Two Shades of Bondage

Veröffentlicht 14/07/2012 von Miss Universe

Er tanzt wieder mit seinen Seilen um mich. Von mir wird nichts erwartet als dort zu stehen. Ich kann abwechselnd die Augen schließen und spüren, wie er geschickt die Schnüre um mich legt, und ihm dabei zusehen. Ich liebe die Tatkraft, die sein Körper eigentlich immer latent ausstrahlt, gepaart mit konzentrierter Entschiedenheit und diesem Quentchen Grazie, welches dem künstlerischen Anspruch entspringt, den er an sein Werk hat.

Die schönen Finger arbeiten in konzentrierter Ruhe, nur ab und an tritt er zurück und betrachtet mit ein wenig Abstand, was er geschaffen hat. Ab und an bemerkt er dabei das Objekt unter dem Schmuck, streicht mir über den Hals und küsst mich. Ich fühle mich schon wieder eher beschenkt als eingeschränkt.

Als es fertig ist, schaut er sich erst zufrieden sein Werk an, zeigt mir in der Reflektion der dunklen Scheibe, wie hübsch seine Seile die Symmetrie meines Körpers untermalen, und fügt dem Bild seine Hand hinzu, weil er weiß, wie schön ich das finde. Dann kriegt er diesen Blick, der mir sagt, dass es gleich weiter gehen wird. Er überlegt, was er als nächstes mit mir anstellen will.

Er packt mich an den Schultern und lässt mich rückwärts gehen. Mit auf dem Rücken verschnürten Armen ist das schon eine leicht unheimliche Bewegung. Dann soll ich mich auf das Sofa setzen. Irgendwie schafft er es, mir bei dieser Aufgabe genau so gut zu helfen, dass es sich immer noch leicht unangenehm behindert anfühlt. Er steht mit ein wenig Abstand vor mir und hat Begeisterung und Zärtlichkeit aus seinem Gesichtsausdruck verbannt. Das hübsche Kinn zeigt seine entschiedene Note.

Ich merke, dass mich das furchtbar anmacht. Meine Fesseln verwandeln sich in ein Instrument der Unterwerfung. Ich lasse die Hilflosigkeit wonnig durch meinen Körper rieseln und schaue mit großen Augen zu ihm auf. Und er schaut tatsächlich ohne Wärme auf mich herunter und sagt: „Komm, mach mal die Beine breit.“

Ich mache ständig die Beine breit für ihn, in den abstrusesten Posen, geil und willig. Aber mich jetzt unter diesem herrischen Blick auf Befehl zu offenbaren, ist auf aufregende Weise eine Überwindung. Ich koste sie aus und gebe mir große Mühe, den Wunsch eilfertig zu erfüllen. Ich öffne die Schenkel, rutsche noch ein Stück tiefer in den Sitz, um das Becken weiter nach vorn kippen zu können. Als alles nicht hilft, den strengen Blick zu mildern, ziehe ich einen Fuß hoch auf das Sofa, entblättere mich so weit wie möglich ohne Hände.

Er glotzt mir zwischen die Beine – etwas, das mir immer unheimlich ist – und lobt mich dann kurz für den Gehorsam. Er steht noch immer vor mir und fängt an seinen Schanz auf meiner Augenhöhe zu reiben. Ich hänge verschnürt in den Kissen und schaue fasziniert zu. Dann kommt er über mich und reibt ihn an meinen aufgebundenen Brüsten. Ich muss sagen, wie geil mich das macht – etwas, das mir auch furchtbar schwer fällt.

Wie zur Prüfung schiebt er mir zwei Finger zwischen die Beine und äußert sich anerkennend über die sich dort ausbreitende Feuchtigkeit. Kurz steckt er mir noch seinen Schwanz in den Mund. Aber er weiß, dass ich darauf stehe, und nicht einmal so ausgeliefert mit verbundenen Händen und seinem steuernd zupackenden Griff an meinem Hinterkopf empfinde ich mich bei dieser Geste als Opfer.

Stattdessen macht es mich noch schärfer, auf diese Weise Laute der Lust aus meinem kontrollierenden Gegenspieler herauszukitzeln. Und als er mich kurz darauf vor dem Sofa kniend in die Kissen vögelt ist gänzlich verschwommen, wer hier wem Vergnügen bereitet.

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