Szenario: Der Pizzabote

Veröffentlicht 12/01/2013 von Miss Universe

„Ich hoffe, das war Deine letzte Tour heute.“
„Ja, wieso?“
„Weil Du noch hierbleiben wirst.“ Sie schaut ihn herausfordernd an.
Er schaut verständnislos zurück. Auf ihren Lippen breitet sich ein gefährlich wissendes Lächeln aus.
Er tritt auf den anderen Fuß und fragt hilflos: „Ist irgendetwas mit der Pizza?“
„Nee, mit Dir.“ Sie tritt auf ihn zu. „Du gefällst mir.“ Sie streicht ihm über die Wange. „Ich würde gerne ein wenig mit Dir spielen.“ Sie fährt mit dem Daumen über seine Lippen. „Das möchtest Du doch auch, oder?“ Plötzlich kneift sie ihm in die Oberlippe.

Was geht hier vor? Die Frau ist attraktiv und grundsätzlich mag er es, wenn eine mal offensiv auf ihn zugeht – wann passiert das schon mal – aber diese Direktheit, die an Drohung grenzt, macht ihn nervös. „Äh, um was für ein Spiel handelt es sich denn?“ fragt er. „Ziel ist es, dass Du das bis zum Ende nicht weißt…“ flüstert sie plötzlich und hat von irgendwo ein Tuch hergezaubert, das sie ihm mit einer schnellen Bewegung über die Augen knotet. Sie steht jetzt hinter ihm, er sieht sowieso nichts mehr, und sie schiebt ihm die Hände unters Shirt. Ihre Finger sind etwas kühl auf seinem Bauch, aber er spürt sehr deutlich, dass sie wissen, was sie tun. Und sein Schwanz spürt sehr deutlich, dass er das erleben will.

Sie liftet ihm das Shirt über den Kopf und er hilft bereitwillig beim Ausziehen. Er kann sie jetzt wieder vor sich spüren. Ihre Hände fahren über seine Brust und Schultern. „Sehr hübsch. Und so schön weiß…“ Unversehens küsst sie ihn. Ihr Mund ist heiß und sie schmeckt ein bisschen süß. Er steht blind da und lässt es geschehen. „Du bist sehr brav. Aber komm mal mit.“ Sie nimmt ihn nicht etwa an der Hand, sondern packt ihn am Gürtel und schleift ihn so ein paar Schritte durch die Wohnung.

Er hört kurz Gepolter. Dann klingt es fast so, als wäre sie über ihm: „Gib mir deine Hand!“ Er streckt vorsichtig seine rechte vor. Sie greift sie und zieht sie nach oben. Seine Finger werden um eine Stange gelegt. Und dann zieht sich plötzlich ein Seil um ein Handgelenk. Bevor er ganz verstanden hat, was passiert, ist seine rechte Hand über seinem Kopf an einer Stange fixiert. Ihm wird mulmig. Was geschieht hier? Noch während sein verwirrtes Hirn eine Antwort zu finden versucht, hat sie sich seine zweite Hand geschnappt und analog zur ersten nach oben gefesselt. Nun steht er wirklich hilflos da. Panik steigt in ihm auf.

Bei der nächsten Berührung zuckt er zusammen. Aber es ist nur ihr heißer Mund, der seine Brust liebkost. Ihre Hände tasten und streicheln über seinen gesamten Oberkörper. Sein aufgepeitschtes Hirn springt übergangslos von Furcht zu Sex. Ihre feuchte Zunge macht sich an seinem Nippel zu schaffen, bis ihm ein Stöhnen entfährt. Dann durchzieht ihn plötzlich ein siedendheißer Schmerz, der sich in einem erschreckten Schrei Luft macht. Sie hat ihn gebissen!

Während er atmet, bis der Schmerz nachlässt, ist sie plötzlich verschwunden. Er stellt verwirrt fest, dass er möchte, dass sie wiederkommt, und dass der Schmerz seine jähe Lust nicht getötet, sondern seltsam befeuert hat. Zack, in seinem Mundwinkel ist eine leichte Masse gelandet. „Na, was ist das?“ Er angelt mir der Zunge danach, es fühlt sich erst fluffig an, und als er es zur Verkostung in den Mund holt, scheint es zu schmelzen. „3 – 2 – 1 – verloren!“ zählt sie ihn aus, während er feststellt, dass das Zeug geschmacklich ihn zu allererst an ihren Kuss eben erinnert.

„Du hast verloren. Ich werde dich mit fünf Hieben strafen.“ Allein die Ankündigung erzeugt einen Knall in seinen Ohren. Hat er richtig gehört? Will sie ihm wehtun? Ihm fällt ein, dass sie das eben schon einmal getan hat, und die Erkenntnis, dass sie es wieder tun wird, zieht ihm wie kalter Strom die Wirbelsäule hinauf. Er spürt ihre warme Hand im Nacken und dann passiert es: „5 – 4 – 3 – 2 – 1“, kommentiert sie mit beruhigender Stimme die auf seinen Rücken niederprasselnden Schläge. Es muss Leder sein, denkt er. Der Schmerz ist scharf auf der Haut, aber nur dort. Der erste Streich lässt ihn zusammenzucken. Den zweiten fürchtet er. Ab dem dritten hat er verstanden, dass er es aushalten wird, und beginnt sie anzunehmen.

Als sie fertig ist, brennt seine Haut. Aber es fühlt sie seltsam gut an, die Schläge ausgestanden zu haben. Und irgendwo in ihm brennt immer noch Begehren. Aber er hat keine Zeit seine Empfindungen auszuloten. Der nächste zähe Batzen klebt in seinem Mundwinkel. Er streckt eifrig die Zunge heraus und – ach, das ist einfach: „Honig!“ „Sehr richtig, gut gemacht.“ Er bekommt einen Kuss auf die Schläfe und spürt rasend, dass sich dazu ihr nackter Körper gegen ihn presst. Er hat immer noch keinen blassen Schimmer, was hier gespielt wird, aber er weiß mit gleißender Gewissheit, dass er sie will.

Die nächste Masse ist auch leicht klebrig. Und sehr dominant süß. „5 – 4 – 3 -“ Irgendein Fruchtmus… „Erdbeermarmelade?“ ruft er hektisch. „2 – 1. Leider verloren.“ Diesmal weiß er, was passieren wird. Die Vorahnung krabbelt nun eher durch sein Rückenmark – und es ist nicht gänzlich unangenehm. Sie gibt ihm wieder fünf und er nimmt sie tapfer entgegen. „Ach, wenn du diese schönen Streifen auf deinem Rücken sehen könntest! DAS sieht aus wie Erdbeermarmelade…“ Ihre Hände wandern über die malträtierte Haut. Ihm fällt auf, wie empfindsam seine geschundene Haut ist und wie aufmerksam seine bis aufs Äußerste gespannten Sinne ihre Zärtlichkeiten wahrnehmen. „Küss mich!“ traut er sich.

„Wir spielen nach meinen Regeln“, ist die Antwort. Aber sein Mut wird zumindest durch einen weiteren Kuss auf die Schläfe und die damit verbundene Berührung belohnt. „Und was ist das?“ Er leckt in seinen Mundwinkel und – „Lecker…“ „5 – 4 -“ Sein Lustzentrum hat keinerlei Schwierigkeiten den Geschmack zuzuordnen. Aber er tut sich etwas schwer – „3 – 2“ – halb nackt und gefesselt blind einer fremden Frau „Pussy“ ins Gesicht zu rufen. Trotzdem hat er es getan. Und jetzt schlägt ihm eine bedrohliche Stille entgegen. Wo bleibt die 1?

„Diesen Ausdruck mag ich überhaupt nicht“, sagt sie scharf, während sie sich unsanft an seiner Gürtelschnalle zu schaffen macht. „Das wirst Du nie wieder sagen.“ Mit energischem Zug saust der Gürtel durch die Laschen. Irgendwie hatte er sich den Moment, in dem sie seine Hose öffnet, anders vorgestellt. Jeans und Unterhose werden grob nach unten gezerrt. „Entschuldigung“, murmelt er schutzlos. „Ich wollte…“ „Das werde ich dich lehren!“ Im Gegensatz zum Spiel vorher hat ihre Stimme jetzt einen alarmierend ernsten Unterton.

„10 – 9 – 8“ Der schwere Ledergürtel klatscht auf seinen Arsch. Es tut weh. Er kann nicht ganz still bleiben und windet sich. Sie macht ungerührt weiter „7 – 6 – 5“. Fast denkt er, es geht nicht, aber dann werden entweder die Schläge schwächer oder er stärker. Er schwingt mit an seiner Stange und nimmt die verbleibenden fünf in Empfang. Leider folgt nach der 1 ein weiterer Schlag. „ich werde jetzt“ – Hieb – „so lange weitermachen“ – noch einer – „bis du ein angemessenes“ – zack – „Wort gefunden hast.“

Wie soll er hier heraus kommen? – Aua. – Natürlich gibt es Tausende Ausdrücke, aber die fallen ihm entweder nicht ein – Autsch. – oder sie sind bestimmt nicht angemessen. – Klatsch – „Möse?“ – Au. – „Mumu?“ – Zack. – „Vagina.“ – Zusch. – „Lustgrotte.“ – Argh, er kann nicht mehr. – „Fotze!“ brüllt er aus vollem Hals. Ein weiterer Schlag saust auf seine geschundenen Backen nieder, aber er kann schon spüren, dass es der letzte wahr. Sie turnt um ihn herum, nimmt sein Gesicht in die Hände, küsst ihn auf die Stirn und wie Tränen von den Wangen. Sie birgt seinen Kopf an ihren nackten weichen Brüsten und streichelt ihm übers Haar.

„Ist gut, jetzt hast du gewonnen“, raunt sie ihm ins Ohr. In Windeseile werden seine Fesseln gelöst und er kann die schmerzenden Arme herunter nehmen, während sie ihm die Jeans von den Füßen streift. Letztlich schiebt sie ihm das Tuch vorsichtig von den Augen. Er schaut in ihre, aus denen ihm so viel Wohlwollen und Hingabe entgegen fließt, dass er augenblicklich Schmerz und Angst vergisst. „Fick mich jetzt“ hätte sie nicht mehr zu sagen brauchen.

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4 Kommentare zu “Szenario: Der Pizzabote

    • Hihi, danke! Wir haben länger überlegt, ob die ganzen fiktiven Geschichten, die wir einander zur Unterhaltung und Inspiration schicken, hier eigentlich hingehören.

  • UNBEDINGT! Ringe schon den ganzen Tag mit mir, ob ich mir nicht demnächst zur Abwechslung mal eine Pizza bestellen sollte… dabei mag ich Pizza gar nicht… 😉

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