Schnöder Sex

Veröffentlicht 15/09/2013 von Miss Universe
Wir müssen warten. „Lass uns ’ne halbe Stunde schnöden Sex haben“, schlägt der Pseudorebell pragmatisch als Überbrückungslösung vor und steuert das Stundenhotel an. Das ist eine Zeiteinheit, die wir nicht so gut eingeübt haben, aber ich verlasse mich einfach mal auf seinen erstaunlich präzisen inneren Wecker. Und auf seine Kreativität, was „schnöden Sex“ angeht.

Schon während wir zwischen Professionellen auf ein Zimmer warten, drückt er mit zwei Fingern so geschickt durch den dicken Stoff meiner Jeans, dass ich ein Stöhnen unterdrücken muss. Die Mädels wollen sicher auch nicht weiter belästigt werden. Vor Ort drängt er sich von hinten an mich, und ich stelle mir zum wiederholten Mal die Frage, wieso Vorspiel beim Pseudorebellen eigentlich grundsätzlich in der Senkrechten stattzufinden hat, selbst wenn das gemütliche Bett direkt daneben steht. Ich pule mir also eilig, während er versucht mich sinnlich zu berühren, die Klamotten vom Leib und werfe mich aufs Bett.

1. Die Reaktion ist tatsächlich, dass das Vorspiel beendet ist. Wir haben ja auch nur ein halbe Stunde Zeit. Er kommt über mich, eine Position, die ich gefühlt lange nicht hatte, und wenn dann eher am Ende. Ich schlinge Arme und Beine um ihn und genieße die große Nähe. Eigentlich würde er mich in dieser Situation küssen; nach kurzer Zeit geht mir auf, dass er tatsächlich versucht meinen Lippenstift zu schonen. Ich denke kurz an eine Unterhaltung mit der Schönen, in der sie versicherte, ohne Küssen ginge schon einmal gar nichts. Hier schon.

2. Bald dreht er mich auf die Seite und kommt von hinten. Es muss an den Proportionen unserer Körper liegen, dass er so betörend dicht an meinem Rücken und tief in mir drin ist. Gleichzeitig umschlingt er mich mit den Armen. Es fühlt sich so gut an, dass ich sogar die Energie aufbringe, ihm das währenddessen zu erzählen.

3. Das motiviert ihn zum nächsten Coup. Irgendwie schafft er es, mich um 90° nach oben zu drehen und sich unter mich zu schieben. Ich lande planlos mit ausgestreckten Beinen auf seinem Schoß, und sein Schwanz bohrt sich ungebremst in erstaunliche Tiefen. Ich habe eben schon gespürt, dass er heute besonders schnell ans Ende stößt. Jetzt schnappe ich nach Luft, so heftig werde ich aufgespießt. Ich gebe der Position, in die wir gefühlt zufällig geraten sind, ein bisschen Zeit, weil ich merke, dass es ihm sehr gefällt, aber das tut mir dann doch zu sehr weh.

4. Ich klappe meine Beine unter, weil ich weiß, dass ich kniend ziemlich gut steuern kann, wie er mich berührt – mit Ausnahme seiner gierigen Hände, die sich an meinem Hintern gütlich tun. Eine Zeit lang beschäftige ich meine Oberschenkelmuskeln auf diese Weise, dann verändere ich den Winkel.

5. Ich könnte mich gänzlich auf ihm ablegen, aber dann hätte ich keinerlei Bewegungsradius mehr. Stattdessen stütze ich mich auf halber Höhe rückwärts über ihm ab. Die Knie sind hochgezogen, so dass ich wiederum über die ganze Strecke seines Schaftes rutschen kann.

6. Irgendwann will ich ihn wieder sehen und wechsle zum anderen Cowgirl. Seltsamerweise stiert er mich überhaupt nicht an, sondern hat die Augen geschlossen und präsentiert mir sein zauberhaftes Profil. Ohne Aufsicht sehe ich mir tatsächlich alleine im großen Spiegel an, wie ich ihn reite und meine Brüste dazu wippen.

7. Ich werde oben abgelöst. Auf dem Rücken liegend lasse ich mich ficken, und zwar heftig. Ich mache meinen Arm lang und greife ihm von hinten an den Arsch. Ob ich meine Anfeuerung in Worten artikuliert habe, weiß ich nicht mehr. Er nimmt ein bisschen Abstand, wahrscheinlich um sich ansehen zu können, wie wir uns ineinander schieben. Ich nutze die Lücke, um meine Hand dort ins Spiel zu bringen.

8. Als ich nicht mehr kann, wechselt er zur Bank. Immer, wenn ich nichts mehr hinkriege, kann ich immerhin noch vor ihm knien und seine schwungvollen Stöße krachend mit meinem Becken entgegen nehmen. Das wäre ein klassisches Ende, aber der innere Pseudorebellenwecker scheint noch nicht zu klingeln.

9. Er streckt sich noch einmal auf dem Rücken aus, diesmal parallel zum Spiegel, und wichst wie ein Wahnsinniger. Mein Beitrag besteht darin ihm die Zunge herauszustrecken, damit er sich daran reiben kann. Ich stelle mir vor, dass er mir an den Hals spritzen will, aber er zieht mich tatsächlich noch einmal über sich.

10. Irgendwoher habe ich wieder ein bisschen Kraft getankt, mit der ich ihn anständig ficken kann. Ich reiße die Arme hoch und lasse sie trommelnd auf seine Brust niederregnen. Ob es das Zuschauen im Spiegel ist oder doch nur der Wecker – er kommt, seufzend und ausführlich. Wie gern ich da zuhöre!

Kurz lasse ich meinen Oberkörper auf seinem ruhen. Ich bin durchgeschwitzt wie nach einem Workout. Am liebsten würde ich jetzt augenblicklich ins Bett gehen. Aber das war ja nur ein bisschen kurzer, schnöder Sex zum Zeitvertreib. Schnell in die Klamotten und ab dafür…
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