Überragend

Veröffentlicht 15/02/2013 von Miss Universe
Diesmal ist es andersherum: Ich kniee mehr als gerade aufgerichtet auf dem Bett und schaue hinunter. Dort liegt hingestreckt der Pseudorebell. Ich habe die Beine leicht gespreizt, so dass sein Kopf zwischen meine Schenkel passt, sowohl in der Breite, als auch vor allem in der Höhe. Ich throne auf seinem Gesicht. Sein Mund empfängt auf ganzer Länge mein Geschlecht. Seine Zunge ist tief in mir, die Nase in meinem Fleisch vergraben.

Ich schaue hinab auf seinen schlanken Körper, übergossen mit rotsanftem Licht. Meine Augen gleiten über den gefälligen Rumpf, die schlanken Beine. Seine linke Hand zwirbelt nur zwischen Daumen und Zeigefinger meine Brustwarze. Es passiert ziemlich dicht vor meinen Augen. Seine Finger wissen blind, was zu tun ist, und das Werk dieser Hände ist von bestechender Anmut. Die Ausgewogenheit zwischen Zierlichkeit und Kraft ist an dieser kleinteiligen Stelle seines Körpers am prägnantesten. Ich könnte ewig zusehen, aber mein Blick wandert zur anderen Hand, die mit der gleichen Mischung aus Zärtlichkeit und zupackender Stärke seinen Schwanz umschließt.

Meine Hände aber sind so frei wie mein ganzer Körper. Ich throne über dem Bett und über ihm, stolz und himmelgerade aufgerichtet, dass ich mir fast einen Spiegel wünsche. An entscheidender Stelle bin ich mit ihm verbunden, tief aufgelöst, amalgamiert. Jede Bewegung, jeder Rhythmus gehört ganz mir, wenn ich anfange, milimeterweise auf, über, in ihm zu schwingen. Nichts drängt, nicht einmal meine eigene Lust. Es ist nur schön. Gleichzeitig ist alles ist eine feuchte, warme Berührung, teilen auch Tausende seiner Nerven diese kleine Kopplung, über der ich schwebe und in der ich doch stecke.

Bis ich mich irgendwann frage, ob das hingestreckte Wesen unter mir überhaupt noch von Sauerstoff versorgt ist – bei so viel Friedfertigkeit. Ich löse mich von meiner Königinnenposition und schaue in sein zur Hälfte nass glänzendes Gesicht. „Warum hast Du schon aufgehört?“
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