Sturmfrei

Veröffentlicht 04/12/2012 von Pseudorebell

Es sind sehr intensive Zeiten und Erlebnisse, die wir bei dieser Gelegenheit teilen.
Das Stundenhotel gewährt uns Raum für Sex. Zeit dagegen ist sehr rar – meist eben genau eine Stunde. Die Aftershows schenken uns Zeit zu reden. Wir sind an vielen Stellen sehr unterschiedlich – Gott sei dank – aber da sind Teile, die erstaunlich gleich ticken. Es gibt Dinge, die nicht ausgesprochen werden müssen, die ohne großes Zutun funktionieren. Dieser Kern erzeugt ein großes Vertrauen und hat uns ermöglicht das Universum auszubauen. Nicht, dass wir es forciert haben. Aber wir haben uns Dinge gewünscht – oder sogar erst entdeckt – die dann mit scheinbar vollkommener Leichtigkeit real werden.

Zur sturmfrei Zeit verschmelzen diese Kontexte. Wir haben Zeit – viel Zeit – alles zu tun, wonach uns gerade ist, ohne durch Räumlichkeiten oder die Anwesenheit von Mitmenschen begrenzt zu sein. Ich kann mir ohne weiteres 30 Minuten Zeit nehmen, Miss Universe auszuziehen. In der nächsten Stunde lässt sie sich auf mir nieder und ich starre ihren wunderbaren Körper in allen Details an. Und dann ist immer noch genug Zeit da, sie ins Bett zu zerren und in allen Formen und Farben mit ihr zu vögeln, ohne, dass ich genug bekomme.  Ich kann sie  fesseln und schweben lassen – ganz in Ruhe. Sie kann sich meinem Arsch widmen und Finger, Zunge und Werkzeuge benutzten – auch ganz in Ruhe.

Wir können die beiden erschaffenen Kreaturen von der Leine lassen: Miss Universe und der Pseudorebell ziehen los und erkunden die Welt da draußen. Sie tun Dinge, die nur sie tun. Nur der Pseudorebell geht mit Miss Universe zur Fetischparty, schaut die Menschen dort an, hat öffentlichen Sex und genießt das unheimlich. Nur der Pseudorebell entwickelt den Wunsch sich in ein Rollenspiel zu stürzen, in denen Miss Universe wahlweise als Domina, Pizzabotin, Lolita oder selbstbewusste Alleinstehende auftritt – und er genießt es, erfolgreich zu sein oder auch daran zu scheitern.

Und dann ist da dieser Teil, der sehr schnell, sehr groß werden kann. Nachdem sie meinen Arsch versorgt hat lege ich meinen Kopf auf ihre Schulter und zerfließe in ihrer Umarmung. Wir liegen im Löffelchen nebeneinander, unsere nackten Körper sind aneinander geschmiegt, ich umfasse ihren Bauch mit meinem Arm, habe ich Augen geschlossen und genieße still und nur für mich. Und es funktioniert für mich scheinbar völlig ohne Probleme. Es ist Sahnehäubchen, I-Tüpfelchen, Bonus.

Das alles ist fast wie Urlaub und ich freue mich jedesmal wochenlang vorher, wie ein kleiner Junge darauf. Hat mich es mich verändert? Ja! Definitiv! Und ich liebe es!

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