Ich Tarzan

Veröffentlicht 25/05/2014 von Miss Universe

Als er das Shirt auszieht, greife ich einem reinen Impuls folgend in seine Brust. Er mag das. Kopf und Arme treten ein Stück zurück, der Rest reckt sich mir entgegen. Und das wiederum mag ich. Der Pseudorebell steht vor mir in so einer Art erwartungsvoller Hingabe. Ich kneife in den Muskel, ziehe ihn heraus, packe daneben auch seinen Nippel. Er dreht den Kopf, schließt kurz die Augen und gibt dankbare Genussgeräusche von sich. Für einen Augenblick hält er still und spürt hin.

Ich weiß immer noch nicht, ob das der seltene Zugang zu meiner eigenen Dominanz ist oder ob ich diese Momente so liebe, weil sie die Kehrseite des Gefühls darstellen, mit dem ich mich so gern von seinem Begehren überwältigen und nehmen lasse. In jedem Fall empfinde ich es als Geschenk, dass er sich ganz in meine Hand begiebt und für eine kurze Zeit dieser von mir so geschätzte Vorwärtsdrang ausgesetzt ist in der Erwartung meiner Handlung.

Mein Mund hilft mit, seine Brust zu bearbeiten. In ein paar Minuten werde ich aufschauen und sie aufgebracht rot leuchten sehen, so sehr habe ich sie traktiert. Ich bin immer noch kleiner als er, aber meine Hand hält seinen Hals in Schach. Um noch mehr Druck ausüben zu können, drehe ich ihn gegen die Wand. Wenn ich jetzt mit meinem Körpergewicht seine Schulter gegen den Beton presse, reicht es zumindest auf meiner Seite für die Illusion, ich hätte ihn unter Kontrolle.

Die andere Hand öffnet seine Hose. Hach, dieser erste Griff an einen halb aufgerichteten Schwanz, der innerhalb von Sekunden in meinen Fingern aufwächst! Gerade noch rechtzeitig kann ich mich bücken und die sich vorwagende Eichel mit den Lippen umschließen. Ich habe dieses willige Stück Fleisch in meiner Hand. Meine Finger, mein Mund wissen von Hunderten Malen, was sie zu tun haben. Es braucht keinen Gedanken. Sie haben das absolute Zutrauen Lust spenden zu können.

Und auf einmal habe ich fürchterlich Bock ihn zu ficken. Ich will ihn in der Hand haben, ihn unter mich bringen, mich in ihn hineinwühlen, ihn besitzen, penetrieren, meine Lust gewaltsam in ihn hineinpumpen. Ich will ihn nehmen, haben, unterwerfen, im Sturm. Es ist einer dieser Momente, in denen ich gerne einen Penis hätte, um eindringen, mich breit machen, aufspießen zu können. Aber ich habe nicht einmal das armseelige Ersatzteil dabei.

Stattdessen beginne ich in dieser Gemütslage einen Blowjob. Das Ergebnis ist merkwürdig, denn mein beinahe blinder, aggressiver Eifer führt innerhalb kürzester Zeit dazu, dass mein Hals schmerzt, ich immer wieder meinen Würgereiz bezähmen muss und mir die Augen übergehen vor Luftmangel und Überdruck, so dass sie voller Tränen stehen. Aber Trotzdem: Das ist mein Fick. Erst bleibe ich gebückt, mit einer Hand noch immer seine Schulter gegen die Wand pressend, dann gehe ich irgendwann in die Knie, um ihn mir noch tiefer in den Rachen rammen zu können.

Ich muss diesen absoluten Willen, die Aggression und Entschlossenheit, die ich empfinde, ausstrahlen. Oder er spürt sie an seinem eher vergewaltigten als liebkosten Schwanz. Jedenfalls geschieht nicht, was ich sonst begrüße, in diesem Fall aber beinahe als Niederlage empfunden hätte: Er löst sich nicht von der Wand, packt mich und stellt mich umgedreht gegen das Rohr. Es ist einer der ganz seltenen Augenblicke, wo er tatsächlich nicht die Führung übernimmt. Er gönnt mir den Triumph, ihn zu Ende zu blasen, bis er mit leicht einsackenden Knien in meinem Mund kommt.

Ich bin geflasht. Als er mich aus der Hocke hebt, mich küsst und mir wohlwollend freundlich zwei gefühlvolle Finger zwischen die Beine schiebt, finden diese eine hocherregte Körperlandschaft vor. Ich brauche ein bisschen um festzustellen, dass die Berührung zwar äußerst angenehm ist, aber mein aufgeplustertes Aggressor-Mindset jetzt nicht die Kurve nehmen wird, um es sich nett reziprok besorgen zu lassen. Ich schiebe ihn weg, und beim zweiten Mal hat er es auch kapiert. Als er mir eine halbe Stunde später schreibt, ich möge bei der nächsten Session doch bitte meinen Mädchenpenis mitbringen, grinse ich selbstzufrieden.

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