Zu früh

Veröffentlicht 03/03/2014 von Miss Universe
Beim Pseudorebell ist es gerne die Sonne, die ihn wollüstig macht. Bei mir ist es eher die Muße, die Bedürfnisse meines Körpers aktiv wahrzunehmen, die meine Gedanken um das Eine kreisen lässt. An diesem Tag kommt alles zusammen, und wir freuen uns beide schon stundenlang vorher auf die Mittagspause.
Kaum angekommen sind die Oberteile ausgezogen und wir reiben unsere nackten Oberkörper gierig aneinander. So viel heiße, weiche Haut erzeugt unnötigerweise noch mehr Lust auf mehr. Der Pseudorebell schiebt mir eine Hand zwischen die Beine und beginnt, mit dem Mund meine Brüste zu necken, dass ich fast wahnsinnig werde. Der Reiz ist so dringend und spitz, dass mich das unaufschiebbare Verlangen überkommt, jetzt unbedingt dieses Loch zwischen meinen Beinen gestopft bekommen zu müssen. Da helfen auch keine hübschen Finger mehr!
Ich schiebe ihn zurück, unfähig in meiner Gier diesen einen brennenden Wunsch noch artikulieren zu können, aber hoffend, dass er das schon von alleine tun wird. Ich starre ihn an und muss miterleben, wie der erste Versuch von nahenden Unschuldigen vereitelt wird. Mein Erregungslevel fällt auf einen Stand, in dem ich mich verwundert darüber amüsieren kann, wie merkwürdig suggestiv er über meine Schlüsselbeine streicht, anstatt mich einfach an den Schultern nach unten zu drücken, wenn er einen Blowjob möchte.

Kurz darauf folgt der zweite Anlauf. Er braucht dieses Mal ein bisschen, um sich einzurichten, aber fünf Stöße später kann ich spüren, wie er sich angenehm in mir ausdehnt. Ob ich besonders laut war, weiß ich nicht mehr. Aber dass ich unbedingt mehr spüren will, führt dazu, dass ich von mir aus den Weg verlängere. Ich schiebe meinen Körper ein Stückchen von ihm weg, um auf der ganzen Länge fühlen zu können, wie er sich in mich schiebt.

Seine Finger krallen in meine Leiste, wie ich es mag, aber ich darf diese Bewegung führen. Vielleicht viermal schaffe ich es, als plötzlich von hinten eine Tonfolge von „oh, ja, schei-“ zu hören ist. Ohne diese Wörter hätte ich höchstwahrscheinlich gar nicht mitbekommen, was da passiert ist. So habe ich verstanden, dass gerade ein überraschender („oh“) Orgasmus („ja“) kam, den er wie immer, wenn es ihm zu schnell geht, bedauern („Scheiße“) will, bis ihm enfällt, dass ich ihn schon mehrfach gebeten habe, derart schöne Ereignisse nicht so despektierlich zu kommentieren.

Er empfindet das wirklich als schade. Es hilft auch nichts, wenn er nach einem kleinen Intermezzo an meinen Zonen noch einmal in meinem Mund kommen darf. Er hätte gern länger. Ich muss mich ganz alleine daran erfreuen, dass der Pseudorebell doch kein unfehlbares Timing beherrscht und ab und an von seiner eigenen Geilheit überrannt wird. Mich beglückt still und heimlich der eingebildete Triumph, wenigstens Objekt, vielleicht sogar Auslöser so eines gepflegten Kontrollverlustes zu sein.

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