Anlehnen II

Veröffentlicht 28/09/2013 von Miss Universe
Wir hatten das Spiel mir der Angst. Und wir hatten den anschließenden wilden Sex, eine Mischung aus „Versöhnung und angestauter Lust“, wie mir der Pseudorebell anschließend treffend schrieb. Jetzt bin ich friedlich, und die Aufregung ist einer angenehmen Entspannung gewichen. Ich habe keinerlei Plan, was als nächstes passieren sollte, als er jetzt vor mir steht.
Anscheinend hat er den auch nicht, denn er rührt sich fast nicht in den folgenden Minuten. Ich folge einfach nur dem Impuls, ihm nahe sein zu wollen. Unsere Körper sind nackt. Sie können einander auch über ein paar Zentimeter hinweg spüren. Trotzdem strecke ich die Hände aus und streiche über seine Oberfläche. Ich muss sie nicht spüren, um mich zu vergewissern. Ich will gerade weder geil davon werden, noch diesen Effekt bei ihm beobachten. Ich will nicht einmal, die Weichheit der Haut oder die Schönheit der Statur fühlen. Wenn meine Hände etwas wollen, dann nur von ihrer Dankbarkeit erzählen.
Sie tun das episch. In ruhigen Bahnen fahren sie über seinen Oberkörper. Vorderseite. Sie sprechen ruhig und deutlich, mit klarer Stimme, nachdrücklich, ohne eine Spur von Zweifel oder Aufregung. Rückseite. Flanke. Sie gehen synchron vor, in Symmetrie zu seinen Körperachsen. Sie wandern die Beine hinab. In Schleifen. Immer wieder. Es ist massiv unsexy und verstörend ernsthaft. Ich bin ganz bei meinen Händen, schaue ihm nicht ins Gesicht, aber ich würde wetten, dass sogar der Pseudorebell in diesem Moment die Augen geschlossen hält. Am liebsten würde ich den ganzen Körper gleichzeitig abzeichnen.

Hinter ihm stehend lasse ich meine Hände abermals über seine Schultern streichen, die Wirbelsäule seitlich hinab. Die Art und Weise, wie er ausatmet, sagt mir, dass er sich nicht langweilt oder bedrängt fühlt, sondern das irgendwie genießt. Die Handflächen wandern um seine Hüften auf die Vorderseite und gleiten mit sanftem Druck über seinen Bauch aufwärts. Weiter hinauf über die Brust bis auf die Schultern. Es ist eine Sackgasse, ich kann sie nicht weiter laufen lassen. Meine Arme sind unter seine geflochten. Noch ein wenig weiter und mein Körper wird gegen seinen gezogen.

Ich will nicht unbedingt weiter. Aber ich will auf keinen Fall aufhören. Ich halte ihn von hinten auf meine Brust gepresst in so einer Art Schwitzkasten. Nur dass keiner schwitzt und auch kein Zwang ausgeübt wird, lediglich einen gewissen Druck lasse ich nicht weichen. Und auf einmal habe ich das Gefühl, dass er sich darein ergibt. Er lässt sich nicht fallen, ich könnte ihn niemals halten. Aber er lehnt gegen meine Brust, sekundenlang von mir gehalten, fest und frei. Ich fühle mich schon wieder beschenkt. Als ich doch wieder loslasse, will ich ganz sicher zärtlich sein. Ich lasse ihn hinknien und meine Zunge diese Stelle an seinem Arsch streicheln, die das so gut spüren kann.

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