Gleichzeitig

Veröffentlicht 16/12/2013 von Miss Universe
Ich war mal wieder mit dieser wenig vielversprechenden Mischung aus Erschöpfung und nervlicher Erregung angekommen, die mich manchmal zweifeln lässt, ob 60 Minuten intensiver Körperkommunikation auf Kommando jetzt wirklich das Richtige ist. Fast immer werde ich eines Besseren belehrt.

Der Pseudorebell stellt sich hinter mich. Ich schließe die Augen, und innerhalb von Sekunden habe ich alles vergessen. Die beruhigende Wärme des großen Körpers strahlt auf mich aus. Die starken Arme halten mich. Die wissenden Hände bejahen meine physische Existenz. Ich lasse los, er baut auf, und schon habe ich Lust. Mit der erwachenden Klarheit des Wunsches streift mich die Erkenntnis, dass diese Fertigkeit erlernt ist. Ich kann mich fallen lassen, und er weiß, in welchen Situationen er mich wie in diesem Sinne aufwärmen muss.

Viele Kilometer Haut später liege ich bäuchlings unter ihm. So vieles passt. Ich habe die Beine beinahe geschlossen und liege tatsächlich flach, so dass er nicht im bösen Winkel ganz tief, sondern nur an die gute Stelle gelangt, wenn er zustößt. Beinahe meine gesamte Rückseite ist von seiner heißen Haut bedeckt, er atmet ganz bewusst schwer in mein Ohr. Und sein Körpergewicht presst mich in die Matratze. Auf diese Weise entsteht der von mir sehr geliebte Druck auf den Venushügel.

Es schreit danach, noch ein wenig nachzuhelfen. Ich schiebe mit ein wenig Mühe meine Hand zwischen Klitoris und Laken und weiß, dass ich jetzt kommen will. Gleichzeitig mit so viel Hautkontakt gefickt werden und masturbieren ist zu gut. Ich schraube mich das letzte bisschen hoch, obwohl ich doch eben noch wieder dachte, es ginge nicht mehr. Es geht phantastisch, als das riesige Wesen in meinem Rücken es tatsächlich zeitgleich und direkt neben meinem Ohr tut. Wie gern ich das höre! Und wie großartig sich das ein in mein eigenes Feuerwerk mischt!

Ich liege immer noch unter ihm auf den Bauch, während die letzte Welle aus mir heraus rollt und der Pseudorebell sich zufrieden ablegt. Wie manchmal, wenn es besonders gut ist, laufen ein paar Tränchen aus meinen Augen. Gerade will ich tief bewegt stammeln: „Kann es sein, dass das gerade absolut gleichzeitig war?“ Da geht mir auf, dass das weniger ein seltenes Naturereignis als eine bewusst herbei geführte Situation war, in der der Pseudorebell sein Wissen über zwei Körper schon wieder geschickt neu kombiniert hat.

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Ein Kommentar zu “Gleichzeitig

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