Schönheit

Veröffentlicht 10/02/2013 von Miss Universe
Männer müssen für mich nicht schön sein. Es gibt bestimmt 100 Arten mich zu verführen, gut aussehen gehört nicht dazu. Offensichtlich hübsche Menschen machen mich eher misstrauisch. Stattdessen lasse ich mich gern von den kleinen Besonderheiten einnehmen. Ich kann mich definitiv mehr für einen schiefen Zahn oder O-Beine begeistern als für ein Sixpack. Einige vermeintliche Makel wie Bäuchlein oder Körperbehaarung finde ich sogar attraktiv. Ich schaue Menschen ja sowieso nicht an beim Sex. Wie sie riechen, wie sie sich anfühlen, was sie tun, ist mir wichtiger.Die Stunde ist fast vorbei, und ich bin wieder schon fertig. Als ich aus dem Büro kam, war ich am Ende meiner Nerven, und der Pseudorebell – selber nicht voll im Saft an diesem Tag – musste mich erst einmal mit einem Entspannungsfick locker machen, der irgendwo zwischen Verführung und Erster Hilfe angesiedelt war. Vollends im Boot hatte er mich, als er mir zur Krönung dieser friedlichen Nummer die Freude machte, in mir zu kommen. Dann durfte ich eine gefühlte Ewigkeit ganz nach meiner Vorstellung auf ihm reiten, ohne dass er die Geduld verlor. Schließlich hatte er mich doch gepackt und von hinten und vorne so lange gevögelt, bis ich nur noch abwechselnd jauchzen, wimmern und stöhnen konnte.
Jetzt liege ich erschöpft und aufs Angenehmste entspannt auf dem Rücken und komme langsam wieder zu mir. Ich öffne die Augen und sehe im Gegenlicht den Pseudorebell knieend zwischen meinen Beinen aufragen. Mit ihm ragt sein Schwanz, den er in der Hand hat, weil ich ja offensichtlich keinen Beitrag mehr zu leisten habe. Ich betrachte sie von schräg unten, und der Anblick konsterniert mich beinahe. Was ist dieser Kerl gut proportioniert! Der Pseudorebell sieht eher aus wie ein Werk von Michelangelo oder wie der Vitruvianische selbst als wie ein richtiger Mensch.
Auf den Säulen seiner kräftigen und schlanken Schenkel ruht ein beeindruckender Torso. Zum einen ist er ohnehin groß, zum anderen lässt ihn die Perspektive noch eindrucksvoller erscheinen. Aber es geht nicht um Gigantomanie. Der Rahmen ist groß, aber nicht riesig. Die Linien sind elegant und klar gesetzt, aber an keiner Stelle filigran. Schon auf Ebene des Knochengerüsts, hat alles das richtige Verhältnis und hat der Kerl breite Schultern.Dann ist er sehr schlank, aber es wirkt an keiner Stelle dünn. An einigen Stellen kann man bis aufs Skelett sehen, aber an den entscheidenden Stellen sind kontrapunktiv Muskeln modelliert. Sie akzentuieren die Form, geben dem gedämpften Licht die Möglichkeit sich anzukuscheln und diffuse Schatten zu werfen. Die Art und Weise, wie sich bei ihm Brust-, Schulter- und Armmuskeln verschränken, ergibt ein so atemberaubendes Gebilde!20130207-232057.jpg
Der kräftige Arm ist in Bewegung. Er reibt seinen Schwanz. Mit der Bewegung wandern die Muskeln, gleiten die Schatten über seine helle Haut. Die Art, wie er sich bewegt, egal, was er gerade tut, lässt darauf schließen, dass er seinen Körper kennt und mag. Wer sich mit solcher Gelassenheit und einem Quentchen Stolz in seinem eigenen Körper bewegt, wirkt sowieso schön. Am meisten Bewegung ist aber gerade im Gesicht, wo so viele kleine Muskeln Ausdrücke produzieren, die ich deuten kann. Auch dort gibt es feine Details, eine hübsche kleine Nase, volle Lippen, die aber auf ein so solides Gebäude von Männergesicht aufgebracht sind, dass sie nie und nimmer süßlich wirken. Ich schaue zu, wie den Kopf dreht, kurz die Augen schließt und genießt. Ich erlebe, wie ihn die Erregung kraftvoll durchströmt und er mich mit aufgerissenen Augen und Nüstern anstarrt, während sich die Lippen feucht öffnen.
Auch sein Schwanz passt genau in dieses Bild: groß und kräftig, aber nicht übertrieben massiv. Er ragt vollkommen gerade auf, rosig und glatt, an der Spitze prall, feucht und rot leuchtend vor Erregung. Es klingt unwahrscheinlich, aber am Pseudorebell sind sogar die Hoden hübsch!
Ich schaue und schaue und bin fast mit der Wahrnehmung überfordert. Meine Begeisterung für diese Körperschönheit grenzt an Blasphemie. Und trotzdem will ich irgendwie teilhaben an diesem Wunderwerk. „Sau mich voll, bitte“, sage ich, weniger weil ich es so meine – das hätte eher geklungen wie „Spritze einen Abglanz Deiner Schönheit auf meinen ergebenen Körper“ – sondern weil ich weiß, dass er mich so versteht. Kurz frage ich mich, ob es vielleicht zu viel verlangt ist, von seinem Saft überzogen werden zu wollen, wo er sich doch gerade schon in mir verteilt hat. Aber die Sorge ist unnötig. Er ergießt sich auf meinen Bauch, meine Brüste, meinen Arm wie die junge Quelle allen Lebens. Ich erlebe einen Schöpfungsakt und schäme mich in diesem Moment nicht der Vergötterung.
Es ist schade, dass sich mir diese Schönheit nur im Zustand der völligen Befriedigung und Erschöpfung offenbart. Ich brauche Abstand, um sie wahrzunehmen. Aber den will ich gar nicht zum Pseudorebell. Es erscheint mir ein bisschen Verschwendung, wenn ich mich so wenig daran erfreuen kann. Und wieder einmal denke ich über Zuschauer nach…
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4 Kommentare zu “Schönheit

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