Gewollt

Veröffentlicht 08/03/2014 von Miss Universe
Ich stehe reichlich betrunken in einer zur Bühne ausgerichteten Menschenmenge. Plötzlich habe ich die Pseudorebellenhände von hinten auf den Hüften. Sie halten oder streicheln mich nicht. Sie graben sich mit erstaunlicher Kraft in mein Fleisch. Sie pressen in meine Leiste. Die starken Finger greifen von der Seite in meine Bauchmuskeln und suchen Halt, um daran zu ziehen. Die ganze Hand packt meinen Brustkorb. Fünf Kuppen wühlen in meinem Bauchfett. Starke Arme richten mein Becken aus.

Es hat nichts von Zärtlichkeit. Es ist keine Einladung. Es folgt keinem Aufbau. Es ist ungeschöntes, ungebremstes, nacktes, direktes Verlangen, und ich liebe es. Mein Körper will sofort Objekt der massiven Kraft sein, die da überfließt. Es beglückt mich mehr als ich zugeben will, so elementar, körperlich und ungestüm begehrt zu werden. Ich stehe da, die Augen geschlossen, den Mund geöffnet, und genieße die riesige Energie, die dieser Körper hinter mir übermittelt, und wie meiner darauf einfach, aber heftig reagiert. Es ist vollkommen unnötig, dass er mir ins Ohr flüstert: „Ich will dich jetzt – überall.“ Glaub mir, das habe ich verstanden.

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