Ein Abend

Veröffentlicht 12/01/2013 von Miss Universe

Wir stehen schon in einen Kuss versunken, als die Tore der Fetischburg sich endlich öffnen. Dann passieren ein paar Kleinigkeiten, ich bin mir bezüglich der Reihenfolge nicht sicher:

– Er zieht mich aus.
– Ich muss auf einem Bock knien, werde daran gefesselt und gefickt.
– Die Fortsetzung findet auf einer Lederschaukel statt. Meine Beine ragen an den Ketten zur Aufhängung nach oben, die Unterlage kollidiert donnernd mit dem Becken des Pseudorebellen.
– Er läuft neugierig durch die Anlage und überlegt, womit er als nächstes spielen will.
– Wir beziehen eine Nische und ich bekomme ein so schönes Ganzkörper-Seil-Kleidchen, dass es eine Schande ist, das Bild nicht zu posten.
– Ich werde mit Seilkleid auf den Rücken gelegt. Der Pseudorebell streichelt mich minutenlang nur mit der Zungenspitze an meiner zartesten Stelle.
– Die Knoten werden gelöst und ich mit seinem Knie zwischen den Beinen, Mund und Händen an den Brüsten beglückt.
– Ich lasse meine Hände ausgiebig mit seinem Schwanz spielen.
– Er sitzt auf mir, die Rechte zwischen meinen Schamlippen, die Linke an meinen Nippel und die Augen so fest auf mich gerichtet, dass mir die Tränen kommen.
Wir spielen Karten.
– Ich habe ihn auf einem Finger, auf zweien.
– Er liegt auf dem Rücken und ich reite ihn, bis ich ihn kommen sehe.
– Ich liege über ihm und verteile mein Glück und meine Begeisterung mit Mund und Hand über seinen ganzen Kopf und Hals.

Dann schaut er auf die Uhr und fragt ungläubig: „Was, schon zweieinhalb Stunden um?“

Ich habe mich ein wenig daran gewöhnt, dass eins der Klischees, die der Pseudorebell ganz ungeniert bedient, ist, einfach nie genug zu haben. Nach dem Fick ist vor dem Fick. Ich kann auch die Überraschung nachvollziehen, dass wir über diese ganze Zeit zwar nicht durchgängig gevögelt, aber tatsächlich keine Pause gemacht haben. Die erotische Spannung war ununterbrochen. Aber dass man all das tun kann, ein glitzerndes Paralleluniversum erschaffen und nicht gezählte Orgasmen erlebt hat, und sich dann wundert, dass in der normalen Zeitrechnung ein Abend darüber vergangen ist, das verstehe ich nicht mehr.

Advertisements

3 Kommentare zu “Ein Abend

  • Wow ja… das Phänomen mit der Zeit, das kenn ich… freust dich tage- manchmal wochenlang auf das eine Treffen und dann kommen dir 3 Stunden wie 30 Minuten vor *seufz*

  • Kommentar verfassen

    Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s

    %d Bloggern gefällt das: