In der Hand

Veröffentlicht 01/03/2013 von Miss Universe
Erst küsst er mich nur. Seit ich ihn neulich darüber habe nachdenken lassen, diesmal wieder mit etwas weniger Drängen und etwas mehr Experimentierfreude. Ich habe seine Zähne auf den Lippen. Zarte Schmerzen wechseln mit Liebkosungen. Meine Widerstandskräfte sinken unter den Tisch. Wir sind schon wieder öffentlich, aber meine Bedenken werden einfach fortgeleckt.
Stückweise nimmt er Abstand und mein Gesicht in den Blick. Seine Hand greift an meinen Hinterkopf und richtet bald meinen Blick, bald meine Lippen in die gewünschte Position. Diese Stelle hinten am Hals, am Haaransatz, ist meine Achillesferse. Wie ein Katzenjunges überantworte ich mich seinem Griff. Ich lasse mich drehen und wenden, pressen und ziehen, starre nur hingebungsvoll in seine Augen, aufgehend im Wunsch nach völliger Hingabe. Ich will nichts weiter als da sein, wo er mich haben will.

Er sieht, was geschieht. Der Griff wird härter, der Druck größer. Meine Auslieferung wächst. Er hat mein Genick in seinen kräftigen Fingern, mein wild schlagendes Herz in der Faust, mein Seelchen in der Hand. Und er versteht. Einmal noch zieht er an meinen Haaren, dann richtet mich die Schraubzwinge zu ihm aufschauend aus: „Ich will dich wieder quälen.“ Wie scharf und süß zugleich mir Furcht und Lust zwischen die Beine fahren, wundere ich mich noch lange.

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