Szenario: Verkaufsgespräch

Veröffentlicht 12/01/2013 von Miss Universe

Er steht in dieser Umkleidekabine und kämpft mit der Verpackung. Am liebsten würde er sich das Ganze sparen, aber es ist ihm schon zu oft passiert, dass das Scheißhemd hinterher nicht passt. Und er braucht nächste Woche eins, dringend. Jetzt kommt auch noch eine Verkäuferin um die Ecke: „Kann ich helfen?“

Normalerweise benötigt er keine Hilfe beim Anziehen und beurteilen, ob es gut sitzt, kann er auch ganz gut alleine. Aber bevor er sie wegschicken kann, hat sein Kleinhirn entschieden, dass es unter Umständen doch ganz schön sein könnte, sich von der Tussi helfen zu lassen. Sie ist jung, brünett, gut gebaut und dezent geschminkt. Von den wildkirschfarbenen Lippen bekommt er ein furchtloses keckes Lächeln geschenkt.

Er muss auch gar nicht antworten. Ohne abzuwarten hat sie ihm das Hemd aus der Hand genommen. Bevor ihre geschickten Finger es aus der Fixierung gelöst haben, taxiert sie ihn noch durchdringender. „Nee, mit der 42 brauchen Sie das gar nicht erst zu probieren.“ Eine Berührung ihrer Fingerspitze richtet ihn unvermittelt auf. Der Finger gleitet dreist unterhalb seines Schlüsselbeins hinaus zur Schulter. Macht die sich gerade an ihn heran oder phantasiert sein untervögeltes Hirn sich da etwas zusammen?

„Nicht schlecht… Aber auf so ein schönes Vau sind die Standarddinger hier nicht ausgelegt.“ Sie legt ihm noch einmal die Hand auf die Schulter: „Nicht weglaufen! Ich hole mal schnell etwas Passendes.“ Sie ist blitzartig verschwunden. Er steht reglos in der Kabine und fragt sich, ob das eine Erscheinung war, und wenn ja, ob sie bitte wiederkommen kann.

Es dauert keine drei Minuten, bis sie tatsächlich wieder vor ihm steht – im Arm ein helles und ein dunkleres Hemd sowie einen ganzen Anzug, nach dem er nicht gefragt hat – und auf den Lippen noch immer das Wildkirsch-Lächeln, sogar noch eine Spur offensiver. „Ich habe einen Anzug mitgebracht. Keine Sorge, den brauchen Sie nicht zu kaufen. Aber man kann den Sitz eines Hemdes so wirklich viel besser beurteilen. Außerdem glaube ich, der wird Ihnen stehen.“ Sie grinst jetzt geradezu herausfordernd und macht keinerlei Anstalten, aus der Kabine zurückzutreten.

„Und bitte ziehen Sie das T-Shirt aus. Das Hemd ist auf Figur geschnitten, da passt keine Lage Stoff dazwischen.“ Er tut wie befohlen und sieht, wie ihre großen Augen im Zickzack über seinen austrainierten Oberkörper laufen. Kurz vergessen die Wildkirschlippen zu lächeln. Stattdessen öffnen sie sich für ein tiefes Einatmen. Oder hat er sich das eingebildet? „Das ist sowieso so eine Unsitte mit den T-Shirts unter Hemden. Das würden Sie nie tun, oder?“ hat sie sich wieder gefangen.

Sie reicht ihm das Hemd, das sie professionell von Nadeln und Plastikschnipseln befreit hat; und er hat plötzlich Spaß daran, es sich betont langsam überzustreifen. Sie schaut ihm dabei mit etwas mehr als professioneller Intensität zu. Er kann so überdeutlich erkennen, wie sich ihre Nippel unter der weißen Seidenbluse aufrichten, dass er sich fragen muss, ob sie jegliche Unterwäsche für eine Unsitte hält. „Kommen Sie, ich helfe Ihnen!“ War er etwa ungeschickt? Wenn die Folge ist, dass sie mit flinken Fingern über seine Brust wandert, um die Knöpfe zu schließen, stellt er sich gerne noch blöder an…

Als sie oben auch noch den letzten Knopf schließt, lässt sie eine gefühlte Ewigkeit einfach nicht los und schaut zu ihm auf. Er ist sich jetzt sicher, dass das kein Hirngespinst ist. Die Frau will ihn, und zwar dringend! Er folgt fast dem Impuls sie einfach zu küssen, als sie doch einen Schritt zurück tritt und den Kopf schief legt. „Na, in der Ersteinschätzung gar nicht so verkehrt. Aber jetzt bitte den Anzug.“

Er würde einiges tun, was sie jetzt von ihm verlangt – also in den Anzug. Er zerrt sich die Jeans vom Leib, während sie noch immer ungeniert zusieht. Schnell greift er diesmal nach der Hose. Obwohl ihn das gerade gar nicht interessiert, registriert er, wie überraschend angenehm sich der Stoff anfühlt. Er schlüpft hinein, und noch krasser als beim Hemd, sitzt die Hose wie angegossen. Er kann nicht ganz umhin, die Augen kurz von ihr abzuwenden und sie über sein komplett verwandeltes Selbstbild im Spiegel wandern zu lassen. Es ist schwer zu sagen, ob es an der Qualität der Stoffe liegt, ihrem anscheinend wirklich geübten Gefühl für Passformen oder doch ihrem unverhohlen bewundernden Blick geschuldet ist: Er sieht verdammt gut aus so! Gänzlich anders als sonst, aber eindeutig verdammt sexy.

Das findet sie ganz offensichtlich auch, sonst würde sie jetzt nicht eine imaginäre Falte auf seinem vom fließenden Stoff eigentlich perfekt inszenierten Hintern glattstreichen. Er kann kaum fassen, dass sie seinen Arsch streichelt! Aber bevor er sich wundern kann, steht sie mit einer Krawatte vor ihm. „Wenn schon, denn schon“ sagt sie in einem verschworenen Flüstern und mit einem unverkennbar erotischen Unterton in der Stimme, während ihm vage dämmert, dass er noch nicht ein Wort zu diesem Gespräch beigesteuert hat.

Sie erlaubt sich und ihren Händen Anlauf über seinen gesamten Brustmuskel, um letztlich den Kragen aufzustellen. Selbstverständlich könnte sie das, ohne ihn überhaupt zu berühren, aber er spürt ihre Finger an seinem Hals, an seinem Ohr und im Nacken. Dann lehnt sie sich gegen ihn, um den Binder um seinen Hals schlingen. Das Seidenblüschen und der feine Zwirn des Hemdes führen nicht dazu, dass er weniger spürt. Eher empfindet er durch das Reiben der edlen Stoffe die Nacktheit da drunter als hyperreal. Ihre Nippel sind geil hart, aber ihre Brüste sind unheimlich weich.

Sie muss nicht mehr an ihrem dezent gemusterten Lasso ziehen, er hat auch so schon die Arme um sie gelegt und den Kopf geneigt, um sie endlich zu küssen. Während ihre Münder gierig aneinander saugen, spüren beide, wie sich unter der Anzughose die latente Erektion ungehindert zu voller Größe auswächst. So geschickt, wie sie ihn angezogen hat, ist die Hose jetzt auch wieder geöffnet und sie hält seinen Schwanz in Händen. „Oh, Wahnsinn, was für ein Prachtstück! Bitte, Sie müssen mich damit ficken, jetzt sofort!“

Mit der bewiesen sicheren Hand hat sie irgendwo ein Kondom hergezaubert und es schnell und zielsicher über ihm abgerollt. Dann beugt sie sich vor und schlägt das kurze Röckchen hoch. Er muss kurz grinsen, weil sie tatsächlich außer einem Strumpfhalter keine Unterwäsche trägt. Dann schickt er eine Hand vor, aber was die an feuchtem heißen Fleisch vorfindet, macht ihm klar, dass sie sich schon eine ganze Weile auf diesen Moment freut. Da will er sie nicht warten lassen!

Er dringt in sie ein und findet eine köstliche Enge. Er hört, wie sie ein Stöhnen unterdrückt. Aber er spürt, wie sie sich gegen ihn drängt. Sie ist so wild nach ihm, dass von ihr alle Bewegung ausgeht. Sie zieht sich um ihn zusammen, sie wiegt sich vor und zurück, sie schraubt sich auf die Zehenspitzen und wieder hinunter. Das geile Luder macht ihn so scharf, dass er nicht mehr nachdenkt. Er packt ihre Hüfte und gibt es ihr heftig, mit aller Kraft, während sie in diesem Schraubstock hängt, nur von seinen starken Armen daran gehindert, gegen die Kabinenwände zu poltern. Innerhalb kürzester Zeit ist sie so weit. Ein massives Zittern durchläuft ihren Körper. Er staunt, wie deutlich er das spüren kann, und das gibt ihm den Rest. Er kommt heftig, aber genauso geräuschlos wie sie.

Nachdem sie kurz Bluse und Rock gerichtet hat, vollendet sie ihr Werk: zippt die Hose wieder zu, knotet die Krawatte zuende und lässt ihn in das Jackett schlüpfen. „Sag ich doch! Wunderschön! Den hat Lagerfeld genau für Sie gemacht.“ Dann lässt sie ihn stehen, noch immer wortlos, und wirft ihm noch einen dankbaren Kussmund von den Wildkirschlippen über die Schulter zu. Wenig später steht er auf der Straße und müsste sich fragen, ob das wirklich passiert ist – hätte er nicht einen 600 €-Anzug in der Tüte und einen benutzten Präser in der Tasche…

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