Sexparty

Veröffentlicht 03/03/2013 von Pseudorebell

„Größter Swingerclub Nordeutschlands“ steht drangeschrieben und jetzt stehen wir davor. Miss Universe und ich sind auf Erkundungtour. Wir haben den Wunsch entwickelt eine Party zu besuchen bei der Sex im Mittelpunkt steht und bei der Gelegenheit gleich mal ein paar Zuschauern abzugreifen. Also: Los!

Noch vor einem halben Jahr hätte ich mit Swingerparty assoziiert:

  • Jeder fickt mit jedem – wahllos.
  • Swingerparties haben es an sich unattraktive Menschen anzuziehen.
  • Das alles ist professionell, durchgestylt, jeder weiß wie er sich hinzugeben oder herzugeben hat.

Durch unsere Erfahrungen in der Fetischburg mit Plastiksuppenschüsseln an nackten Menschen, Wunderkerzen und Geburtstagskuchen bin ich einfach nur neugierig, wie schnell diese Klischeevorstellungen umfallen.

Erstmal ist der Türsteher unfreundlich. Ich verstehe gar nicht, warum. Wir legen hier ne Menge Kohle auf den Tisch und die paar, die mit uns hereingekommen sind, wirken auch total friedlich. Wir ziehen uns um – oder vielmehr Miss Universe. Ich stehe daneben und schaue zu. Für die Party wurde sexy oder schick gefordert, also laufe ich natürlich im Anzug auf. Andere Geschlechtsgenossen tragen knappe Ledershorts und dazu weiße Hemden was mich davon überzeugt, im Anzug vlt. ein wenig steif aber deutlich attraktiver auszusehen. Wir betreten die Bar und es läuft irgendwas zwischen deutscher Schlager und Charthits der letzten drei Jahre…. und die Klischeezersetzung beginnt.

Meist wird päarchenweise herumgesessen und alle schauen ein bisschen gelangweilt. Ebene wie auf ner Standardparty, auf der scheiß Mucke läuft und der Alkoholpegel noch deutlich zu niedrig ist. Wir trinken und gehen zum Raum mit der Tanzfläche. Ein Student klickt Playlisten auf seinem Medionrechner durch und ein wenig nervt mich die wenig angenehme Laserlichbeleuchtung. Und es gibt einen Haufen junger, wirklich hübscher Menschen. Die Mädels tragen von durchsichtig bis fast nichts, neckische ultraknappe Röckchen oder Hotpants, die Jungs das gerade erwähnte – und es ist schön anzuschauen. Wir wechseln ein paar Mal den Standort und gucken Leute.

Untere Etage: Ich falle ein paar Mal über eine sehr schwer sichbare Stufe (und freue mich ganz am Ende des Abends, als mit zwei entgegenkommen, denen das auch passiert) und Miss Universe amusiert es. Die Ebene erinnert mich an Schiffsunterkunft. Kojenartig sind in den kleinen Räumen Betten aufgestellt – auch gern mal in zwei Etagen und es wird gevögelt. Seltsamerweise brauche ich keine Eingewöhnungszeit. Das hier Menschen Sex haben gehört dazu und ist eben so. Es macht mich nicht sonderlich an, es stört mich aber auch überhaupt nicht. Wir gehen in den größten Raum, der eine Runde Matraze in der Mitte hat. Dort sitzten gerade zwei Päarchen (mit Klamotte) und schauen sich um. An der anderen Seite des Raum wird ebenfalls gevögelt. Miss Universe öffnet meine Hose und leckt ihn. Dabei streckt sie den Päarchengruppe ihren Arsch entgegen und entblöst mit ziemlicher Sicherheit ihre Muschi. Und da ist erwartete Zuschauereffekt. Die beiden Jungs schauen ab und zu, die beiden Mädels eigentlich die ganze Zeit. Ich schließe die Augen und lehne den Kopf an die Wand.

Wir gehen ein Bier trinken aber mir ist schon nach der halben Flasche klar, dass ich jetzt Sex mit ihr will. Also geht´s wieder nach unten. Wir finden eine freie Koje neben der Großraummatratze und ich komme über sie. Neben uns hat ein Päarchen Sex. Es ist beinah stockfinster nur oben in der Ecke dreht ein Laserlicht seine Kreise. Die Laserpunkte laufen über den Bauch von Miss Universe und ich halte kurz inne.

Plötzlich sind wir ganz allein hier. Ich höre nichts, ich sehe nur noch sie. Sie hat dieses wahnsinnig hübsche Gesicht, dazu dieser attraktive Körper und wir sind hier um zu entdecken und können es tun, solange wir wollen. Dann ist die Umgebung wieder da.

Was ich eigentlich eben schon erwartet hatte, passiert nun. Ich komme – nach 2 Minuten – aber ich merke, dass es fast sofort weitergehen kann. Jetzt bieten wir den anderen was. Sie reitet mich, ich reite sie und zwischendurch schaue ich mir an, wie andere Menschen Sex haben. Zugegeben, das macht scharf. Und ich habe was gelernt: Zumindest heute Abend wird nicht zügellos durcheinander gevögelt. Es liegen zwar Gruppen von Menschen dort, aber Partner werden nicht in großen Maße getauscht. Die, die es machen, reißen Witze und kichern albern. Das sind keine gnadenlosen Sexmonster. Die sind genauso unsicher wie alle anderen Menschen das auch wären, nur hier springt mal leichter über die Klippe. Klischeezerstörung done.

Nach Duschen und noch einer Runde trinken wir das letzte Bier heute Abend und mir fällt erst jetzt auf, wie das hier eigentlich aussieht. Der Boden ist geließt, so, mit schmutzig beigen, großen Fließen und dunklen Fugen which smells like 80er. Die Decke ist abgehangen mit dünnen Stoff, der irgendwie nach Gummi aussieht. Die Sitzmöbel sind aus braunem Holz und sehen billig aus, zwischendrin stehen ein paar Palmen und ein Billardtisch, an der Wand hängen Spiegel in der Form von Fließen. Die eine Charge Lampen ist von Ikea, die andere vom Sperrmüll und an einer Seite hängt einsam eine Laserlicht aus dem Baumarkt. Nix mit Style – das hier ist 80er Charme. Wir beschließen, selber eine total coolen Club aufzumachen und gehen nach Hause.

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