Knips

Veröffentlicht 08/09/2013 von Miss Universe
Wir brechen uns einen Weg durch Gebüsch, das anderen zur Bedürfniserleichterung dient, und stehen sofort danach direkt am Wasser. Es ist schon lange dunkel, aber noch immer liegt Spätsommerhitze über der absolut stillen Oberfläche des Sees. Die Skyline des gegenüber liegenden Ufers spiegelt sich mit ihren Lichtpunkten perfekt am Horizont, darüber gaukelt ab und an Wetterleuchten. Es ist wunderbar still hier, wie in einer anderen Welt. Und zu allem Überfluss hat die Steinplatte der Kaimauer, auf der wir uns mit unseren Bieren jetzt niederlassen, die Wärme des Tages gespeichert. Wenigstens huscht auf dem Sims direkt über der Wasseroberfläche, auf dem meine nackten Füße baumeln, eine aufgebrachte Ratte herum. Sonst müsste ich das alles für einen Traum halten, so sehr bin ich auf Herbst eingestimmt und von dieser geballten Ladung Sommerabend übermannt.

Aus Gründen ist der Pseudorebell zögerlich. Aber als ich ihm sage, dass er mich küssen soll, tut er das. Und mir gefällt sehr, wie er es tut: auf seine Weise mit dem ganzen Körper, aber nicht im Sturm. Irgendwie bin ich auf seinem Schoß zu sitzen gekommen, nach vorne an seine Brust geschmiegt, hinten von seinen Armen gehalten. Unsere Münder tauschen Nähe und Zärtlichkeiten, die nicht zart sind, sondern in offenen, großen Gesten. Und als seine Hand mich an der verbotenen Stelle im Nacken hält, löse ich mich geräuschlos auf in der wundersamen Einheit dieses Moments. Bis eben noch schien es undenkbar, einen solchen Augenblick undefinierter Schwerelosigkeit herzustellen. Jetzt dies, ganz mühelos, einfach so. Es ist erst danach, dass meine Lust daraus erwächst.

Er ist schneller, hat meine Brust aus dem Kleid herausgepult, aber nicht dem Mondlicht übergeben, sondern sich hungrig einverleibt. Zurückgelehnt sitze ich auf seinen Schenkeln, die fest umschlossene Titte ihm entgegen gereckt. Seine Hand wandert unter das kurze Kleid, drückt kurz meine äußeren Lippen und spürt dann, was ich will. Die Finger dringen in mich, krümmen sich leicht und halten still. Mein Körper ist auf Spannung zwischen diesem Punkt in meiner Mitte und dem hoch erregten Punkt in seinem Mund. Ich hoffe, er kann spüren, mit welchem Genuss ich milimeterweise an dieser aufgespannten Achse rotiere. Manchmal hätte ich gern ein Bild.

Dann möchte ich mich bewegen, ich will mittun an diesem Akt. Auf dem Sims kann ich zwischen seinen Beinen stehen. Als er die Hose öffnet, kommt mir dieser schöne warme Schwanz entgegen. Er braucht keine Ermunterung mehr. Wenn er so fest ist, kann ich gleich meine Zunge dagegen drücken, meinen Hals daran reiben. Ich liebe dieses Gefühl und noch mehr, wenn ich kleine Geräusche des Genusses hören kann, so wie jetzt gerade. Es dauert nur kurz, bis keiner von uns mehr Geduld hat.

Er streckt sich auf dem Rücken auf der Kaimauer aus und ich komme über ihn. Nur einmal streift mein Oberkörper über seinen, dann endlich schieben wir uns ineinander. Mein eines Bein steht noch immer auf dem Sims, das andere ist auf der rechten Seite seines Körpers in den Dreck gewinkelt. Ich habe unheimlich präzise Steuerungsmöglichkeiten, wie ich ihn in mir spüren möchte. Er liegt unter mir – wahrscheinlich mit diesem beseelten Grinsen im Gesicht, aber entweder ist es zu dunkel oder ich habe gar nicht hingesehen – und lässt mich machen. Ich mache einmal, zweimal; es ist so leicht und so gut und ich will es so sehr. „Küss mich“, kommt der Wunsch von unten, als meine sprudelnden Energien langsam verebben. Dieser Kuss ist Sex, unsere Münder tun es unseren Geschlechtern gleich. Es ist schön und es ist geil. Ich mag es, wenn er unter mir kommt. Manchmal hätte ich gern ein Bild.

Vermutlich haben wir zwischenzeitlich etwas geredet, aber jetzt küssen wir schon wieder. Dieses Mal kommt er über mich, kauert sich auf das Sims und entledigt mich der Unterhose. Ich rutsche auf die Ellenbogen und versuche mich kurz auf den Ausblick zu konzentrieren. Direkt vor mir ist die weite stille Spiegelfläche des Wassers. Auf Höhe des Horizonts taucht der dunkle Schatten des Pseudorebellenkopfes zwischen meinen gleichschenklig den Himmel teilenden Beinen auf, wenn er mich leckt. Manchmal hätte ich gern ein Bild.

Noch einmal öffnet er die Hose und kommt in mich. Mir ist die Geometrie nicht ganz klar, aber wenn ich auf mich ihm auf Hacken und Schulterblätter hoch gestützt entgegen stemme, dann scheint es irgendwie zu gehen, dass er auf diesem kleinen Sims steht. Es ist eine dieser Positionen, bei denen man sich hinter fragt, wie man sie einnehmen und auch noch halten konnte. Manchmal hätte ich gern ein Bild. Aber während er sich da in sich schraubt, bohren sich meine Schultern willig und schmerzfrei in den Dreck, und es gibt keine Fragen. „Ich habe einen nassen Fuß“, stellt er hinterher fest.

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3 Kommentare zu “Knips

  • „Er ist schneller, hat meine Brust aus dem Kleid herausgepult, aber nicht dem Mondlicht übergeben, sondern sich hungrig einverleibt. Zurückgelehnt sitze ich auf seinen Schenkeln, die fest umschlossene Titte ihm entgegen gereckt.“
    Miss Universe, deine Sprache ist der Knaller! 🙂

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