Formlos

Veröffentlicht 07/06/2012 von Miss Universe

Ich habe mich ausschweifend vergnügt, bin erst irrsinnig feucht und dann gänzlich flüssig geworden, mit gelöstem Körper und aufgeweichtem Geist. Der Pseudorebell erkennt diesen Zustand, weiß, dass ich nicht mehr genug Sinne beisammen habe über ihn zu herrschen, und kehrt die Situation in einem lässigen Handstreich um.

Er rutscht einfach aus seinen zugegeben stümperhaften Fesseln, richtet sich gegen mein auf seinem Oberkörper lastendes Gesamtgewicht auf und wirft mich einmal herum. Dabei wirkt er gleichzeitig so kraftvoll, beherrscht und energisch, dass mir sofort intensiv der Respekt zwischen die Beine fährt. Natürlich habe ich mich außer mit dem Gewicht nicht großartig gewehrt, aber diese kleine Demonstration von Stärke verbindet sich sofort mit der Erinnerung an andere Male, wo ich trotz heftigster Gegenwehr nicht den Hauch einer Chance hatte.

Meistens empfinde ich meinen Körper wie eine Schote, eher länglich und unbiegsam. Aber jetzt unter seinen Händen geht alles. Was er da baut mit den Seilen, die sich jeweils um meinen Oberarm und den Oberschenkel zuziehen, mag für Houdini nicht taugen, aber es ist wunderbar geeignet, mich zu einem erstaunlich kompakten willenlosen Tetraeder zu verschmelzen, bei dem nur noch der Arsch nach oben ragt. Es genügt, dass ich Arme und Beine nicht benutzen kann, den Kopf ohne Stütze in die Kissen gedrückt bekomme und nur noch dargebotene Öffnungen bin.

Mit einem Rest Widerstand mache ich die Muskeln dicht; aber so breitbeinig, wie ich aufgebockt bin, und so motiviert, wie er meine Hüfte packt, merkt er es nicht einmal. Dann ist er in mir oder vielleicht auch nur in meiner Höhle, so hart und selbstvergessen, wie er seinen Körper mit meinem kollidieren lässt. Der Tetraeder bröckelt ein bisschen, und während sich seine Hände in die Muskeln meiner Hinterbacken graben, will er wissen, wie geil das ist. Natürlich ist das geil! Aber das kannst Du unmöglich von meinem Sprachzentrum als Äußerung erwarten, während Dein Schwanz viel tiefere Schichten meines Kommunikationssystems durchpflügt!

Mag sein, dass ich antworte, mag sein, dass ich nur noch stöhne. Ich bin eine flüssige geometrische Figur, ich bin nichts mehr, ich bin weg. Oder ich bin nur noch zwischen seinen Händen und um seinen Schwanz, nur noch Empfang, Sendung eingestellt, Bewusstsein auf Rauschen.

Als ich eine überraschend warme Berührung wahrnehme, komme ich ein wenig zu mir. Anstelle der eben noch zusammengefalteten und zusammengefickten Figur, liege ich wie ein geöffnetes Buch auf dem Rücken, die Beine auseinander, die Arme nach hinten ausgebreitet, quer vor dem schrägen Spiegel an der Stirnseite des Bettes. Keine Ahnung, wie ich da hingekommen bin. Der Pseudorebell thront wie ein Zeremonienmeister kniend über mir und spritzt mich mit einer schier endlosen Menge seines heißen Samens von oben nach unten, oder besser von links nach rechts voll. Ich kann ihn wieder ansehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: