Entdeckung der Langsamkeit

Veröffentlicht 19/02/2013 von Miss Universe

Wahrscheinlich habe ich zu laut gejammert, dass ich so mit Zärtlichkeit überhäuft werde: lecken, streicheln, küssen, die schönen, wissenden Fingerspitzen an meinen Nippeln, die kräftigen Kuppen auf meinem Bauch, ein geduldig reibender Schwanz. Ich bin auf so vielen Wegen erregt, dass ich mindestens im Dunkeln leuchte oder klinge.

Irgendwann halte ich mehr nicht aus und werfe ihn auf den Rücken – naja, oder deute ihm an, dass ich das gerne täte. Gehorsam streckt er sich aus und lässt mich frei auf ihm kreisen. Normalerweise freut er sich, wenn ich so Fahrt aufnehme, auf ganzer Länge an seiner Stange auf- und abrutsche, die Arme in die Luft werfe und ausgelassen auf ihn einschlage. Aber diesmal hält er mich irgendwie fest auf halb acht zwischen seinen Lippen und der Senkrechten und wispert „langsam“.

Ich halte inne, schaue ihn kurz an, dann wieder nur in mich hinein. Seine Hand liegt zwischen Hals und Brust. Ich spüre hin, und es geschieht etwas Seltsames. In der Bewegungslosigkeit fühle ich plötzlich wunderbar intensiv, wie wir pulsieren. Es ist unklar, ob ich um ihn herum pulse oder er in mir. Fest steht, dass ich es mit einer Genauigkeit empfinde, die mich schaudern und jauchzen lässt. Er lacht mich an, und ich komme nicht umhin mich zu wundern, dass dieser Wilde mir bei der Entdeckung der Langsamkeit behilflich sein konnte.

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2 Kommentare zu “Entdeckung der Langsamkeit

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