichtigkeit, mit der er entsteht.

Bauch an Rücken

Veröffentlicht 13/06/2014 von Pseudorebell

Wir treffen uns vor dem Bürogebäude und nur ganz hinten am Horizont lugt ein Sonnenstrahl vor. „Da hinten wird es hell, gleich scheint die Sonne“ sage ich und sie lächelt zurück. Wir treten den Weg zu unserem Ausflugsziel an.

Als wir ankommen sind die Wolken in Fetzen zerrissen und es sieht nach einem schönen Abend im frühen Sommer aus. Es ist ein kleines Waldstück, ein bisschen außerhalb der Stadt. Die Bäume sind hoch, es gibt Tümpel und den Kanal. Ein bisschen ziellos sind wir und machen einen Baum aus, der recht weit abseits vom Weg steht und mit hohem Gras drum herum. So richtig sicher bin ich mir nicht, also gehen wir weiter und finden schließlich die Stelle, an der wir beim letzten Mal waren als wir das hier besuchten.

Zwischen den Bäumen ist eine freie Stelle. Ich knicke ein paar Äste weg und es ist Platz für die Decke. Mein Shirt fällt und wir sitzen uns in dieser kleinen Höhle gegenüber, bis Miss Universe ihre Bluse auszieht und wir uns aneinander schmiegen. Ein wunderbares Gefühl ist das. Die Luft ist ein ganz kleines bisschen kühl und ihre Haut fühlt sich warm auf meiner an. Wir küssen uns und berühren den Körper des anderen mit den Lippen. Und schließlich bin ich hinter ihr und wir vögeln. Ich mag es, ihren Arsch zu greifen, fahre mit den Händen die Rückseite ihrer Oberschenkel ab und finde sie geil. Sie stelle ein Bein auf und es überkommt mich dieses gute, intensive Gefühl und ich spüre, dass ich gleich komme.

Noch will ich nicht. Ich lasse von ihr ab und bitte sie auf mich. Schon wieder rollt der Orgasmus an. Sie bewegt sich ein wenig auf mir und ich komme. „Und es war nicht mal einer da“ kommentiert sie. Drei Minuten später halte ich Finger auf ihrer Klitoris und meine Zunge spielt mit ihren Brüsten. Sie stöhnt und windet sich und als sie kommt, hört sie nicht auf zu grinsen – und ich tue es ihr gleich.

Ich möchte mehr. Ich will nackt sein und Wasser um mich spüren, es ist schließlich Sommer. Miss Universe hat einen Bikini einstecken und zieht praktischerweise gleich an. Und dann stapfen wir mit je einem Bier in der Hand 500 Meter in Richtung Wasser. Ich in voller Montur, sie im Bikini mit Rucksack auf. Die letzten Wolken haben sich verzogen, es ist klar, warm und man muss alle Nase lang blinzeln, weil die Sonne tief steht.

Wir finden diese Stelle mit einem Stück Wiese direkt am Kanal. Miss Universe hat schon den ersten Fuß im Wasser als ich beschließe meine Badeklamotten eingepackt zu lassen und stattdessen nackt baden zu gehen. Das Wasser ist kalt, ich starkse an Miss Universe vorbei und lasse mich zurückfallen. Augenblicklich finde ich es total schön endlich draußen im Wasser zu sein. Sie sieht wie gut es ist, kommt hinter mir her und wir planschen. Und dann stehen wir im hüfthohen Wasser und küssen uns. Die Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, die Tropfen auf Miss Universe Haut glitzern und plötzlich freue ich mich wie ein kleines Kind, sie so zu sehen.

Als sie aus dem Wasser steigt bietet sie zuerst mir ein Handtuch an, damit ich es mir um die Hüfte wickeln kann und bestimmt auch damit nicht gleich jeder der vorbei kommt, mit meinem nackten Körper konfrontiert ist. Wir legen uns nebeneinander und trinken Bier. Unser Gespräch geht darüber, wie schön es doch hier draußen ist und über Kanutouren in Schweden bis irgendwas sie motiviert sich auf mich zu legen. Also liegen wir beide bäuchlings, ich spüre ihr Gewicht auf mir und von rechts scheint uns die untergehenden Sonne aus. Ich schließe die Augen und dieser Moment ist so schön, dass ich sie mehrere Minuten lang geschlossen halte um nur uns und das Stück Natur zu spüren. Als sie runter krabbelt protestiere ich und sie steigt wieder auf. Es entsteht wieder das gleiche Gefühl und wir halten mehrfach fest, dass das hier fast Urlaub ist und das Beste, was uns an diesem Tag passiere konnte – mindestens.

Auf dem Rückweg steht die Sonne tief und im T-Shirt wird es frisch und Gänsehaut zeigt sich auf meinen Armen. Wir kommen wieder am Baum von Anfang vorbei und möchten es diesmal wagen. Das Gras geht mir bis zum Bauchnabel. Nach 15 Metern Gestapfe ist da plötzlich mitten in der Wiese eine Lichtung die aussieht wie mit der Sense bearbeitet. Perfekt. Über uns der blaue Abendhimmeln, von allen seiten so hohes Gras das keiner einblicken kann und eben ist es hier auch noch. Wir überspringen das Vorspiel und ficken. Miss Universe über mir, der blaue Himmel hinter ihr. Es ist nicht mit Worten zu beschrieben welche Glückgefühle das weckt. Wir sind draußen, es ist Sommer, wir sind nackt und fühlen uns gut, wir stehen aufeinander und haben gerade unverschämt guten Sex. Dann bin ich über ihr und bedeutet ihr die Augen zu öffnen damit sie das auch sehen kann. Und sie sieht und findet es toll.

Und auf dem Weg nach Hause finden wir das Geschehene wieder mehrfach und einstimmig wunderbar und fahren Hände ineinander gelegt und schweigend mit der Bahn heim.

Nacherzählt

Veröffentlicht 09/06/2014 von Pseudorebell
Ich erinnere, dass ich auf dem Bett lag und sowas bereit war. Du standest nur mit Höschen bekleided in der Tür und fragest, ob wir jetzt ficken. Ich brummelte was von wegen, dass Ficken eine gute Idee sei.

Du warst über mir und hast mich geblasen. Nicht lange, nach ein paar Sekunden lagst Du neben mir und im nächsten Moment war ich schon in Dir. Wir taten es mal zärtlich, mal schnell und fest und als ich von Dir abließ rolltest Du Dich zusammen und es flossen ein paar Tränchen. Dann krabbelste Du auf alle Viere und ich nahm Dich von hinten.  Erst passiv. Ich drang langsam ein und als ich in voller Länge in Dir war hielten wir inne. Ich stieß zu und knetete Deinen Arsch und Deine Lende. Du fandest das geil und hast gestöhnt und warst so wunderbar laut. Du sagtest, ich solle Dir noch mal weh tun und ich wusste gar nicht Du meintest, als schlug ich auf Deinen Arsch. Sofort danach war mir klar was Du meintest,  ich zog mich zurück und stieß Dich fest. Ich fragte Dich ob es gut sei und Du hast mit einem herausgedrücktem „ja“ geantwortet. Das Spiel spielten wir ein paar Mal und Du sagtest mehrfach, wie gut ich Dich ficke.

Ich forderte Dich auf, es Dir auf mir zu besorgen. Und das hast Du. Du warst mir nah und wir haben geküsst. Dann warst Du aufgerichtet und hast mich schnell und wild gevögelt. Und der beste Moment war wieder so einer, als wir uns anlachten, weil es so unendlich gut ist Sex zu haben.

Am Ende stand ich vor Dir mit dem Plan, auf Dich zu wichsen. Du schautest zu mir auf und hast Dich gestreichelt. Und dann hast Du mich gelobt, weil ich Dich so hübsch vollgesaut habe.

Übers Ficken. Oder kurz davor

Veröffentlicht 09/06/2014 von Pseudorebell

Die Berührung kommt sanft über Dich. Zwei Finger streicheln über die Ausläufer Deiner Schlüsselbeine an der Stelle am Hals. Du spürst einen Handballen direkt darunter und Dir gefällt der Druck, den er erzeugt. Jetzt erst wird Dir die Gegenwart eines Körpers gewahr. Er ist groß und kräftig und kommt Dir langsam näher bis Dich nur noch Zentimeter von ihm Trennen. Du spürst ein Atmen neben Deinem Ohr und Dir gefällt die Wärme, die er an Dich abgibt. Finger fahren Deinen Rücken entlang, Du drückst Dich nach vorn durch und hebst Deinen Arsch nach oben. Kurz ruht die Hand auf der linken Pobacke, dann greift sie fest zu und walkt den Gluteus, dass Dir ein Stöhnen entfährt. Deine freiliegende Brüste werden zart berührt und Du bist ein ganz kleines bisschen überrascht als Du merkst, dass es Deine Finger sind die die nach vorn gerichteten Brustwarzen erst streicheln und sofort danach drücken. Dein Hals wird freigelassen und die Hand wechselt auf Deinen unteren Bauch. „Greif zu“ willst Du sagen, da passiert es auch schon. Die Haut am Bauch dehnt sich und es ist ein wunderbares Gefühl, wie die Muskeln dagegen arbeiten. Er wendet sich von Deinem Arsch ab und jetzt fasst die Hand Deinen Nacken. Du wünscht Dir, dass der Griff fest wird und augenblicklich wird er es. Gleichzeitig wird Dein Kopf an den Haaren nach hinten gezogen und zwei Finger drücken sich in Deine Spalte. Der Kopf ist jetzt genau neben Deinem und Du hörst ihn stöhnen. „Oh Gott bist Du nass.“. Ein Ruck geht durch Dich als Du umgedreht wirst und im nächsten Moment willst Du nichts mehr, als ihn endlich in Dir zu fühlen.

Tiefgarage im Galaxiennebel

Veröffentlicht 05/06/2014 von Miss Universe

Dieses Mal bedrängt mich der Kuss nicht. Er ist mir nicht zu viel, kein Angriff auf meine Autarkie, kein allzu selbstverständlicher Übergriff. Dieses Mal küsst er mich. Und mein Ich ist ausnahmsweise fokussiert; an einem Ort, in einem Körper, in einer Rolle, die sich nach mir anfühlt. Dieses Mal küsse ich mit und muss nicht darüber nachdenken, was ich damit meine.

Für einen Moment ist es ein Austausch von Zärtlichkeit. In dem Augenblick, in dem ich ganz dort angekommen bin, entsteht die Lust auf mehr. Ich atme die warme Haut unter meiner Nase. Meine Arme greifen so weit sie können, um den Pseudorebellen herum und versuchen ihn näher zu ziehen. Sein Becken beginnt, gegen meinen Unterleib zu kreisen. Ich habe auf eine schöne Art Lust, seltsamerweise ganz ohne Gier und Hast. Ich will nur immer mehr berühren. Ich singe beinahe vor mich hin vor genüsslicher Freude, und wenn ich die Augen öffne, lächelt er mich an.

Ich küsse seine Brust, und wieder habe ich sofort auch Lust, seinen Schwanz zu küssen. Eine Sekunde komme ich auf die unsinnige Idee, das könnte enden wie beim letzten Mal. Dann fällt mir auf, dass das Quatsch ist, und ich bücke mich. Wie so manchmal korreliert der tiefstmögliche Punkt mit dem schönstmöglichen Geräusch. Als ich den Kopf wieder hebe, muss ich seine Hand von meinem krampfenden Kehlkopf schieben. Ich will immer noch mehr.

Er schiebt mir die Finger zwischen die Beine, und erfreulicherweise erkennt er, dass ich mehr als bereit bin. Wenn ich noch einen Willen habe, dann diesen. Er kommt zu mir – und hält erst einmal still. Es ist einer dieser Momente mit umgekehrtem Urknall. Das Universum stürzt in sich zusammen und konzentriert sich auf diesen einen Punkt. Alles andere verschwindet in völliger Dunkelheit. Nur unsere Geschlechter pulsieren in strahlender Energie. Ich bin angenehm ausgelöscht. Ich bin ganz und gar. Hier. Jetzt. Da.

Wahrscheinlich stehe ich noch immer auf meinen Beinen und irgendwo um mich herum existiert eine Tiefgarage, in der sich nichtsahnend Menschen zu ihren Autos bewegen. Aber all das fühlt sich an wie eine Parallelwelt. Das eigentliche Zentrum ist dieses alles umfassende Gefühl, das ich halb stöhne, halb lache, halb weine, weil mir die geeignete Äußerung fehlt, von Worten ganz zu schweigen. Irgendwann hält er mich erneut still. Noch einmal durchspült mich das Gefühl einer einstürzenden Galaxie. Würde es mich jetzt mitreißen und für immer vernichten, hätte ich keine Einwände. Es ist das ganze Leben und ich habe es gesehen. Ich bin weg.

Vielleicht sacke ich tatsächlich langsam in mich zusammen. Jedenfalls packt er meine Schulter und bringt mich entschlossen wieder in Schwung. Bis er seinerseits ersterbend mit der Stirn auf meinen Rücken sinkt. Ich drehe mich um und habe dieses Geschöpf vor mir. Aus eins wird wieder zwei. Und diesem Anderen will ich mitteilen, wie glücklich es mich macht, das mit ihm teilen zu können. Meine Hände streichen und greifen, armen und pressen, schieben und halten im beredten Wunsch ihn wissen zu lassen, wie dankbar und froh ich bin. Wieder erzählt mir sein Lachen, dass er zumindest in etwa versteht.

Noch ehe ich ahne, wie mir geschieht, hat er meine gestenreichen Bekundungen durch die uralte bekannte Erzählung seiner Hände und Lippen erlahmen lassen. Ich überantworte mich den wissenden Berührungen, die plötzlich einen beinahe heimatlichen Klang haben. Sie geleiten mich spielend auf einen Höhepunkt, den ich vor lauter galaktischen Implosionen gar nicht hatte kommen sehen.