In der Hand

Veröffentlicht 26/05/2013 von Miss Universe
Es ist klug, mir diese Aufgabe zu stellen. Wenn ich mich selbst anschauen soll, ist mir das unangenehm, aber nicht unmöglich. Es macht ihm Spaß, gibt mir die Möglichkeit zu scheitern und damit Strafe zu verdienen und verspricht letztlich sogar, meinen Horizont diesbezüglich mit sanfter Gewalt ein bisschen zu erweitern.

Ich sitze ihm versetzt gegenüber, meine Beine sowohl seinem Blick als auch dem Spiegel des einzigen renovierten Zimmers im Stundenhotel (Es gibt jetzt sogar eine Zimmerpflanze, um deren Möglichkeit zur Photosynthese ich mir schon heute Sorgen mache.) geöffnet. Entsprechend der Vorgabe tanzen meine Finger über meine Lippen und mein Blick ist in den Spiegel gerichtet. Seine Augen wandern zwischen meinem Gesicht und meinem Geschlecht hin und her. Was er nicht zu bemerken scheint, ist dass meine Aufmerksamkeit in der gespiegelten Szene keineswegs meiner eigenen Tätigkeit gilt. Meine Augen sind auf seine schönen Finger gerichtet, deren Aktivität an seinem Schwanz so viel angenehmer zu verfolgen ist als die meiner eigenen.

Diese Hand finde ich ästhetisch unheimlich ansprechend. Sie ist groß, und machmal ist Größe nicht verkehrt. Außerdem scheint es, als trüge die Ausdehnung zur gelungenen Proportionierung bei. Dieses faszinierende Werkzeug demonstriert eine so ausgewogene Komposition zwischen Kraft und Filigranität. Es sind nicht die Finger eines Konzertpianisten, noch die eines Handwerkers. Man will gleichermaßen von ihnen gepackt, gehalten, gestreichelt und malträtiert werden. Jetzt bewegen sie seine Vorhaut über die Spitze, die mir immer wieder feucht und dunkel glänzend entgegen schaut. Während die übrigen Finger locker und anmutig den Schaft umschließen, führen Daumen und Zeigefinger das Häutchen mit effktiver Präzision. Ich bestaune die Schönheit dieser so gar nicht darauf ausgelegten Handlung und lasse mich erregen vom periodischen Aufleuchten der glänzenden Eichel. Gleichzeitig sitzt mir die kribbelnde Angst im Nacken, er könnte gleich bemerken, dass ich nicht wie befohlen mich, sondern ihn anstarre mit diesem verzückten Blick.

Kurz darauf finde ich mich auf allen Vieren vor dem Spiegel wieder. Der Pseudorebell hält mich an den Hüften gepackt, und diesmal gibt es keinen Ausweg, wenn ich aufschauen soll. Er hält mich am Halsband gepackt und zerrt meinen Kopf in den Nacken: „Sieh hin!“ Im jahrelang trainierten Ausweichmanöver gelingt es mir, nur am Rande mein Gesicht wahrzunehmen, das rot angelaufen, mit offenem Mund und Haarsträhnen in der Stirn nun wirklich nicht dem Spiegelbild entspricht, das ich von mir sehen möchte. Stattdessen betrachte ich eine vollkommen von meinen Empfindungen dissoziierte Klischeeszene: Unter dem empor gereckten Halsband hängen meine Brüste, die unter jedem seiner Stöße eher schlackern als wippen. Mein Rücken ist beinahe albern ins Hohlkreuz gebogen, um eine Kruppe hervorzuheben, die mir überraschend wohlgeformt erscheint.

Wieder fixieren sich meine Augen auf seine Hände, die sich einerseits mächtig, andererseits durchaus präzise in meine Leiste graben. Er weiß tatsächlich, an welchen Punkten mich der Druck seiner Fingerkuppen in meinem Unterbauch rasend macht. Dahinter richtet sich sein Leib in voller Größe auf. Ich wundere mich gerade noch, was ich für einen Standardporno betrachte, als er mich ein Stück anhebt und so tief in mich stößt, dass mir doch die Augen erst übergehen und dann zufallen.

Erfreulicherweise kommt er jetzt auch nicht mehr auf die Idee mich zu strafen. Wir genießen einander schlicht, er über mir, ich über ihm. Er fragt mich noch, ob ich einen Wunsch hätte, wo er kommen soll, aber ich bin längst wunschlos, als er sich über meine gesamte Vorderseite ergießt. Ich schaue kurz in sein Gesicht, das vor Zufriedenheit leuchtet. Dann spüre ich, wie seine Hände emsig mit den bereit gestellten Kleenex meinen Bauch säubern. Und während ich noch immer überflutet auf dem Rücken liege, hat er auch diese Aufgabe effektiv erledigt. Er kniet wieder zwischen meinen Beinen und wartet ergeben darauf, dass aus mir wieder ein ansprechbarer Mensch wird. Gleich wird er duschen gehen. Aber für ein paar Sekunden noch kniet er da mit den Händen im Schoß, die nach getaner Arbeit genauso wie sein noch immer halb erigierter Schwanz von leicht vortretenden Venen verziert sind. Ich starre sie an, ganz ohne Aufforderung, und kann nicht aufhören.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: