Überzogen

Veröffentlicht 22/09/2012 von Miss Universe

Ich treffe ihn und wage kaum, ihm in die Augen zu sehen. Ich bin spät, nervös und schnellen Schrittes unterwegs und entschuldige mich ungefähr dreimal. So wie meine Stimme automatisch tiefer wird, wenn ich bestimmen will, töne ich auf einmal höher, dünner und leiser. Als ich schließlich im dunklen Zimmer vor ihm stehe, die Hände schützend im Schoß verknotet, und zu ihm aufschaue, durchläuft mich ein Schauder. Ich werde heute tun, was er verlangt, koste es, was es wolle.

Zunächst will er nicht viel. Ich soll mich drehen, dann ausziehen. Ich bin noch immer nervös, habe Angst etwas falsch zu machen. In der Folge habe ich mich wahrscheinlich noch nie so unsinnlich ausgezogen wie jetzt, wo er mir einzeln vorgibt, welcher Träger wo abzustreifen ist. Mir ist die schlechte Leistung bewusst, und als er, während ich wie gefordert mit dem Rücken zu ihm stehe, sich aus dem Stuhl erhebt, fange ich unwillkürlich an zu beben in Erwartung der Strafe.

Sie erfolgt nicht. Ich soll ihn ausziehen. Ich stehe wieder vor ihm, was immer ein Stück unter ihm beinhaltet und schaue hoch. Als ich ihm das Hemd über Brust öffne und von den Schultern streife, nur wenige Zentimeter von seiner Kehle entfernt, ergreift mich die Erotik dieses Moments. Warum habe ich eigentlich noch nie langsam einen Mann ausgezogen? Meine Lippen werden magnetisch angezogen, meine Nase berührt seine Brust. „Ich bin ein wenig verschwitzt“, hebt er den rechten Arm in den Nacken. Ich habe ihm oft genug von seinem Duft vorgeschwärmt, um ihn wissen zu lassen, dass das ein Geschenk ist. Der Pseudorebell schwitzt Aphrodisiakum. Ich berausche mich.

Als ich ihn auf dem Boden knieend zuende ausgezogen habe, wandert er zur Dusche und dreht meine Szene mit dem Füße Waschen um. Ich hocke vor der Wanne und seife seine Füße, die mich plötzlich wieder an den  erinnern. Es ist absurd wohltuend, einfach zu streicheln, zu massieren und sanft trocken zu rubbeln. Dann darf ich sie küssen und lecken und in den Mund nehmen und kann nur hoffen, dass er das gleiche beeindruckende Erlebnis hat wie ich zuvor. Welch feine Reize können von so einer weit ausgelagerten und stets vernachlässigten Extremität empfangen und empfunden werden!

Dann soll ich auf seinem Knie Platz nehmen. Ich lange zwischen meine Beine und bin selbst überrascht, wie feucht es dort ist, ohne dass er mich ein einziges Mal berührt hätte. Dicke schleimige Fäden ziehen sich von meinen Fingern. Ich weiß nicht ob ich schuldig oder unschuldig bin und schaue fragend zu ihm hoch. „Koste mal!“ Ich beginne meine Finger abzulecken, während meine Pussy anfängt sein Knie einzuspeicheln. Es ist für uns beide nicht eben bequem, und so lässt er mich diese Aufgabe auf seinen Hüftknochen verlagern.

Er liegt ein wenig auf der Seite, ich knie auf Hüfthöhe über ihm. Ich kann mich herrlich an diesem Knochen reiben. Es bedarf kaum der Aufforderung, die Arme über den Kopf zu nehmen und ihm die Titten entgegen zu strecken, während mein Becken weiter kreist. Als er mir lustvoll in die Brust greift und beginnt, meine Nippel genau so drücken, wie ich es brauche, wandert meine eigene rechte Hand gierig zwischen die Beine. „Du darfst so kommen, wenn Du willst.“ „Danke…“

Ausgestreckt auf dem Bett zeigt er mir die Stelle, wo ich mich zuletzt in seiner Brust verbissen hatte. Ich soll es wieder gut machen und werde von meiner eigenen Bereitschaft überrascht dieser Stelle all meine Aufmerksamkeit zu widmen. Ich küsse sie sacht, streichle sie und spreche zu ihr in dem Gefühl, das aufrichtig stundenlang tun zu können. Ich schaue zu ihm auf und werde fast zerrissen, weil ich erkenne, dass er zwischen den vorsichtigen Berührungen tatsächlich meine ehrlich empfundene Hingabe spürt.

Ich bewege mich weiter leicht über seinen Oberkörper. Meine aufgerichteten Nippel streicheln ihn, wo meine Zunge gerade nicht ist. Endlich darf ich seinen Schwanz berühren, wenn auch zunächst „nur“ mit den Brüsten. Ich sehe selber zu, wie meine erstaunlich rosigen Nippel sich an seine pralle leuchtende Eichel drücken und schmiegen, und bin gleichermaßen von diesem Bild und den süßen Berührungszeizen an meiner Brust hingerissen. Endlich lässt er mich mich ganz langsam auf seinem Schwanz niederlassen. Alles in mir erwartet diese Berührung so sehnsüchtig, dass die Empfindung in diesem Moment wahnsinnig intensiv ist.

Er hält mich fest und lässt mich langsam auskosten, wie unsere Körper einander umschlingen. Ich kann nicht umhin, das Tempo zu erhöhen, mich immer wieder gegen ihn zu schrauben. Er lässt mich gewähren, lässt mich frei, lässt mich stöhnen, bis ich nach Luft schnappend verharre. Dann kommt er hinter mich und flüstert in mein Ohr: „Aber Du bist zu spät gekommen. Ich muss Dich bestrafen, das wirst Du verstehen.“ Die kleine Peitsche saust auf meine Pobacke. Der nächste Hieb trifft so tief und mittig, dass ich ihn auf meinen Schamlippen brennen spüre. Unwillkürlich runde ich den Rücken, um meine Genitalien zwischen den Beinen zu schützen. In der Konsequenz lässt er mich aufrecht knien. Die Peitsche versorgt erst meinen Arsch, dann meinen Rücken. Ich habe die Hände vor der Brust gefaltet und heiße leise jeden Schlag willkommen: „Ja.“ „Gut.“ „Weiter.“

Dann endlich beginnen wir zu vögeln – Doggy Style, zusammengeklappt anal, von vorn mit dem Becken auf der Bettkante. Gerade habe ich mich in einen hingebungsvollen Blowjob vertieft, als es heißt: „Die Zeit ist um. Verlängert ihr?“ Wir schauen uns an. Das ist uns noch nie passiert. Wir können kaum glauben, dass es schon so spät ist. Wir sind noch lange nicht fertig.

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